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Dickdarm, Enddarm

Zwischen 4.400 und 5.000 bösartige Tumore werden jedes Jahr im Dickdarm bzw. Enddarm diagnostiziert, das sind etwa 13% aller Neuerkrankungen. Interessant ist bei dieser relativ stabilen Gesamtzahl die unterschiedliche Entwicklung der beiden Geschlechter. Während 1987 in absoluten Zahlen etwas mehr Frauen als Männer an Darmkrebs erkrankten, kehrte sich das Verhältnis, beginnend im Jahr 1996, um und es erkrankten mehr Männer als Frauen.

Das Risiko der Männer, an Darmkrebs zu erkranken, war jedoch immer schon höher als jenes der Frauen. Das relative Risiko der Männer im Vergleich zu den Frauen war 1987 noch 1,3, 1997 bereits 1,8 und 2007 1,9. Im Jahr 2007 erkrankten bis zum 75. Lebensjahr vier von 100 Männern an Darmkrebs, aber nur zwei von 100 Frauen (Tendenz sinkend).

Bei der Sterblichkeit waren sinkende Absolutzahlen bei den Frauen und ein sinkendes Risiko für beide Geschlechter zu verzeichnen. Das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Darmkrebs zu sterben, ging in den letzten 20 Jahren von 1,9% auf 1,2% zurück. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass das Screening des Dickdarms als präventive Maßnahme gegen Dickdarmkrebs erfolgreich ist. Im Rahmen der Früherkennung werden Adenome (gutartige Tumore) entfernt und somit vielfach eine Krebsentstehung verhindert.

Tabelle(n):
Dickdarm und Enddarm (C18-C21) - Krebsinzidenz (Neuerkrankungen pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLS
Dickdarm und Enddarm (C18-C21) - Krebsmortalität (Sterbefälle pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLS
Dickdarm und Enddarm (C18-C21) - Krebsinzidenz nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Dickdarm und Enddarm (C18-C21) - Krebsmortalität nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Dickdarm und Enddarm (C18-C21) - Krebsinzidenz nach Stadium, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Bösartige Neubildungen des Darms im ZeitverlaufGIF