2010 gab es 3,441 Mio. gemeldete Hörfunk- und 3,252 Mio. gemeldete Fernsehteilnehmerinnen und -teilnehmer, was einer Empfangsdichte von 94,9 Radio- bzw. 89,7 TV-Lizenzen auf 100 Privathaushalte entsprach. In Wien war die Empfangsdichte mit 86,4 Radio- bzw. 79,0 TV-Lizenzen pro 100 Haushalte niedriger als im übrigen Bundesgebiet. Die größte Empfangsdichte mit 102,6 Radio- und 99,9 TV-Lizenzen pro 100 Privathaushalte verzeichnete das Burgenland.
Die Tagesreichweite des Radios bezieht sich auf die Anzahl der Personen, die bestimmte Radiosender zumindest eine Viertelstunde lang hörten, unabhängig von der Uhrzeit und der Dauer des täglichen Konsums insgesamt. Im Jahr 2010 betrug die Tagesreichweite in der Bevölkerung ab 14 Jahren 5,813 Mio. Hörerinnen und Hörer (81,9%). Die ORF-Radiosender wurden dabei von 70,3% der relevanten Bevölkerung gehört, private inländische Sender von 25,7% und sonstige Sender von 3,9%.
Die Tagesreichweite des Fernsehens lag im Jahr 2010 bei 4,341 Mio. Seherinnen und Sehern bzw. 62,7% der Bevölkerung ab 14 Jahren; hierzu zählen alle Personen, die einen Fernsehsender zumindest eine Minute lang durchgehend sahen. Die ORF-Kanäle erreichten im Durchschnitt 51,2% und die ausländischen Kanäle 50,6% der Jugendlichen und Erwachsenen. Der Marktanteil von ORF 1 und ORF 2 – d.i. der Anteil beider Kanäle an der gesamten Fernsehnutzungszeit – in der Bevölkerung ab 12 Jahren betrug rund 38%. Von den Programmkategorien her waren auf den beiden ORF-Sendern Unterhaltung (43,9% der Sendezeit) und Information (20,7%) dominierend.
Das Fernsehbudget des ORF (Sachkosten netto inklusive
Honorare für freie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) war im Jahr 2010
mit 226,8 Mio. Euro um 5,8% höher dotiert als im Jahr zuvor. Mehr als
drei Fünftel, 140,8 Mio. Euro bzw. 62,1%, waren dabei für den Programmbereich
vorgesehen, weitere 75,2 Mio. Euro bzw. 33,2% für den Informationsbereich.
Die Umsatzerlöse des ORF stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6,0% und
erreichten 920,5 Mio. Euro. Haupteinnahmequellen waren die Teilnehmerentgelte
(580,2 Mio. Euro;
Im Jahr 2010 waren insgesamt