Energiebilanzen

Energiebilanzen spiegeln den Energiefluss durch das sozio-ökonomische System wieder, indem Aufkommen und Verwendung einander gegenübergestellt werden.

2010 stieg der Energetische Endverbrauch gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 5,6% auf 1.119.154 Terajoule (TJ) und damit auch gegenüber 2008 (1.112.082 TJ) auf einen deutlich höheren Wert. Neben der konjunkturellen Erholung Österreichs mit einem realen Wirtschaftswachstum von 2,3% zeichnete sich 2010 auch durch ein im Vergleich zu 2009 kälteres Jahr aus.

In der Industrie stieg der Energieverbrauch zwar um 0,5% auf 317.852 TJ, bleibt damit aber unter dem Niveau des Jahres 2008 (320.723 TJ). Der Verkehrsbereich verzeichnete einen Anstieg von 3,0% auf 368.548 TJ und erreichte damit in etwa das Niveau des Jahres 2008 (369.816 TJ). Im Gegensatz dazu stieg der Energiekonsum der privaten Haushalte um 8,8% auf 287.149 TJ und damit auf den höchsten Wert seit der Erstellung der Österreichischen Energiebilanzen an.

Trotz des Anstieges des Energetischen Endverbrauchs blieb der Anteil der Erneuerbaren Energie im Jahr 2010 (30,8%) verglichen mit 2009 (30,9%) nahezu konstant; im Jahr 2005 betrug er 24,9%. Der gestiegene Einsatz der Erneuerbaren Energie wurde in den letzten Jahren insbesondere auch durch vielfältige Maßnahmen wie Aufklärungsaktionen, einer Vielzahl von Förderungen oder die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen erzielt.

Eine Analyse auf Energieträgerebene für 2010 zeigt, dass der erneuerbare Strom (aus Wasserkraft, Wind, Photovoltaik, Erdwärme und Biomasse) mit 65,3% den höchsten Anteil am Gesamtstromverbrauch hat, gefolgt von der erneuerbaren Fernwärme aus Biomasse und Erdwärme mit 38,3%, dem direkten Einsatz von Erneuerbarer Wärme im Energetischen Endverbrauch (Biogene Wärme, Umgebungswärme, Erdwärme und Solarwärme) mit 30,7% und den Biotreibstoffen (Biodiesel und Bioethanol) mit 6,8% an den Treibstoffen insgesamt.

Bei der sektoralen Betrachtung des direkten Einsatzes von Erneuerbarer Energie führt die Landwirtschaft mit 46,7%, gefolgt von den privaten Haushalten mit 40,5%. Schlusslicht bilden die Dienstleistungen mit 14,1%.

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Energieflussbild Österreich 2009


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