Bauchspeicheldrüse
In Österreich beläuft sich die Zahl der jährlichen
Neuerkrankungen an Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) auf
insgesamt rund 1.400 Fälle (698 Fälle bei Männern und 730 Fälle
bei Frauen im Jahr 2009). Damit ist dieser Krebs zwar nur für knapp
4% aller bösartigen Tumore verantwortlich, aufgrund seiner hohen Letalität
jedoch sehr gefürchtet. Bösartige Neubildungen der Bauspeicheldrüse
gehören zu den Krebserkrankungen, deren Frühsymptome selten und uncharakteristisch
sind. Daher werden Pankreaskarzinome häufig erst in fortgeschrittenen
Stadien diagnostiziert. Für die überwiegende Zahl der Erkrankten besteht
nach wie vor kaum eine Aussicht auf Heilung. Nahezu dieselbe Anzahl
an Personen verstirbt jährlich an dieser Erkrankung. Damit ist der
Bauchspeicheldrüsenkrebs die vierthäufigste Krebstodesursache bei
Männern und Frauen.
In absoluten Zahlen erkrankten Frauen etwas häufiger
an Bauchspeicheldrüsenkrebs als Männer. Die altersstandardisierten
Neuerkrankungsraten wie auch die Sterberaten bleiben in Österreich
bei den Männern seit Mitte der 1980er-Jahre etwa konstant. Bei Frauen
dagegen steigt sowohl die altersstandardisierte Neuerkrankungs- als
auch die Sterberate seit dieser Zeit bis zum aktuellen Diagnosejahr
2009 leicht an. Allerdings war das Risiko der Männer, vor dem 75. Lebensjahr
an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, stets höher als das der
Frauen (Männer: 1,1%; Frauen: 0,7% im Jahr 2009).