Energiebilanzen spiegeln den Energiefluss durch das sozio-ökonomische System wieder, indem Aufkommen und Verwendung einander gegenübergestellt werden.
Der energetische Endverbrauch stieg im Jahr 2016 im
Vergleich zum Vorjahr um etwa 3% auf
Der energetische Endverbrauch stieg bei allen Energieträgergruppen, wobei bei den Erdölprodukten, bedingt durch den Anstieg beim Einsatz von Diesel, ein markanter Anstieg um 3% (12 PJ) zu beobachten war.
Die gesamte Produktion von elektrischer Energie war mit 235 PJ um 5% höher als im Vorjahr. Die Erzeugung aus Wasserkraft stieg um 7% auf 143 PJ, die Produktion durch Windkraft und Fotovoltaik um 9% auf 23 PJ.
2016 wurden 70% des Gesamtstromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energieträgern (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Fotovoltaik und Geothermie) erzeugt.
Der energetische Endverbrauch von Fernwärme stieg, der Entwicklung der Heizgradsumme folgend, gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 79 PJ. Die Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Umgebungs- und Solarwärme, Geothermie) stieg um etwa 3%. 2016 wurden annähernd 46% der genutzten Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt.
Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch (gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG) lag 2016 nach derzeitigem Wissensstand geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Endgültige Daten dazu werden am 30. November 2017 vorliegen.
Die Auslandsabhängigkeit Österreichs, berechnet als Außenhandelssaldo bezogen auf den Bruttoinlandsverbrauch, stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 63%. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Außenhandelssaldo von Erdölprodukten und Naturgas zurückzuführen.
Der energetische Endverbrauch stieg im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3% an. Hauptursache für den Anstieg des Energieverbrauchs der Haushalte um 7,5% auf 255 PJ waren die im Vergleich zu 2014 deutlich tieferen Außentemperaturen während der Heizperiode. Die Heizgradsumme 2015 lag um 11,6% über der von 2014. Im Industriesektor erhöhte sich der Energieverbrauch um 1,5% auf 314 PJ und auch beim Verkehr insgesamt (Eisenbahn, sonstiger Landverkehr, Flugverkehr, Schifffahrt und Transport in Rohrfernleitungen) wurde ein gesteigerter Energieeinsatz – nämlich von 3,1% auf 378 PJ – verzeichnet.
Der energetische Endverbrauch zeigte 2015 bei allen
Energieträgern eine deutliche Zunahme gegenüber 2014: Erdgas
Die stärksten Produktionsanstiege von elektrischer
Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei Erdgas
Der Anstieg des energetischen Endverbrauchs der Haushalte
um 7,5% war ebenfalls niedriger als jener der Heizgradsumme. Das lag
vor allem daran, dass die Verbrauchssteigerung beim elektrischem Strom
relativ gering ausfiel
Die Zunahme des energetischen Endverbrauchs im sonstigen
Landverkehr (Straße, Seilbahnen etc.) um 2,5% lässt sich mit dem 2015
gegenüber 2014 um 1,2% gestiegenen KFZ-Bestand und dem Ölpreisverfall
erklären, der im Jahresschnitt eine deutliche Preisreduktion bei Benzin
Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energieträger im Verkehr an den Treibstoffen insgesamt lag 2015 bei 10,1% (berechnet nach EU-Vorgaben; siehe methodische Informationen).
Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie insgesamt (am Bruttoendenergieverbrauch gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG) erhöhte sich gegenüber 2014 (32,7%) um 0,1 Prozentpunkte auf 32,8%. Den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie gab es beim erneuerbaren Strom (aus Wasserkraft, Wind, Photovoltaik, Erdwärme und Biomasse) mit 69,3% am Gesamtstromverbrauch. An zweiter Stelle lag die erneuerbare Fernwärme aus Biomasse, Solar- und Erdwärme mit 45,1% der gesamten Fernwärmeproduktion, gefolgt vom direkten Einsatz erneuerbarer Wärme (Biowärme, Umgebungswärme, Erdwärme und Solarwärme) mit 29,8% des Gesamtwärmeverbrauchs.
| 28.11.2016 | Energetischer Endverbrauch 2015 um rund 3% gestiegen | |
| 04.05.2016 | Vorläufige Energiebilanz 2015: Energieverbrauch um 3% gestiegen |