Schlachtungen

Schlachtungen und Fleischproduktion 2010

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 5.633.000 Schweine, 625.000 Rinder, 77.500 Kälber, 266.000 Schafe und Lämmer, 45.200 Ziegen und Kitze sowie 947 Pferde, Fohlen und andere Einhufer geschlachtet.

Die im Berichtsjahr ermittelte Zahl an geschlachteten Schweinen lag mit 5.633.000 um 0,6% bzw. 35.300 Stück geringfügig über dem Ergebnis des Jahres 2009, wobei 91,3% sämtlicher Schlachtungen in den Bundesländern Oberösterreich (2.141.000 Stück; Anteil 38,0%), Steiermark (1.868.000 Stück; Anteil 33,2%) und Niederösterreich (1.223.000 Stück; Anteil 21,9%) durchgeführt wurden.

Die Zahl der geschlachteten Rinder stieg mit 625.000 bundesweit um 0,8% bzw. 5.200 Stück an. Regional bzw. relativ betrachtet, gab es in Kärnten (+7,8%), in Niederösterreich (+6,2%), in Salzburg (+1,7%), in Tirol (+2,0%) und in Wien (+11,0%) eine Zunahme der Schlachttätigkeit, während im Burgenland (-5,0%), in Oberösterreich (-2,5%), in der Steiermark (-1,5%) und in Vorarlberg (-1,8%) Abnahmen verzeichnet wurden.

Die Gliederung der Rinder nach Untergruppen zeigte ein geringeres Schlachtaufkommen bei Stieren (294.000 Stück; -1,4%), der absolut gesehen bedeutendsten Gruppe. Ansteigend waren hingegen die Schlachtungen von Kühen (198.000 Stück; +0,5%), Kalbinnen (102.000 Stück; +7,6%) und Ochsen (31.200 Stück; +4,3%).

Bei Kälbern, die eine eigene Verwendungsgruppe in der Schlachtungsstatistik darstellen, verringerte sich das Schlachtungsvolumen erneut und zwar auf 77.500 Stück (-3,4%), womit diese Gruppe abermals einen absoluten Tiefststand erreichte. Längerfristig, etwa über einen Zeitraum von rund 20 Jahren gesehen, hat sich deren Schlachtzahl bis zuletzt mehr als halbiert.

Die Zahl der Schaf- und Lämmerschlachtungen gab mit 266.000 Stück (-8,5%) im Jahr 2010 bundesweit erneut merklich nach, während sich die Schlachtzahl bei Ziegen und Kitzen mit 45.200 Stück (+9,4%) deutlich erhöhte. Zudem kam es noch zu 947 Schlachtungen von Pferden und Fohlen (-3,2%).

Aufgrund dessen wurde mehr Rindfleisch (+0,3% auf 219.000 t), Schweinefleisch (+1,0% auf 546.000 t) und Ziegenfleisch (+10,6% auf 616 t) erzeugt. Dem gegenüber sanken die Kalb- (-3,4% auf 7.800 t), sowie die Schaf- und Lammfleischproduktion (-6,5% auf 6.100 t) merklich. Darüber hinaus fielen noch 190 t (-5,5%) Pferdefleisch an.

Methodische Hinweise

Das Jahresergebnis der Schlachtungsstatistik informiert über die Gesamtzahl der geschlachteten Nutztiere in- und ausländischer Herkunft, die im Inland geschlachtet werden, sowie über die sich daraus ergebende Fleischproduktion. Als Grundlage für die Berechnungen werden die monatlichen Meldungen der amtlichen Fleischuntersuchungsorgane über sämtliche untersuchten und beurteilten Schlachtungen herangezogen. Die vorliegenden Ergebnisse umfassen zudem bei Schweinen, Schafen und Ziegen auch nicht untersuchte Schlachtungen. Angemerkt sei, dass Schweine, Schafe und Ziegen von der Untersuchungspflicht ausgenommen sind, wenn die jeweiligen Schlachtkörper ausschließlich durch die Tierhalterin oder den Tierhalter, durch im Haushalt lebende Familienmitglieder oder durch Betriebsangehörige verzehrt werden. Die Zahl der nicht untersuchten Schweineschlachtungen selbst wird hierbei im Rahmen von Bestandserhebungen (im Dezember bzw. Juni des Berichtsjahres) ermittelt. Das Datenmaterial für Schafe und Ziegen basiert zur Gänze auf einem die zu erwartende Nachzucht simulierenden Modell unter Einbeziehung von Schätzungen einschlägiger Fachleute.

Die Berechnung der Fleischproduktion erfolgte für jede Tiergattung bzw. Verwendungsgruppe mittels Multiplikation der Zahl der geschlachteten Tiere selbst mit dem jeweils zugehörigen durchschnittlichen Schlachtgewicht. Letzteren lagen Daten der Agrarmarkt Austria zugrunde, welche für Schafe und Ziegen um Schätzungen von Fachleuten im Rahmen des eingangs zitierten Modells ergänzt wurden.

Geflügelschlachtungen 2010

Im Berichtsjahr 2010 wurden in den meldepflichtigen Schlächtereien Österreichs 72,3 Millionen Hühner geschlachtet, um 2,8% mehr als im Vorjahr. Der Hühnerfleischanfall in Herrichtungsform stieg im gleichen Zeitraum auf 96.562 Tonnen und somit um 7,4% über das Vorjahresniveau. Vorrangig wurde hierbei Ware der Herrichtungsform „Teile“ produziert, die um 13,2% zulegte und letztlich 41,6% des gesamten Schlachtvolumens umfasste.

Zahlen zu Truthühnern (Puten), Gänsen, Enten und Perlhühnern können aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden.

Methodische Hinweise

Die Erhebung erfolgte gemäß Verordnung BGBl II Nr. 356/2003 idgF. Zur Auskunft hierbei waren jedenfalls Schlachtbetriebe mit im Bezugs-Vorjahr mindestens 5.000 getätigten Geflügelschlachtungen verpflichtet.

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Zahl der untersuchten Schlachtungen 2006 bis 2011HTMLPDFXLSX
Hühnerschlachtungen, Fleischanfall 2005 bis 2010HTMLPDFXLSX



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