Im Wintersemester 2010/11 studierten an den von Statistik
Austria erhobenen tertiären Bildungseinrichtungen 274.836 Österreicher und Österreicherinnen (bereinigte Zahl; eine
Person wird nur einmal gezählt, auch wenn sie an mehreren Institutionen
ein Studium betreibt). An den öffentlichen Universitäten waren insgesamt
216.959 österreichische Studierende immatrikuliert. Davon betrieben
205.972 ein ordentliches Studium. An 13 Privatuniversitäten studierten
4.113 Österreicher und Österreicherinnen. 32.819 Studierende mit österreichischer
Staatsbürgerschaft betrieben ein Fachhochschulstudium und weitere 748
besuchten einen FH-Lehrgang zur Weiterbildung. 10.590 österreichische
Studierende betrieben ein Lehramtsstudium an einer Pädagogischen Hochschule
und 11.081 besuchten einen Weiterbildungslehrgang. Von 4 Theologischen
Lehranstalten wurden 109 inländische Studierende gemeldet, und 4.482
inländische Studierende besuchten einen Lehrgang universitären Charakters.
In Österreich studierten im Wintersemester 2010/11
auch rund 75.411
ausländische Studierende. An den öffentlichen Universitäten
betrug der Ausländeranteil bei den ordentlichen Studierenden 22%. An
den Privatuniversitäten hatten 35% der Studierenden eine ausländische
Staatsbürgerschaft. An den speziell an österreichische Interessen
ausgerichteten Fachhochschul-Studiengängen betrug der Ausländeranteil
nur 13%. An den Pädagogischen Hochschulen
sind ausländische Studierende ebenfalls kaum vertreten (7%). An den
Theologischen Lehranstalten beträgt der Anteil bemerkenswerte
54%, an den Lehrgängen universitären Charakters 10%. Der Großteil
der ausländischen Studierenden, nämlich fast 90%, kommt aus Europa,
davon sind drei Viertel EU-Bürger.
Der Frauenanteil betrug im Wintersemester 2010/11 bei den inländischen
ordentlichen Studierenden an den öffentlichen Universitäten 53%. Der
Frauenanteil der österreichischen Studierenden an Privatuniversitäten
beträgt 61%. Im Fachhochschulbereich sind die weiblichen Studierenden
mit einem Anteil von 46% weiterhin unterrepräsentiert. An den Pädagogischen
Hochschulen beträgt der Frauenanteil beachtliche 77%, während an den
Theologischen Lehranstalten nur 28% der österreichischen Studierenden
Frauen sind. An den Lehrgängen universitären Charakters liegt der
Frauenanteil bei 41%. Die beliebtesten Studien an den öffentlichen Universitäten sind
Rechtswissenschaften, das Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
und Medizin. An den Privatuniversitäten liegen die Schwerpunkte
bei künstlerisch-wissenschaftlicher Ausbildung und den Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften sowie dem Gesundheitsbereich. An den Fachhochschul-Studiengängen
liegt der Schwerpunkt in den Ausbildungsbereichen Wirtschaft und Technik.
Bei den Lehrgängen universitären Charakters hat der Großteil eine
wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung.