Ende 2008 gab es 3,338 Mio. gemeldete Hörfunk- und 3,218 Mio. gemeldete Fernsehteilnehmerinnen und -teilnehmer, was einer Empfangsdichte von 93,6 Radio- bzw. 90,2 TV-Lizenzen auf 100 Privathaushalte entsprach. In Wien war die Empfangsdichte mit 86,4 Radio- bzw. 81,9 TV-Lizenzen pro 100 Haushalte niedriger als im übrigen Bundesgebiet. Die größte Empfangsdichte mit 101,8 Radio- und 100,3 TV-Lizenzen pro 100 Privathaushalte verzeichnete das Burgenland.
Die Tagesreichweite des Radios bezieht sich auf die Anzahl der Personen, die bestimmte Radiosender zumindest eine Viertelstunde lang hörten, unabhängig von der Uhrzeit und der Dauer des täglichen Konsums insgesamt. Im Jahr 2008 betrug die Tagesreichweite in der Bevölkerung ab 14 Jahren 5,764 Mio. Hörerinnen und Hörer (82,1%). Die ORF-Radiosender wurden dabei von 71,4% der relevanten Bevölkerung gehört, private inländische Sender von 23,1% und sonstige Sender von 3,9%.
Die Tagesreichweite des Fernsehens lag bei 4,335 Mio. Seherinnen und Sehern bzw. 63,4% der Bevölkerung ab 14 Jahren; hierzu zählen alle Personen, die einen Fernsehsender zumindest eine Minute lang durchgehend sahen. Die ORF-Kanäle erreichten im Durchschnitt 52,3% und die ausländischen Kanäle 49,8% der Jugendlichen und Erwachsenen. Der Marktanteil von ORF 1 und ORF 2 – d.i. der Anteil beider Kanäle an der gesamten Fernsehnutzungszeit – in der Bevölkerung ab 12 Jahren betrug rund 42%. Von den Programmkategorien her waren auf den beiden ORF-Sendern Unterhaltung (42,9% der Sendezeit) und Information (20,9%) dominierend.
Das Fernsehbudget des ORF (Sachkosten netto inklusive Honorare für
freie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) war im Jahr 2008 mit
269,8 Mio. Euro um 19,4% höher dotiert als im Jahr zuvor. Fast drei
Fünftel, 156,4 Mio. Euro bzw. 57,9%, waren dabei für den Programmbereich
vorgesehen, weitere 65,9 Mio. Euro bzw. 24,4% für den Informationsbereich.
Der größte Zuwachs wurde jedoch bei den zentralen, nicht direkt zugeordneten
Budgets verzeichnet
Im Jahr 2008 waren insgesamt