Die Schifffahrt auf Wasserstraßen gilt gemeinhin als umweltfreundliche Möglichkeit, große Gütermengen zu transportieren. Die Erhebung zur Binnenschifffahrt erstreckt sich auf Güterbeförderungsleistungen in- und ausländischer Wasserfahrzeuge auf der Wasserstraße Donau, welche Österreich mit dem europäischen Wasserstraßennetz verbindet. Interessenten und Entscheidungsträgern stehen detaillierte statistische Angaben unter anderem zu der Zahl der eingesetzten beladenen Schiffe, zum Transportaufkommen und zur Transportleistung, getrennt nach in- und ausländischen Schiffen sowie nach Verkehrsbereichen (Inlandverkehr, grenzüberschreitender Empfang und Versand, Transitverkehr) zur Verfügung.
Seit dem 1. Jänner 2008 ist in der Europäischen Union die neue Güternomenklatur für die Verkehrsstatistiken NST 2007 anzuwenden. Diese löst damit die seit 1967 gültige NST/R ab. Aus Gründen der Vergleichbarkeit von Zeitreihen werden die Daten der Binnenschifffahrt in Österreich jedoch auch weiterhin zusätzlich nach der NST/R ausgewiesen.
Auf dem österreichischen Teil der Donau wurden im
Jahr 2016 9,1 Millionen Tonnen (Mio. t) an Gütern befördert. Dies entsprach
im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme des Transportaufkommens
um 5,5% bzw. 0,5 Mio. t. Die gesamte Transportleistung
(Produkt aus Transportaufkommen und Wegstrecke) erhöhte sich dabei
um 11,3% auf 9,3 Milliarden Tonnenkilometer (Mrd. tkm), wovon jene innerhalb
des Bundesgebietes bei 2,0 Mrd. tkm
Für die einzelnen Verkehrsbereiche wurden unterschiedliche Ergebnisse errechnet. Der grenzüberschreitende Versand erhöhte sich um 12,0% auf 2,0 Mio. t und der Transit durch Österreich um 19,5% auf 2,2 Mio. t. Der grenzüberschreitende Empfang verringerte sich hingegen im Jahr 2016 um 0,6% auf 4,3 Mio. t. Für den mengenmäßig weniger bedeutenden Inlandverkehr wurde eine Abnahme um 10,5% auf 0,6 Mio. t ausgewiesen, wobei hier die beförderte Tonnage fast zur Gänze den beiden Gütergruppen "Steine und Erden und Baustoffe“ sowie „Erdöl, Mineralölerzeugnisse“ zuzurechnen war.
Güter der NST/R-Gruppe „Erze und Metallabfälle“ wurden 2016 mit einem Anteil von 26,7% (2,4 Mio. t) am häufigsten befördert. Auch Güter der Gruppen „Land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse und lebende Tiere“ mit einem Anteil von 19,0% (1,7 Mio. t), „Erdöl, Mineralölerzeugnisse“ (Anteil: 14,6% bzw. 1,3 Mio. t) sowie „Eisen, Stahl und NE-Metalle“ (Anteil 11,5% bzw. 1,0 Mio. t) und „Düngemittel“ (Anteil: 10,6% bzw. 1,0 Mio. t) wurden überwiegend auf der Wasserstraße transportiert. Die Beförderungsmengen der anderen Gütergruppen lagen unter diesen Werten.
Der gesamte wasserseitige Umschlag der Häfen und Anlegestellen auf dem inländischen Abschnitt der Donau erhöhte sich im Berichtsjahr 2016 um 0,6% auf 7,5 Mio. t.
Zunahmen wurden bei den Linzer
Häfen mit 4,0 Mio. t
An den neun österreichischen Schleusen wurden im
Jahr 2016 insgesamt
Die Schnellberichte zum Güterverkehr auf der Donau wurden mit Berichtsjahr 2017 eingestellt. Ältere Schnellberichte befinden sich unter „Weitere Informationen“ bzw. in zwei Archiven: „Archiv für Quartalsschnellberichte zum Güterverkehr auf der Donau“ und „Archiv für monatliche Schnellberichte zum Güterverkehr auf der Donau“.