Die Zahl der Straßenverkehrsunfälle erhöhte sich
2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 500 (+1,3%) auf 38.466. Dabei wurden
48.393 Personen verletzt, um rund 1.000 (+2,2%) mehr als im Jahr davor.
Mit 432 Todesopfern wurde – nach der vergleichsweise hohen Anzahl im
Jahr 2015 (479) – wieder das Niveau von 2014 (430) erreicht. Damit
liegt das zweitniedrigste Ergebnis seit Beginn der einheitlich geführten
Unfallstatistik im Jahr 1961 vor. Von den insgesamt 48.825 verunglückten
Personen erlitten 1% tödliche Verletzungen, 15% schwere und 84% leichte
Verletzungen. Im Durchschnitt ereigneten sich täglich 105 Verkehrsunfälle
mit 132 Verletzten. Alle 20 Stunden forderte der Verkehr auf Österreichs
Straßen ein Todesopfer.
Risikogruppe: Männer
Nach wie vor finden überwiegend Männer im Straßenverkehr
den Tod: Drei von vier Verkehrstoten (72%) waren Männer, bei den 20-
bis 24-Jährigen sogar neun von zehn (89%). Im Vergleich dazu die Zahl
der Verletzten: 55% Männer, 45% Frauen.
Zwei Drittel aller Unfälle im Ortsgebiet,
Dreiviertel aller Todesopfer im Freiland
64% aller Unfälle (24.604) ereigneten sich auf Straßen
im Ortsgebiet, vor allem auf Gemeindestraßen, 36% im Freiland (13.862).
Während sich die Zahl der Unfälle im Ortsgebiet um 0,8% erhöhte,
gab es im Freiland ein Plus von 2,4%. Umgekehrt verhält es sich bei
der Zahl der Todesopfer: 75% (322) sind auf Unfälle im Freiland zurückzuführen,
25% (110) auf Unfälle im Ortsgebiet.
Mehr als 3.000 Verletzte bei Unfällen mit
alkoholisierten Beteiligten
Die Zahl der Alkoholunfälle zeigt gegenüber 2015
einen Anstieg um 6,1% auf 2.361, jene der dabei verletzten Personen
erhöhte sich um mehr als 200 auf 3.055 (+7,8%). Mit 22 Todesopfern
bei Alkoholunfällen (2015: 27) wurde zwar das bisher niedrigste Ergebnis
erzielt, die Zahl der schwer Verletzten stieg aber von 521 im Jahr 2015
um 4,6% auf 545.
Weniger getötete, aber mehr verletzte Kinder
Mit einem Plus um 10,4% erhöhte sich auch die Zahl
der verletzten Kinder (0 bis 14 Jahre) auf 2.858. Der Wert liegt damit
über dem der beiden vorangegangenen Jahre, wobei vor allem mehr Kinder
in Pkw und als Radfahrer verletzt wurden. Sieben Kinder (2015: 11) wurden
getötet. Generell verunglücken Kinder vor allem als Mitfahrer in Pkw
(43%), als Fußgänger (23%), mit dem Fahrrad (19%) sowie mit dem Moped
(6%).
Zahl der getöteten Pkw-Insassen und Fußgänger
sank auf Niveau von 2014; etwa gleich viele Motorradtote wie 2015
2016 kamen 189 Pkw-Insassen (-49), ebenso viele wie
2014, ums Leben. Mit 85 getöteten Motorradfahrern waren es etwa gleich
viele wie im Jahr 2015 (83). Die Zahl der getöteten Fußgänger sank
um 11 auf 73, jene der Radfahrer stieg von 39 im Jahr 2015 auf 48.
Der längerfristige Vergleich auf Basis der Daten
2006 zeigt die höchsten prozentuellen Rückgänge bei den getöteten
Mopedfahrern, gefolgt von getöteten Pkw-Insassen und Fußgängern.
Was die Gesamtzahl der verunglückten Personen betrifft, stieg seit
2006 jene der Radfahrer und Motorradfahrer, während die Zahlen der
mit Moped und Pkw Verunglückten deutlich, bei den Fußgängern jedoch
nur knapp unter dem Niveau von 2006 liegen.
Unfälle mit schweren Lkw: 3% der Unfälle
fordern 17% aller Todesopfer
An 1.291 Unfällen waren Lkw über 3,5t beteiligt,
um 10,5% mehr als 2015. Die Zahl der dabei verletzten Verkehrsteilnehmerinnen
und Verkehrsteilnehmer (1.668; +11,5%) nahm ebenso wie die Anzahl der
dabei Getöteten zu (von 66 auf 74). Von den 74 Todesopfern waren 13
Insassen in schweren Lkw und 61 andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
28% dieser Unfälle ereigneten sich im hochrangigen Straßennetz (Autobahnen,
Schnellstraßen). Im Vergleich dazu ereigneten sich nur 6% des Gesamtunfallgeschehens
auf Autobahnen und Schnellstraßen.