Gartenbau-, Feldgemüseanbau

Gartenbauerhebung 2004

Laut der mit Stichtag 1. Juli 2004 durchgeführten Gartenbauerhebung reduzierte sich die gärtnerisch genutzte Fläche gegenüber der zuletzt im Jahr 1998 durchgeführten Erhebung um 20% von 2.727 ha auf 2.171 ha. Gleichzeitig kam es auch bei der Anzahl der Betriebe zu einem Rückgang um 24% auf aktuell 1.444 Betriebe (1998: 1.897) und auch die Anzahl der Arbeitskräfte in den Gärtnereien sank um 13% auf nunmehr 9.742 Beschäftigte (1998:  11.141).

Betrachtet man die Verteilung der gärtnerisch genutzten Fläche in den einzelnen Bundesländern, so findet man die größten Flächenanteile in Wien mit 569 ha (26%), knapp gefolgt von Niederösterreich mit 546 ha (25%) und Oberösterreich mit 500 ha (23%). Während im Burgenland die gärtnerische Fläche (+23 ha) zunahm gingen die Flächen in allen anderen Bundesländern zurück.

Dem allgemeinen Trend folgend, reduzierte sich auch die Fläche unter Glas, Folie, u.a. von 442 ha im Jahr 1998 auf 418 ha (-5%). Trotz des allgemeinen Rückganges konnten in einzelnen Bundesländern, wie dem Burgenland und Wien, Zunahmen von 5 ha bzw. 4 ha verzeichnet werden. Starke Rückgänge mussten bei den Freilandflächen hingenommen werden; -23% gegenüber 1998, wobei für diesen Rückgang vor allem die Bundesländer Oberösterreich und Wien mit einem Minus von jeweils rund 24% an Flächen verantwortlich zeichneten.

Nach wie vor eher klein strukturiert präsentiert sich der Gartenbau auch 2004. So bewirtschafteten rund 1.052 Betriebe eine Fläche unter 1 ha während es im Jahr 1998 noch 1.365 Betriebe waren. Prozentuell waren mit -13% bzw. -17% die geringsten Rückgänge an Betrieben in den Größenstufen nach der gärtnerischen Nutzfläche von 0,25 bis unter 0,5 ha bzw. mehr als 5 ha zu verzeichnen, während die stärkste Abnahme in der Größenstufe von 3 bis unter 5 ha (-41%) festgestellt wurde.

Wie auch schon bei der Erhebung im Jahr 1998 betrug bei den meisten Betrieben (855) die überwiegende Produktionsrichtung „Blumen- und Zierpflanzen“, mit einem Flächenanteil von 431 ha (rund 20% an der Gesamtfläche), gefolgt von der Produktionsrichtung „Gemüse“ (364 Betriebe; mit einem Anteil von rund 29% an der Gesamtfläche) und „Baumschulen“ (225 Betriebe; mit einem Anteil von rund 51% an der Gesamtfläche). Der stärkste Rückgang an Fläche wurde bei den Baumschulen (-23%) verzeichnet, während die Anzahl der Betriebe vor allem bei den Blumen und Zierpflanzen (-19%) verzeichnet wurde.

Die Reduzierung der Arbeitskräfte (insgesamt) im Vergleich zu 1998 (-13%) ist unter Anderem auch auf die Schließung vieler Gärtnereien zurückzuführen, wobei mit -25% die familieneigenen Arbeitskräfte stärker betroffen waren als die familienfremden (-7%). Der geringere Verlust an familienfremden Arbeitskräften kann auch darauf zurückgeführt werden, dass z.B. arbeitsintensivere Kulturen angepflanzt wurden und dadurch vermehrt familienfremde Arbeitskräfte zum Einsatz kamen.

Der Durchschnitt der in einem Gartenbaubetrieb beschäftigten familienfremden Arbeitskräfte erhöhte sich somit von 3,9 (1998) auf 4,8 Arbeitskräfte im Jahr 2004.

Feldgemüseanbauerhebung 2004

Mit Stichtag 1. Juli 2004 wurde wieder eine Erhebung des Feldgemüseanbaues - gleichzeitig mit der Gartenbauerhebung - durchgeführt. Mit 2.019 Betrieben wurden um 628 Betriebe (-24%) weniger erfasst als noch bei der letzten Erhebung im Jahr 1998. Trotz dieses Betriebsrückganges stieg die Gesamtanbaufläche, wenn auch nur marginal, um 0,1% auf 9.901 ha im Vergleich zu 1998.

Betrachtet man die Verteilung der Feldgemüseanbauflächen in den einzelnen Bundesländern, so lagen mit 6.290 ha (+0,3%) wieder mehr als die Hälfte der Flächen in Niederösterreich, gefolgt vom Burgenland mit 1.051 ha (+8%) und Oberösterreich mit 1.013 ha (+26%). Während in all diesen Bundesländern sowie auch in Tirol mit 408 ha (+5%) Zuwächse verzeichnet werden konnten, gingen die Flächen in der Steiermark (-24%), in Kärnten (-8%), Salzburg (-26%), Vorarlberg (-2%) und Wien (-23%) zurück.

Wie schon bei der Feldgemüseanbauerhebung 1998 konnte auch diesmal bei der Fläche unter Glas und Folie ein Anstieg festgestellt werden. Diese beträgt nunmehr 132 ha, womit das Ausmaß der Steigerung 16% ausmacht. Fast 90% der gesamten Fläche liegen hierbei im Burgenland und der Steiermark, wo auch gegenüber 1998 Flächenausweitungen stattgefunden haben (+22%; +17%). Die größten Ausdehnungen fanden jedoch mit +245% in Niederösterreich statt.

Feldgemüse im Freiland wird vor allem in Niederösterreich (6.285 ha), Oberösterreich (1.007 ha) und dem Burgenland (976 ha) angebaut. Im Vergleich zu 1998 verringerte sich die Fläche nur geringfügig (-0,1%) auf 9.768 ha.

Der Trend zu größeren Anbauflächen zeichnet sich durch den Anstieg von Betrieben mit einer Gesamtfläche von mehr als 5 ha ab. Wurden 1998 in dieser Größenstufe 573 Betriebe mit 7.215 ha erfasst, gab es 2004 hier einen Zuwachs von 41 Betrieben und 701 ha auf 7.916 ha. Somit liegt der Anteil dieser Betriebe an der gesamten Feldgemüseanbaufläche bei rund 80% (+7%). Bei den kleineren Betriebsgrößen verteilte sich der Feldgemüseanbau hingegen recht gleichmäßig. So bauten 271 Betriebe weniger als 0,25 ha an, 206 Betriebe zwischen 0,25 und 0,5 ha, 260 bzw. 241 Betriebe von 0,5 bis 1 ha bzw. 1 bis 2 ha und 200 bzw. 227 Betriebe zwischen 2 und 3 ha bzw. 3 und 5 ha.

Sommerzwiebeln nahmen mit 2.349 ha, das sind 22% der gesamten Gemüseanbaufläche, den Spitzenplatz ein, gefolgt von Karotten, Möhren mit 1.360 ha (12%) und Grünerbsen mit 777 ha (7%). Im Vertragsanbau wurden Grünerbsen wiederum am häufigsten, nämlich mit 725 ha, gefolgt von Spinat mit 323 ha und Fisolen (Pflückbohnen) mit 303 ha ausgepflanzt.

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Gartenbau 2004: Gärtnerisch genutzte FlächeHTMLPDFXLS
Gartenbau 2004: Familieneigene ArbeitskräfteHTMLPDFXLS
Gartenbau 2004: Familienfremde ArbeitskräfteHTMLPDFXLS
Feldgemüseanbau 2004: Betriebe, GemüseflächenHTMLPDFXLS
Feldgemüseanbau 2004: AnbauflächenHTMLPDFXLS


Gartenbaubetriebe 1998 und 2004

Gartenbaubetriebe 2004: Betriebs- und Flächenanteil nach Produktionsrichtung

Gartenbaubetriebe 1998 und 2004: Durchschnittliche Anzahl der familieneigenen und familienfremden Arbeitskräfte

Feldgemüseanbaubetriebe 1998 und 2004

Feldgemüseanbau einschließlich Mehrfachnutzung 2004



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