In den letzten Jahren setzte sich der Trend weg von der Kohle
und hin zu Komfortheizungen bei den Hauptheizsystemen
weiter fort. Daran haben Pellets und Hackschnitzel einen nicht unwesentlichen Anteil.
Ihr Gesamteinsatz stieg von 2005/2006 auf 2007/2008 um 20% von
Die Fernwärme konnte in den letzten Jahren mit einer kontinuierlichen Steigerung von 8,8% auf 10,2% von 2003/2004 auf 2007/2008 leichte Anteilsgewinne verbuchen, während die Erdgas-- und Stromanteile mehr oder weniger konstant blieben.
Im Gegensatz dazu verlor Heizöl in den letzten Jahren stetig Marktanteile. Sein Anteil sank von 25,2% 2003/2004 über 23,7% 2005/2006 auf zuletzt 20,8% 2007/2008. Kohle spielte in den letzten Jahren mit Anteilen unter 2% nur mehr eine untergeordnete Rolle im Haushaltsbereich.
Eine Studie im Jahr 2006 über den Gaseinsatz in den Haushalten ergab, dass jährlich 12,80 m³
Gas pro m² Wohnfläche (= 128,34181 kWh) für das Heizen verbraucht
werden, für Warmwasser 127 m³ (=
Das „Strom- und Gastagebuch 2008“ stellt eine umfassende Sammlung von Daten zum Strom- und Gaseinsatz der Haushalte in Österreich dar. Im Rahmen einer Befragung in Haushalten wurden der Gerätebestand und seine Nutzung erhoben; zudem wurde von den Haushalten der spezifische Stromverbrauch verbrauchsrelevanter Geräte gemessen. Haushalte mit Gasanschluss meldeten darüber hinaus Daten zum Einsatz von Naturgas für Heizen, Warmwasser und Kochen. Aus den Daten wurde für Verbrauchskategorien wie Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung oder Haushaltsgroßgeräte und Unterhaltungselektronik der anteilige Stromverbrauch kalkuliert.
Der Bericht zum „Strom- und Gastagebuch 2008“ beinhaltet die Auswertung des Gerätebestands und den Strom- und Gaseinsatz nach Verbrauchskategorien. Zusatzinformationen über Alter, Größe oder Energieeffizienzklasse der vorhandenen Haushaltsgeräte wurden analysiert und flossen in die Ermittlung des Stromverbrauchs ein.
Waschmaschinen sind im Vergleich zu Kühlschrank oder Herd erkennbar jünger. Etwa 35% der Waschmaschinen sind jünger als 5 Jahre, im Gegensatz zu rund 25% der Kühlschränke und Herde. Wäschetrockner stellen die eindeutig jüngste Gerätekategorie dar, knapp die Hälfte ist jünger als 5 Jahre. Da bisher nur 14% der Haushalte mit einem Wäschetrockner ausgestattet sind, kann man auf ein hohes Wachstumspotential schließen. Für die Beleuchtung wird 8,6% des elektrischen Stroms aufgewendet. Glühbirnen dominieren noch immer, sie stellen 51% der vorhandenen Beleuchtungskörper, nur 7% sind derzeit Energiesparlampen. Hier lassen sich Einsparungspotentiale durch den Ersatz der Glühbirne mit effizienteren Beleuchtungskörpern erwarten.
Ein durchschnittlicher Haushalt hat 2008 einen aus
den Ablesungen der Zähler errechneten Gesamtstromverbrauch von
In der Winterperiode beträgt der Stromeinsatz durchschnittlich 14,4 kWh pro Tag. Er ist damit um etwa die Hälfte höher als in der Sommerperiode mit 9,7 kWh. Deutlich mehr Elektrizität wird im Winter für Heizung, Umwälzpumpen, Beleuchtung und Trocknen von Wäsche aufgewendet.
| Gasverbrauch der Haushalte 2006 | |
|---|---|
| Projektbericht Strom- und Gastagebuch 2008 |