Beschäftigung im kulturellen Sektor
Dem Mikrozensus zufolge arbeiteten 2008 im Jahrdurchschnitt
58.900 Erwerbstätige in Kulturberufen, was einem Anteil von 1,4% an
allen Erwerbstätigen in Österreich entspricht. Die anteilsmäßig
größte Berufsuntergruppe (3-Steller) nach ISCO-88(COM) bildete dabei
mit 32.900 Erwerbstätigen „Schriftsteller, bildende und darstellende
Künstler“, darunter hauptsächlich die Berufsgattungen (4-Steller)
„Autoren, Journalisten und andere Schriftsteller“ mit 13.900 Erwerbstätigen,
„Bildhauer, Maler und verwandte Künstler“ mit 7.000 Erwerbstätigen
und „Komponisten, Musiker und Sänger“ mit 5.700 Erwerbstätigen.
17.400 Personen arbeiteten in Berufen der Untergruppe „Künstlerische
und Unterhaltungsberufe (ohne Sportberufe)“. Berufe der Gattung „Fotografen
und Bediener von Bild- und Tonaufzeichnungsanlagen“ wurden von 6.500
Personen ausgeübt.
Der Anteil der Männer in Kulturberufen lag bei
59% (Erwerbstätige insgesamt: 54%). 73% der Erwerbstätigen in Kulturberufen
befanden sich in der Altersgruppe 25 bis 49 Jahre, 18% waren 50 Jahre
und älter, 8% jünger als 25 Jahre. Bei den Erwerbstätigen insgesamt
waren nur 65% im Alter von 25 bis 49 Jahren; der Anteil unter 25 Jahren
war mit 14% jedoch fast doppelt so hoch. Erwerbstätige in Kulturberufen
waren mit 39% deutlich häufiger selbständig erwerbstätig als die
Erwerbstätigen insgesamt (14%). Weiters verfügten Personen in Kulturberufen
im Allgemeinen über eine bessere Ausbildung als die Erwerbstätigen
insgesamt: Im Jahr 2008 waren 36% der Erwerbstätigen in Kulturberufen
Akademiker und Akademikerinnen, bei den Erwerbstätigen insgesamt dagegen
nur 13%.
| Erwerbstätige (Labour-Force-Konzept) in Kulturberufen und ausgewählten Wirtschaftsklassen 1998 bis 2008 |  |  |  |
| Erwerbstätige (Labour-Force-Konzept) in Kulturberufen nach Berufgruppe, Geschlecht, Alter und Bildung, 2008 |  |  |  |
| Erwerbstätige (Labour-Force-Konzept) in Kulturberufen nach Berufsgruppe, Stellung im Beruf und Arbeitszeit, 2008 |  |  |  |
| Erwerbstätige (Labour-Force-Konzept) in Kulturberufen nach Wirtschaftsklasse und Geschlecht, 2008 |  |  |  |