In Österreich gibt es
In den letzten zehn Jahren ist das Bildungsniveau der Bevölkerung weiter gestiegen: Besser gebildete jüngere Jahrgänge rücken nach, während die älteren, formal weniger gut gebildeten Jahrgänge (geringere Bildungschancen in der Vergangenheit) wegsterben. Der Bevölkerungsteil mit einer über die Pflichtschule hinausgehenden Ausbildung hat daher zahlen- und anteilsmäßig zugenommen.
Die Ergebnisse im Einzelnen: Eine Universität, Hochschule
oder Fachhochschule haben laut Volkszählung 2001
Von den Personen mit der höchsten abgeschlossenen
Ausbildung „Matura“ (Reifeprüfung) hat sich die Zahl der Maturanten
und Maturantinnen Berufsbildender höherer Schulen im letzten Jahrzehnt
mit
Fast die Hälfte der Bevölkerung verfügt über eine
mittlere Schul- bzw. Berufsausbildung. Insgesamt
Jüngere Frauen haben bei der Ausbildung Männer bereits
deutlich überflügelt. Von den 25- bis 29-jährigen Frauen verfügt
ein Drittel (34 Prozent) mindestens über Maturaniveau, 12,5 Prozent
haben sogar ein Studium an einer Universität, Fachhochschule oder hochschulverwandten
Einrichtung abgeschlossen. Die Vergleichswerte für die gleichaltrigen
Männer lauten 29 Prozent (mindestens Matura), und 8,4 Prozent schlossen
zusätzlich ein Studium ab. Bei der Volkszählung 2001 wurden um 75
Prozent mehr Frauen mit Universitätsabschluss ermittelt als bei der
Zählung 1991. Die Zahl der Frauen mit dem Abschluss einer hochschulverwandten
Lehranstalt stieg um drei Fünftel (61 Prozent). Knapp drei Fünftel
In der Vergangenheit haben viele Frauen ihre Ausbildung nach der Pflichtschule beendet. Daher weist ein noch immer hoher Anteil (41 Prozent der Frauen im Alter von 20 und mehr Jahren; Männer: 22 Prozent) keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Abschluss auf. Große Unterschiede bestehen auch im Bereich der mittleren Berufsausbildung: Knapp jede vierte 20- und mehrjährige Frau (24 Prozent) verfügt über einen Lehrabschluss. Nach Abschluss der Pflichtschule wechseln aber traditionell mehr junge Männer als Frauen in eine Lehrlingsausbildung, so dass diese Bildungsebene für fast die Hälfte (49 Prozent) der gleichaltrigen Männer die höchste Ausbildung darstellt. Umgekehrt wurde eine Berufsbildende mittlere Schule (Fachschule) als höchste absolvierte Ausbildung von 16,5 Prozent der Frauen im Alter von 20 und mehr Jahren, jedoch nur von 7,3 Prozent der gleichaltrigen Männer angegeben.
Ausbildungen, die nicht im Rahmen der Schulorganisationsgesetze geregelt sind, werden bei der Volkszählung nicht als „höchste abgeschlossene Ausbildung“ erfasst. Daher bilden die Daten zum Bildungsstand der Bevölkerung auch nicht jene Qualifikationen, die Personen in Kursen und Lehrgängen der beruflichen Weiterbildung, am Arbeitsplatz oder im Selbststudium erworben haben, ab. Personen, die zu ihrer Ausbildung keine Angaben gemacht haben, wurden der Kategorie „Pflichtschule“ zugeordnet.