Hier können Sie Daten
zum Thema „Bevölkerungsprognosen“
für Österreich und die Bundesländer interaktiv abfragen!
Die Datenbank „Bevölkerungsprognosen“ beinhaltet einerseits Jahresdurchschnitte seit 1952 sowie Prognosewerte nach 10 Prognosevarianten bis zum Jahr 2075. Die Hauptvariante der Prognose ist als Defaultwert eingestellt, falls keine andere Variante ausgewählt wird. Diese Datenbank beinhaltet auf regionaler Ebene neben Österreich die 9 Bundesländer. Weiters sind die Daten ebenfalls nach 15-jähigem, 5-jährigem und 1-jährigem Alter sowie Geschlecht gegliedert abrufbar.
Nach den Ergebnissen der neuesten
Prognose der STATISTIK AUSTRIA wird die Bevölkerung Österreichs auch
in Zukunft weiterhin stark wachsen, und zwar bis 2030 auf 9 Mio. und
danach auf 9,5 Mio. im Jahr 2050. Die Altersstruktur verschiebt sich
deutlich hin zu den älteren Menschen. Stehen derzeit 23% der Bevölkerung
im Alter von 60 und mehr Jahren, so werden es mittelfristig (2020) rund
26% sein, langfristig (ca. ab 2030) sogar mehr als 30%. Die Absolutzahl
der über 75-jährigen Menschen steigt bis 2030 von dzt.
Die stärksten Bevölkerungszunahmen haben bedingt durch die Zuwanderung die Bundesländer Wien und Niederösterreich zu erwarten. In den beiden westlichsten Bundesländern Vorarlberg und Tirol sowie im Burgenland wächst die Bevölkerungszahl ähnlich stark wie im Bundestrend. In Oberösterreich, Salzburg und in der Steiermark fällt das Bevölkerungswachstum unterdurchschnittlich stark aus. Nur im südlichsten Bundesland Kärnten stagniert die Bevölkerungszahl und dürfte künftig sogar geringfügig unter dem derzeitigen Niveau liegen. Der Alterungsprozess wird im Wesentlichen alle Bundesländer betreffen, allerdings mit unterschiedlicher Intensität. Wien wird sich in Zukunft zum demographisch jüngsten Bundesland Österreichs entwickeln.
Unter der Annahme, dass die durchschnittliche
Kinderzahl vorerst konstant bleibt und mittelfristig wieder leicht steigt,
wird sich der langfristige Rückgang der Geburtenzahlen in Zukunft nicht
fortsetzen. Die jährlichen Geburtenzahlen sind bereits
seit der Jahrhundertwende relativ konstant. Dies ist auch eine Folge
der Zuwanderung nach Österreich, welche die Elterngenerationen verstärkt.
Die Geburtenzahlen werden sich demnach künftig zwischen jährlich
Auf der anderen Seite ist trotz steigender
Lebenserwartung mit einer deutlichen Zunahme der Sterbefälle zu rechnen.
Dies ist eine unmittelbare Folge des Alterungsprozesses der Bevölkerung.
Seit der Jahrhundertwende rücken stärker besetzte Jahrgänge in höhere
Alter vor und sind somit höheren Mortalitätsrisken ausgesetzt. In
den Jahren 2004 und 2006 wurden mit
Demgemäß wird in den nächsten 20
Jahren noch mit leicht positiven Geburtenbilanzen zu rechnen
sein. 2008 überwogen die Geburten die Sterbefälle mit
2008 betrug der Wanderungsgewinn Österreichs
(Saldo aus Zu- und Wegzügen) rund
Österreich hatte 2008 im Jahresdurchschnitt
eine Bevölkerung von 8,34 Mio. Personen. In Zukunft ist aufgrund der
Entwicklung von Geburten, Sterbefällen und Wanderungen wie auch in
der Vergangenheit mit weiteren Bevölkerungszuwächsen zu rechnen. Die
jährlichen Wachstumsraten werden auch in Zukunft über drei Promille
betragen. Dies bedeutet, dass die Bevölkerung Österreichs bis zum
Jahr 2015 auf 8,57 Mio.
Während die Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten wächst, verändert sich parallel dazu auch die Altersstruktur. Die Zahl der unter 15-jährigen Kinder und Jugendlichen sinkt in den nächsten Jahren, ihr Anteil geht langfristig stark zurück. Die Bevölkerung im Alter von über 60 Jahren wird hingegen zahlen- und anteilsmäßig stark an Gewicht gewinnen. Die Bevölkerung im Erwerbsalter von 15 bis unter 60 Jahren wird in den kommenden Jahren vor allem durch Zuwanderung noch leicht anwachsen, langfristig aber wieder sinken.
Im Jahr 2008 lebten in Österreich
1,27 Mio. unter 15-jährige Kinder
(15,2% der Gesamtbevölkerung). Infolge der niedrigeren Geburtenzahlen
im 21. Jahrhundert als noch in der 2. Hälfte der 1990er Jahre wird
die Zahl der unter 15-Jährigen in den nächsten Jahren noch zurückgehen.
Bis zum Jahr 2013 wird sie auf 1,22 Mio.
Im Jahr 2008 standen 5,19 Mio. Personen
im Erwerbsalter zwischen 15 und 60
Jahren. Bis 2015 wird das Erwerbspotenzial noch leicht auf 5,28
Mio. Personen
Kräftige Zuwächse sind hingegen
bei der über 60-jährigen Bevölkerung
zu erwarten. Seit der Jahrhundertwende, aber auch in Zukunft, treten
immer stärker besetzte Generationen ins Pensionsalter über. In der
jüngeren Vergangenheit waren dies die starken Geburtsjahrgänge um
1940, künftig werden es dann die Baby-Boom-Jahrgänge der späten 1950er-
und der 1960er-Jahre sein. Auch werden mehr Menschen als früher ein
höheres Alter erreichen. Einerseits ist dies durch den kontinuierlichen
Anstieg der Lebenserwartung bedingt, andererseits rücken aber auch
von Kriegsverlusten unversehrt gebliebene Männergenerationen in höhere
Alter nach. Somit wird die Zahl der über 60-Jährigen im Jahr 2015
mit 2,07 Mio. um 10% größer sein als 2008 (1,88 Mio.). Bis 2030 steigt
ihre Zahl auf 2,81 Mio.
Noch stärker verändern sich künftig
Zahl und Anteil der über 75-jährigen Bevölkerung.
Diese Bevölkerungsgruppe umfasste 2008 noch
Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung nimmt bis 2050 um 5,8 Jahre zu, von derzeit 41,1 Jahre (2008) auf 46,9 Jahre (2050). Während das Durchschnittsalter der Männer von 39,6 auf 45,6 Jahre steigt, nimmt das Durchschnittsalter der Frauen von 42,5 auf 48,1 Jahre zu. Um 1970 lag das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung noch bei 36,1 Jahren, und war somit um genau 5 Jahre niedriger als derzeit.
Während die Bevölkerung des gesamten Bundesgebietes in den nächsten Jahrzehnten stark wächst, werden regional unterschiedliche Entwicklungen erwartet. Überdurchschnittlich starkes Bevölkerungswachstum wird für Wien und Niederösterreich prognostiziert. Kärnten wird hingegen langfristig mit geringen Bevölkerungsverlusten zu rechnen haben. Die künftigen Bevölkerungsentwicklungen des Burgenlandes sowie von Vorarlberg und Tirol entsprechen grosso modo dem Bundestrend. Das Bevölkerungswachstum Salzburgs und Oberösterreichs sowie der Steiermark fällt hingegen unterdurchschnittlich stark aus.
Das Burgenland wird laut mittlerer
Variante der Bevölkerungsvorausschätzung künftig steigende Bevölkerungszahlen
zu verzeichnen haben. Bis 2015 wächst die Bevölkerung um 2%, bis 2030
um 9% und bis 2050 schließlich um 15%. Grund dafür sind die Wanderungsgewinne
und zwar in erster Linie jene gegenüber den anderen Bundesländern
Österreichs. Demnach wächst die Bevölkerungszahl des östlichsten
Bundeslandes zwischen 2008 und 2050 von
Kärntens Bevölkerungszahl wird mittelfristig
relativ konstant bleiben, langfristig aber etwas niedriger sein als
derzeit. Die internationale Zuwanderung kann die Binnenwanderungsverluste
und die negativen Geburtenbilanzen nicht kompensieren. Der Rückgang
erreicht bis 2050 rund 1% des Ausgangsbestandes und wird dann
Niederösterreich wird in den kommenden Jahren infolge der verstärkten Zuwanderung weiter stark an Bevölkerung gewinnen und von 1,60 Mio. (2008) bis 2050 um ein gutes Fünftel (21%) auf 1,94 Mio. anwachsen. Auf Niederösterreich entfällt damit neben der Bundeshauptstadt Wien das zweithöchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer.
Das prognostizierte Bevölkerungswachstum Oberösterreichs wird hingegen
unter dem Bundestrend bleiben. Die Bevölkerungszahl wird von 1,41 Mio.
(2008) auf 1,50 Mio. im Jahr 2030
Auch die Bevölkerung Salzburgs wird in Zukunft
wachsen. Derzeit leben im Land
Für die Steiermark werden ebenfalls
Bevölkerungszunahmen prognostiziert, die aber nur etwa halb so stark
ausfallen wie im Bundestrend. Bis 2030 steigt die Einwohnerzahl von
dzt. 1,21 Mio. auf 1,25 Mio.
Tirol wird weiterhin stärkere Bevölkerungszuwächse
verzeichnen, die dem Bundestrend entsprechen. Die Bevölkerungszahl
wird hier von
Auch Vorarlberg wird bis 2050
wachsen. Derzeit leben im westlichsten Bundesland
Wien wird auch nach dieser neuen Prognose
künftig das stärkste Bevölkerungswachstum aller neun Bundesländer
aufweisen und sich zum Bundesland mit der jüngsten Bevölkerungsstruktur
entwickeln. Grund dafür ist die starke Zuwanderung: Rund 37% der Zuwanderer
siedeln sich in der Bundeshauptstadt an. Auch hat Wien schon längere
Zeit nicht mehr die niedrigsten Geburtenzahlen aller Bundesländer,
sondern liegt seit einigen Jahren im Bundesschnitt. So wächst die Bevölkerung
von 1,68 Mio. (2008) bis 2015 auf 1,76 Mio.
Analog zum gesamten Bundesgebiet wird auch die Bevölkerung in allen neun Bundesländern stark altern. Allerdings sind im Alterungsprozess regionale Unterschiede zu beobachten. So werden die Anteile der über 60-Jährigen auch zukünftig im Osten und Süden Österreichs höher sein als im Westen. Eine deutliche Ausnahme in der Ostregion bildet die Bundeshauptstadt Wien, wo der Anteil der älteren Menschen von dzt. 22,3% nur auf 26,6% (2030) und bis 2050 bloß auf 28,8% steigen dürfte. Das wäre zu diesem Zeitpunkt der niedrigste Anteil über 60-Jähriger aller Bundesländer, deren Wert sonst deutlich über 30% liegen wird.
Ein etwas anderes Bild zeigt sich
bei der Betrachtung der Absolutveränderungen der über 60-jährigen
Bevölkerung. Hier sind die stärksten Zuwächse im Westen Österreichs
zu erwarten. In Vorarlberg
Die Zahl der unter 15-jährigen Kinder
wird langfristig nicht überall sinken. In Wien wird die Kinderzahl
zuwanderungsbedingt sogar deutlich ansteigen, von
Die Zahl des erwerbsfähigen Teils der Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 60 Jahren steigt vorerst in allen Bundesländern außer Kärnten noch an. Mittel- und längerfristig haben jedoch nur Wien und Niederösterreich mit stärkeren Zuwächsen zu rechnen. In der Bundeshauptstadt wird das Erwerbspotenzial bis 2050 von dzt. 1,06 Mio. um 9% auf 1,16 Mio. zunehmen.
Der Anteil der Personen im Alter zwischen 15 und 60 Jahren lag 2008 zwischen 60,9% (Niederösterreich) und 63,3% (Wien). Bis 2030 sinken die Extrem-Anteile auf 51,7% (Kärnten) bis 58,4% (Wien) und bis 2050 schließlich auf 49,3% bis 56,6%, wobei die Untergrenze vom Burgenland und die Obergrenze wiederum von Wien gebildet werden.
Die Einwohnerzahl in den Städten und insbesondere in deren Umlandgebieten wird deutlich steigen, wobei der Großraum Wien besondere Dynamik zeigt. Strukturschwache, schwerer erreichbare Regionen werden hingegen an Bevölkerung verlieren.
Österreichs Bevölkerung altert – das gilt für alle Regionen, allerdings zeigen sich im Detail doch eine Reihe von Unterschieden: Wo die Bevölkerung in erster Linie durch Zuwanderung steigt, wird die Alterung nicht so massiv ausfallen wie in Regionen mit Bevölkerungsrückgang. Im Großraum Wien ist sogar mit einer Zunahme an Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 19 Jahren zu rechnen. In abgeschwächtem Ausmaß gilt dies auch für einige andere Landeshauptstädte (Graz, Linz).
Die über 65-Jährigen werden zahlenmäßig als einzige Altersgruppe in Zukunft flächendecken zulegen. Dabei spielt weniger die steigende Lebenserwartung eine Rolle, sondern in erster Linie der Übertritt der starken Baby-Boom-Jahrgänge der frühen 1960-er Jahre ins Pensionsalter.