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Gestorbene

Langfristiger Trend

Die Zahl der Gestorbenen lag in den 1980er und 1990er Jahren bei Ø 85.000 pro Jahr. Im Jahr 2004 wurde mit 74.292 die bisher geringste Gestorbenenzahl in Österreich registriert. Im Jahr 2005 gab es einen Anstieg auf 75.189, dem 2006 ein Rückgang auf 74.295 Sterbefälle folgte. Seit dem Jahr 2007 stieg die Zahl der Gestorbenen an und betrug 2009 insgesamt 77.381, um 3,1% mehr als 2008 (siehe dazu die nachstehenden methodischen Hinweise).

Aktuelle vorläufige Monatsergebnisse

Vorläufige Monatsergebnisse finden sie in den „Statistischen Übersichten“ oder im Segment "Y8R" der Datenbank ISIS. Vorläufige halbjährliche oder außerordentliche monatliche Ergebnisse finden sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Aktuelle endgültige Jahresergebnisse

Die endgültige Zahl der Gestorbenen betrug 2009 bundesweit 77.381 und war damit um 2.298 oder 3,1% deutlich höher als im Jahr 2008. Die Säuglingssterblichkeitsrate (im 1. Lebensjahr Verstorbene bezogen auf 1.000 Lebendgeborene) lag bei 3,8‰ und somit zum vierten Mal in Folge unter der 4‰-Marke.

Dieser zum Teil methodisch bedingte Anstieg der Sterbefälle bewirkte einen Rückgang der Lebenserwartung bei der Geburt im Ausmaß von 0,2 Jahren bei den Männern bzw. 0,1 Jahren bei den Frauen auf 77,4 Jahre (Männer) bzw. 82,9 Jahre (Frauen) (siehe dazu die Hinweise unter „Methodische Informationen, Definitionen“).

Betrachtet man die Bundesländer, so wurden lediglich im Burgenland (-3,4%) weniger Sterbefälle als im Vorjahr verzeichnet. In allen anderen Bundesländern meldeten die Standesämter mehr Todesfälle. Die deutlichsten Anstiege wurden in Salzburg (+6,2%) registriert, gefolgt von Wien (+4,0%), Vorarlberg (+3,6%), Tirol (+3,5%) und Oberösterreich (+3,2%).

Die Zahl der Lebendgeborenen war im Jahr 2009 um knapp 2,0% unter jener des Vorjahres, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Gestorbenen um 3,1% anstieg. Folglich fiel die Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Gestorbene) erstmals seit einigen Jahren mit -1.037 negativ aus. Die Bundesländer Tirol (+1.261), Vorarlberg (+1.174), Oberösterreich (+1.049), Wien (+822) und Salzburg (+692) konnten wie schon in den Vorjahren Geburtenüberschüsse erzielen. Unverändert negativ blieben die Geburtenbilanzen in Niederösterreich (-2.317), in der Steiermark (-1.905), in Kärnten (-985) und im Burgenland (-828).

Statistische Kuriositäten

Die älteste Frau war bei ihrem Ableben im 110. Lebensjahr und verwitwet. Der älteste Mann war beim Tod im 106. Lebensjahr und ebenfalls verwitwet.

Methodische Informationen, Definitionen

Die Erhebung und Aufarbeitung der Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle erfolgt auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Standesämter monatlich nach dem Ereignisort, die Veröffentlichung nach dem Wohnort. Geburten werden nach dem Wohnort der Mutter, Eheschließungen nach dem gemeinsamen Wohnort des Paares, bei Fehlen eines solchen nach dem Wohnort des Bräutigams und Sterbefälle nach dem letzten Wohnort des Verstorbenen veröffentlicht.

Demographische Ereignisse von in Österreich wohnhaften Personen (Hauptwohnsitz), die im Ausland stattfinden (Geburten, Sterbefälle oder Eheschließungen im Ausland), können von österreichischen Standesämtern derzeit statistisch nur unvollständig erfasst werden. Für die Sterbefälle werden ab dem Berichtsjahr 2009 Informationen aus anderen Datenquellen herangezogen, um im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich statistisch möglichst vollständig zu erfassen (ausführliche Informationen dazu finden sie in einem Artikel der Statistischen Nachrichten). Diese Sterbefälle sind für das Berichtsjahr 2009 erstmals in den publizierten Daten enthalten und verursachen einen Bruch in der Zeitreihe der Gestorbenen sowie aller damit in Zusammenhang stehenden Maßzahlen wie der Lebenserwartung oder der Geburtenbilanz. Der Anstieg der Sterbefälle zwischen 2008 und 2009 um insgesamt 2.298 geht im Ausmaß von 1.121 Sterbefällen auf das Konto dieser nun verbesserten Vollzähligkeit. Ohne methodische Änderung wäre die Zahl der Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr damit lediglich um 1,6% gestiegen. Ab dem Berichtsjahr 2010 ist geplant, Geburten von Frauen mit Inlandswohnsitz, die im Ausland stattfinden, statistisch ebenfalls besser zu erfassen.

In Österreich stattfindende Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle von im Ausland wohnhaften Personen werden zwar erhoben und aufgearbeitet, sind aber in den publizierten Daten nicht enthalten. Ihre Zahl betrug im Jahr 2009 insgesamt 798 Geborene, 858 Gestorbene und 2.021 Eheschließungen.

Als ehelich gilt ein Kind, dessen Eltern zu irgendeinem Zeitpunkt während der Schwangerschaft verheiratet waren. Vorläufige Ergebnisse informieren über die in bzw. bis zu einem bestimmten Monat von den Standesämtern übermittelten Informationen. Endgültige Ergebnisse sind auf Vollständigkeit geprüft und ordnen die Geburten eines Jahres dem jeweiligen Ereignisdatum zu.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: GestorbeneHTMLPDFXLS
Gestorbene und Säuglingssterblichkeit seit 1946HTMLPDFXLS
Gestorbene seit 1991 nach BundesländernPDFXLS
Gestorbene seit 2001 nach Altersgruppen, Familienstand und GeschlechtHTMLPDFXLS
Säuglingssterblichkeit seit 2001 nach Lebensdauer und BundesländernPDFXLS
Gestorbene seit 2001 nach Ereignismonaten und BundesländernPDFXLS
Säuglingssterblichkeit seit 1946 nach der LebensdauerHTMLPDFXLS
Grafik(en):
Gestorbene und Sterberate seit 1951GIF
Lebenserwartung bei der Geburt und fernere Lebenserwartung 60-Jähriger seit 1971GIF
Säuglingssterblichkeit nach der Lebensdauer seit 1951GIF
Thematische Karte(n):
Lebenserwartung bei der Geburt 1998/2004 nach Politischen BezirkenPDFGIF
Sterblichkeit: Todesursachen insgesamt 1998/2004 nach Politischen BezirkenPDFGIF