Etwa 70% des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen
Staatsangehörigen entfielen auf Bürgerinnen und Bürger der EU (absolut
+22.443 Personen). Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe waren
dabei Deutsche (+7.779 Personen), gefolgt von rumänischen (+5.177)
und ungarischen (+2.350) Staatsangehörigen. Ebenfalls bedeutsam waren
die Wanderungsgewinne mit Bulgarien (+1.361 Personen) und Polen (+1.083).
Mehr als die Hälfte (54%) der Zuwanderer aus der EU stammte aus den
seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten (Tabelle 1).
Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten entsprach
2010 mit +9.415 Personen weitgehend dem Niveau des Vorjahres (+9.347).
Fast zwei Drittel der Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen
entfielen auf europäische Staatsangehörige, insbesondere aus den jugoslawischen
Nachfolgestaaten ausgenommen Slowenien (+3.631), aus der Türkei (+1.375
Personen) sowie der Russischen Föderation (+590). Bedeutsam war zudem
der Wanderungsgewinn bei Angehörigen asiatischer Staaten (+2.288 Personen),
der allerdings im Vergleich zu 2009 (+3.582) einen starken Rückgang
aufwies. Auch der Wanderungsgewinn mit Afrika halbierte sich auf +431
Personen (2009: +808). Entgegen dem Trend der Vorjahre zeigte sich somit
bei den Wanderungssalden mit den Nicht-EU-Staaten eine Verschiebung
zu europäischen Staatsangehörigen.
Auf Ebene der Bundesländer zeigte sich weiterhin
die Bedeutung Wiens als wichtigstes Ziel der internationalen Zuwanderung
nach Österreich. Die Hälfte des Wanderungssaldos (50% bzw. +13.951
Personen) entfiel 2010 auf die Bundeshauptstadt, gefolgt von der Steiermark
(+3.302), Niederösterreich (+3.194) und Oberösterreich (+2.923 Personen).
Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung
vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg
und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle
Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.