In Österreich gab es im Berichtsjahr 2008/09
Ein durchschnittliches Kindertagesheim hat 31 Betriebstage pro Jahr geschlossen; die meisten Schließtage fallen in die Sommerferien (durchschnittlich 19,7). Knapp fünf Betriebstage ist österreichweit im Durchschnitt in den Weihnachtsferien geschlossen, knapp vier Tage in den Osterferien, zwei Tage in den Semesterferien. Nach Betreuungsformen betrachtet haben Krippen die wenigsten Schließtage pro Jahr (16,3). Kindergärten kommen im Durchschnitt auf 36,7 geschlossene Tage, Horte auf 29,0 und altersgemischte Betreuungseinrichtungen auf 20,8 Tage. Im Bundesländervergleich verzeichnet Wien mit knapp über neun Tagen pro Jahr mit Abstand die wenigsten Schließtage, der Westen Österreichs hingegen die meisten (Tirol 47,9, Vorarlberg 50,8 und Steiermark 54,5 Tage).
Beim Beginn der Öffnungszeiten zeigt sich, dass mehr als acht von zehn Krippen
und Kindergärten im Durchschnitt bereits vor
Krippen und Horte sind hauptsächlich Betreuungseinrichtungen für Kinder berufstätiger Eltern. Der Anteil von Hortkindern mit berufstätiger Mutter liegt bei 78,3 Prozent, bei Kindern in Krippen bei 74,1 und bei Kindergartenkindern bei 60,0 Prozent. Im Vergleich zur gleichaltrigen Wohnbevölkerung zeigt sich, dass 87,8 Prozent der 3- bis 5-Jährigen, die eine berufstätige Mutter haben, in Kindergärten untergebracht sind. Bei den 0- bis 2-Jährigen liegt der Wert bei 34,5 Prozent.
Betrachtet man die Entwicklung der Betreuungsquoten der 3-, 4- und 5-jährigen Kinder (den Anteil der in Kindertagesheimen betreuten Kinder, bezogen auf die gleichaltrige Wohnbevölkerung) in den letzten zehn Jahren, zeigt sich, dass bei allen drei Alterskategorien beträchtliche Anstiege zu erkennen sind. So erhöhte sich die Betreuungsquote der 3-Jährigen von 50,3 Prozent im Jahr 1998 auf mittlerweile 73,4 Prozent. Bei den 4-Jährigen wurde in den letzten zehn Jahren eine Steigerung von 83,7 auf 92,2 Prozent verzeichnet, bei den 5-Jährigen von 89,0 auf 93,8 Prozent.