Seit längerem gibt es auf europäischer Ebene wie auf Ebene der Nationalstaaten eine Diskussion über die Abgrenzung des Kultursektors, die aus der verstärkten Wahrnehmung von Kultur als wirtschaftlich bedeutsamem Feld resultiert. Neben dem eng umrissenen Bereich kreativer und repräsentativer (hoch-)kultureller Aktivitäten werden verstärkt die wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Aspekte massenkultureller Aktivitäten sowie die Diffusion von „Kulturellem" in marktwirtschaftliche Bereiche des Produktions- und Dienstleistungssektors gesehen. Abhängig von der Ziehung der Grenzlinien ergeben sich dabei zum Teil stark differierende Angaben über die Größe des - in der Regel pragmatisch definierten - „Kultursektors".
Die Kulturberufe wurden in Anlehnung an methodische Vorarbeiten
für eine harmonisierte internationale Berichterstattung ausgewählt.
Referenz ist dabei die Standard-Klassifikation der Berufe ISCO
Eine zweite Dimension wird durch die nationale Version
der Systematik der Wirtschaftstätigkeiten (ÖNACE 2003) repräsentiert.
Ausgehend von der ÖNACE lassen sich a priori Wirtschaftsklassen mit mehr oder weniger starkem Kulturbezug
identifizieren. Den Kernbereich bilden gemäß ÖNACE-Nomenklatur dabei
die Gruppen
Als Datenquelle wurde der Mikrozensus herangezogen,
der seit Beginn des Jahres 2004 laufend, also gleichmäßig auf alle
Kalenderwochen verteilt, erhoben wird. Davor wurde die Erhebung vierteljährlich
in Erhebungswellen zu Quartalsende durchgeführt. Zu den umfassenden
Ergebnissen über den österreichischen Arbeitsmarkt gehören unter
anderem auf Ebene des ISCO
Beim Mikrozensus handelt es sich um eine Stichprobenerhebung.
Aufgrund der zum Teil geringen Zellbesetzungen ist eine Darstellung
aller kulturbezogenen ISCO-Berufsgattungen nicht möglich. Generell
ist zu beachten, dass Werte mit weniger als hochgerechnet