Die Staatsangehörigkeiten der Zuwanderer unterstreichen,
dass Österreich von Wanderungen zwischen den Staaten der Europäischen
Union stark profitiert. So entfielen etwa zwei Drittel (absolut +25.405
Personen) des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen Staatsangehörigen
auf Bürgerinnen und Bürger der EU. Die zahlenmäßig mit Abstand größte
Gruppe waren dabei Deutsche (+10.544 Personen), gefolgt von Rumäninnen
und Rumänen (+4.627). Deutlich positiv waren die Wanderungssalden auch
mit Bürgerinnen und Bürgern aus Ungarn (+2.136 Personen), der Slowakei
(+2.134), Bulgarien (+1.350) und Polen (+1.121). Gegenüber 2007 verdoppelte
sich der Wanderungsgewinn vor allem bei slowakischen Staatsangehörigen,
wogegen sich der Wanderungssaldo von Personen aus Polen halbierte. Auch
die Zuwanderung aus Ungarn stieg weiter an. Etwa 47% der Zuwanderer
aus der EU stammte aus den seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten.
Die Wanderung aus Nicht-EU-Staaten hatte auch 2008
weitaus geringere Bedeutung als in den Jahren vor 2006. Der Wanderungssaldo
mit Staatsangehörigen Ex-Jugoslawiens (ohne Slowenien) erhöhte sich
gegenüber dem Vorjahr geringfügig, nämlich von +2.803 Personen im
Jahr 2007 auf +3.160 Personen im Jahr 2008. Mit Ausnahme Serbiens, Montenegro
und Kosovos waren allerdings rückläufige Wanderungsgewinne zu verzeichnen.
Auch der Wanderungsgewinn bei Türkinnen und Türken verringerte sich
leicht von +2.243 Personen im Jahr 2007 auf +2.133 (2008). Weiterhin
bedeutsam waren zudem die Wanderungsüberschüsse (+1.842 Personen)
mit der Russischen Föderation. Dabei dürfte es sich in der Mehrzahl
um tschetschenische Flüchtlinge handeln. Die Wanderungsüberschüsse
mit außereuropäischen Staatsangehörigen lagen geringfügig unter
den Werten für 2007. Für das Jahr 2008 betrug die Wanderungsbilanz
bei den asiatischen Staatsangehörigen +3.640 Personen (2007: +4.139),
bei afrikanischen Staatsangehörigen +981 Personen (2007: +924). Die
Wanderungsgewinne gegenüber dem amerikanischen Kontinent gingen leicht
zurück, wobei sich die Zuwanderung aus Lateinamerika erhöhte, wogegen
die Wanderungsgewinne mit Nordamerika abnahmen. Die Wanderungsbilanz
mit Ozeanien verblieb auch 2008 auf einem geringfügig positiven Niveau.
Auf Ebene der Bundesländer zeigte sich weiterhin
die Bedeutung Wiens als wichtigstes Ziel der internationalen Zuwanderung
nach Österreich. Knapp zwei Fünftel des Wanderungssaldos (39% bzw.
+13.262 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt. Im Saldo für das
Jahr 2008 wiesen Oberösterreich (+4.976 Personen), Niederösterreich
(+4.442) und die Steiermark (+3.552) die höchsten Werte nach Wien auf.
Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung
vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg
und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle
Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.