Die Bevölkerungsstatistik liefert Ergebnisse über
Zahl und Struktur (Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit) der österreichischen
Bevölkerung. Dazu kommen Statistiken zu den einzelnen Komponenten,
welche die Größe und Struktur der Bevölkerung laufend verändern,
also über Geburten, Sterbefälle und Wanderungen (Migration). Daten
über Einbürgerungen sowie über Eheschließungen und Scheidungen ergänzen
das System der Bevölkerungsstatistik. Die genannten Statistiken sind
in jedem Fall auf Ebene der Bundesländer verfügbar, meist auch für
kleinere Verwaltungseinheiten (NUTS
Aufgabe der Bevölkerungsstatistik ist es weiters, auf Grundlage dieser Daten Maßzahlen und Indikatoren zu berechnen, die weiterführende Interpretationen und demographische Analysen erlauben. Beispiele für solche Maßzahlen sind etwa die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau, die Scheidungsrate oder die Lebenserwartung, die sich aus der Berechnung von Sterbetafeln ergibt.
Neben den personenbezogenen Statistiken umfasst die Bevölkerungsstatistik auch Daten zu Haushalten und Familien, also über die Häufigkeit von Einpersonen-Haushalten, bestimmter Familienformen etc. Eine Sonderstellung nimmt generell die Volkszählung ein. Sie ist eine umfassende Erhebung der Bevölkerung und liefert daher nicht nur Ergebnisse zu bevölkerungsstatistischen Sachverhalten im engeren Sinn sondern auch über viele sozial-, bildungs- und erwerbsstatistische Themen.
Einen wesentlichen Bestandteil des bevölkerungsstatistischen Systems bilden schließlich Prognosen. Neben regional differenzierten Bevölkerungsprognosen zählen dazu auch Haushalts- und Familienprognosen sowie Prognosen über die Zahl der Erwerbspersonen.