Nicht-Erwerbspersonen

Im 3. Quartal 2011 wurden im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 3.929.700 Nicht-Erwerbspersonen aller Altersgruppen ermittelt (2.230.800 Frauen, 1.698.900 Männer). Diese Zahl bezog sich auf die in Privathaushalten lebende Bevölkerung aller Altersgruppen und umfasst jene Personen, die nach dem internationalen Labour Force-Konzept weder erwerbstätig noch arbeitslos waren. Den Großteil der Nicht-Erwerbspersonen stellten mit 1.702.400 Personen Pensionistinnen und Pensionisten dar, gefolgt von den Kindern unter 15 Jahren (1.226.000). Weitere 355.700 Personen ab 15 Jahren befanden sich noch in Ausbildung und 368.300 Personen waren ausschließlich im Haushalt tätig. 92.100 Personen waren Arbeitslose, die nicht den Kriterien des Labour Force-Konzepts entsprachen und daher zu den Nicht-Erwerbspersonen gezählt wurden. 35.100 Personen befanden sich im 3. Quartal 2011 in Elternkarenz (ohne aufrechtem Dienstverhältnis). 98.500 Personen waren dauerhaft arbeitsunfähig, weitere 51.600 Personen konnten sich keiner der genannten Gruppen zuordnen.

Deutliche Unterschiede ließen sich nach dem Geschlecht erkennen: Ausschließlich haushaltsführende Personen waren fast nur Frauen (358.300). In Pension befanden sich ebenfalls weit mehr Frauen als Männer (928.300 gegenüber 774.100), zurückzuführen auf die höhere Lebenserwartung und das niedrigere Pensionsantrittsalter. Auch bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren bzw. Studentinnen und Studenten überwogen die Frauen (200.100 zu 155.600).

1.361.900 Nicht-Erwerbspersonen waren zwischen 15 und 64 Jahren alt, sechs von zehn davon sind Frauen (852.000; 509.800 Männer). Im Vergleich zum 3. Quartal 2010 ist die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen in diesem Alter gestiegen (+15.200). Bei Personen mittleren Alters (25 bis 54 Jahre) war die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen erwartungsgemäß am niedrigsten.

Im Jahresdurchschnitt 2010 wurden insgesamt 3.975.000 Nicht-Erwerbspersonen aller Altersgruppen ermittelt (1.721.900 Männer, 2.253.100 Frauen). Im Alter von 15 oder mehr Jahren betrug deren Zahl 2.736.700 Personen (1.087.500 Männer, 1.649.200 Frauen), bei den 15- bis 64-Jährigen 1.397.200 (532.900 Männer, 864.200 Frauen). Als komplementäre Größe zu den Erwerbspersonen sank die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen in den letzten Jahren, wobei der Anstieg von 2003 auf 2004 zum Teil auf die erhebungsbedingte Umgestaltung des Mikrozensus zurückzuführen ist. Innerhalb des letzten Jahres war ein Anstieg von 15.400 Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren zu erkennen.

Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert.

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Nicht-Erwerbspersonen nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), Geschlecht und ihrem Lebensunterhalt seit 1995HTMLPDFXLSX
Nicht-Erwerbspersonen (15+ Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) ab 15 Jahren und dem Alter seit 1995HTMLPDFXLSX
Nicht-Erwerbspersonen (Lebensunterhaltskonzept) nach ihrem Lebensunterhalt seit 1995HTMLPDFXLSX
Nicht-Erwerbspersonen (internationale Definition) mit grundsätzlichem Arbeitswunsch und kurzfristiger Verfügbarkeit (Stille Arbeitsmarktreserve) nach ausgewählten Merkmalen - Jahresdurchschnitt 2010HTMLPDFXLSX


Anteil der Nicht-Erwerbspersonen, Jahresdurchschnitt 2010


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