Theater und Musik
Das Theaterland Österreich gilt, insbesondere was das Musiktheater
betrifft, als mit festen Häusern hervorragend versorgt (ohne
dass dies im Moment anhand einer harmonisierten europäischen Statistik
belegt werden könnte). Im Spieljahr 2007/08 wurden insgesamt 4,958
Mio. Besuche bei den rund 13.400 Vorstellungen der erfassten Theater-
und Konzertveranstalter verzeichnet.
Die Bundestheater, die großen Wiener Privattheater,
die Vereinigten Bühnen Wien, das Theater der Jugend sowie die Länderbühnen
und Stadttheater wurden 2007/08 von 3,577 Mio. Zuschauern und Zuschauerinnen
besucht. Das entspricht einem Plus von 1,9% gegenüber dem Vorjahr.
Die anderen Theater- und Konzertbühnen und Theatergruppen lockten weitere
1,378 Millionen Besucher und Besucherinnen an. (Wegen des unterschiedlichen
Umfangs meldender Einheiten ist die Veränderung zum Vorjahr insgesamt
allerdings nicht sinnvoll interpretierbar.)
Die Bundestheater (Wiener Staats- und Volksoper, Burg- und Akademietheater,
inklusive Nebenbühnen) verzeichneten 2007/08 zusammen 1,304 Mio. Besuche
und hielten damit einen Anteil am gesamtösterreichischen Theaterbesuch
von 26,3%. Vor allem die Staatsoper mit 605.000 (-0,5% gegenüber 2006/07)
und die Volksoper mit 325.000 (+12,3%) Besuchen erwiesen sich traditionell
als Publikumsmagnete. Das Burgtheater notierte mit 251.000 Besuchen
einen Rückgang um 15,7%, während das Akademietheater ein Plus von
2,5% erzielte (122.000 Besuche). Insgesamt verbuchten die Bundestheater
einen Besucherrückgang um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr.
Die großen Wiener Privattheater (Theater in der Josefstadt mit
den zugehörigen Kammerspielen, Volkstheater und Theater der Jugend)
und die Vereinigten Bühnen Wien
(Raimundtheater, Theater an der Wien und Ronacher) zählten im Spieljahr
2007/08 1,183 Mio. Besuche. Der Zuwachs um 9,7% gegenüber der Vorsaison
war dabei in erster Linie auf die Wiedereröffnung des Ronacher zurückzuführen.
Steigende Besuchszahlen berichtete vor allem das auf Musicalproduktionen
ausgerichtete Raimundtheater (352.000 Besuche, +9,0%), während das
Theater in der Josefstadt für das Haupthaus (154.000 Besuche) einen
Rückgang von 9,9% und in den Kammerspielen (151.000 Besuche) von 1,7%
meldete.
Die Länderbühnen und Stadttheater kamen 2007/08 zusammen auf 1,093 Mio. Besuche,
was einem Rückgang von 2,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Steigende
Besuchszahlen verzeichnete insbesondere das Stadttheater Klagenfurt
(111.000 Besuche, +9,0%). Am stärksten rückläufig war der Besuch
der Burgenländischen Kulturzentren (-9,7%), der Vereinigten Bühnen
Graz (-8,5%) und des Badener Stadttheaters (-7,9%). Die höchsten Besuchszahlen
entfielen wie zuletzt schon auf die Vereinigten Bühnen Graz (242.000),
das Landestheater Linz (230.000) und das Tiroler Landestheater (178.000).
Die 2007/08 an weiteren Theater- und Konzertbühnen
erfassten Besuche in der Höhe von 1,378 Mio. stellen eine Untergrenze
dar, da bei weitem nicht für alle Bühnen Daten vorliegen. Mit 1,022
Mio. Besuchen wurde die überwiegende Zahl aus Wien gemeldet - wobei
durch den Meldeausfall der Wiener Stadthalle ein Rückgang gegenüber
dem Vorjahr um etwa 900.000 Besuche eintrat. Das Wiener Konzerthaus
konnte 304.000 und die Gesellschaft der Musikfreunde 291.000 Besucherinnen
und Besucher anlocken. Allein auf diese beiden Veranstaltungsorte entfielen
mehr als 40% des Besuchs der weiteren Theater- und Konzertbühnen.
Die Zahlen über den Personalstand liefern einen
Hinweis auf die Beschäftigungswirkung kultureller Institutionen. 2007/2008
waren an den Groß- und Mittelbühnen 5.875 Kräfte engagiert, um 0,8%
weniger als im Jahr davor (Bundestheater 2.091, große Wiener Privattheater
767, Vereinigte Bühnen Wien 623 und Länderbühnen und Stadttheater
2.394). Von den weiteren Theater- und Konzertbühnen wurden 1.468 Kräfte
gemeldet, darunter 712 Gäste.
Im Spieljahr 2007/08 erreichte die Staatsoper mit
einem Einspielergebnis von 46,0% den höchsten Deckungsgrad der Ausgaben
durch Betriebseinnahmen (ohne Subventionen) unter den Groß- und Mittelbühnen.
Ebenfalls einen relativ hohen Deckungsgrad wiesen das Stadttheater Baden
(42,3%), das Theater der Jugend (41,4%) und das Theater in der Josefstadt
(38,9%) auf.
| Vorstellungen und Besuche an den Bundestheatern, Wiener Privattheatern und Vereinigten Bühnen Wien 1980/81, 1985/86 bis 2007/08 |  |  |  |
| Vorstellungen und Besuche an den österreichischen Länderbühnen und Stadttheatern 1980/81, 1985/86 bis 2007/08 |  |  |  |
| Spieltätigkeit 2007/08 an den Bundestheatern, Wiener Privattheatern und Vereinigten Bühnen Wien |  |  |  |
| Spieltätigkeit 2007/08 an den österreichischen Länderbühnen und Stadttheatern |  |  |  |
| Aufführungen der Spielzeit 2007/08 an den Bundestheatern, Wiener Privattheatern und Vereinigten Bühnen Wien nach Werkkategorien |  |  |  |
| Aufführungen der Spielzeit 2007/08 an den österreichischen Länderbühnen und Stadttheatern nach Werkkategorien |  |  |  |
| Besuche an den Bundestheatern, Wiener Privattheatern und Vereinigten Bühnen Wien nach Werkkategorien 2007/08 |  |  |  |
| Besuche an den österreichischen Länderbühnen und Stadttheatern nach Werkkategorien 2007/08 |  |  |  |
| Personal an den Bundestheatern, Wiener Privattheatern, Vereinigten Bühnen Wien und den österreichischen Länderbühnen und Stadttheatern 2007/08 |  |  |  |
| Finanzielle Gebarung der Bundestheater 1990 bis 2007/08 |  |  |  |
| Gebarung der Bundestheater, Wiener Privattheater und Vereinigten Bühnen Wien und der österreichischen Länderbühnen und Stadttheater 2007/08 |  |  |  |
| Fassungsraum, Vorstellungen und Personal weiterer Theater- und Konzertbühnen, Spielzeit 2007/08 |  |  |  |
| Besuche weiterer Theater- und Konzertbühnen nach Werkkategorie, Kartenverkauf und Auslastung, Spielzeit 2007/08 |  |  |  |
| Theateraufführungen in Statutarstädten und Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 1999 bis 2008 nach Bundesländern |  |  |  |
| Konzertaufführungen in Statutarstädten und Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 1999 bis 2008 nach Bundesländern |  |  |  |