Erwerbsstatus

Im 3. Quartal 2011 wurden im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung nach internationalem Labour Force-Konzept 4.361.000 Erwerbspersonen ermittelt. Diese stellen die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitslosen dar und spiegeln, wenn man die Arbeitslosigkeit als kurzfristige Unterbrechung der Erwerbstätigkeit betrachtet, jene Bevölkerungsgruppe wider, die sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt. Die Zahl der Erwerbstätigen betrug im 3. Quartal 2011 4.200.200 Personen, jene der Arbeitslosen 160.700. Demgegenüber standen als Komplementärgröße 2.703.700 Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 oder mehr Jahren. Im Vergleich zum 3. Quartal 2010 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 52.800 an, gegenüber dem 2. Quartal 2011 zeigt sich eine Zunahme um 59.000 Erwerbstätige. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 30.300 niedriger als im Vorjahr. Die Zahl der männlichen Erwerbspersonen betrug im 3. Quartal 2011 2.343.400 Personen, jene der weiblichen 2.017.500; gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl bei den Frauen um 13.000 und bei den Männern um 9.500 an.

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen, d.h. der Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung dieser Altersgruppe, belief sich im 3. Quartal 2011 auf 75,9% und ist somit gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gesunken (-0,1 Prozentpunkte). Die Erwerbsquote der Männer lag mit 81,8% beträchtlich über jener der Frauen mit 70,0%.

Beim Lebensunterhaltskonzept, welchem eine Selbstzuordnung der Respondentinnen und Respondenten zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugrunde liegt, fiel die Zahl der Erwerbspersonen deutlich geringer aus. Nach dieser Berechnungsmethode nahmen im 3. Quartal 2011 4.189.100 Personen am Erwerbsleben teil bzw. strebten dies an, dies sind um 172.000 Personen weniger als nach dem international üblichen Labour Force-Konzept. Diese – je nach Berechnungsart – unterschiedliche Zahl ist teilweise durch die hohe Anzahl an geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen nach dem Labour Force-Konzept bedingt.

Im Jahresdurchschnitt 2010 betrug die Zahl der Erwerbspersonen nach dem Labour Force-Konzept insgesamt 4.284.600 Personen (2.302.200 Männer, 1.982.400 Frauen). Innerhalb des letzten Jahrzehntes stieg diese Zahl kontinuierlich an. Der leichte Rückgang von 2003 auf 2004 und die deutliche Zunahme im Folgejahr sind zum Teil auf die erhebungsbedingte Umgestaltung des Mikrozensus zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte bei den Erwerbspersonen ein gleichbleibender Wert verzeichnet werden. 4.096.000 Personen waren 2010 erwerbstätig, dies sind um etwa 410.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung geht fast ausschließlich auf das Konto der weiblichen Erwerbstätigen, deren Zahl sich seit 2000 beträchtlich erhöhte. Die Zahl der Arbeitslosen bewegt sich auf einem höherem Niveau wie vor zehn Jahren und betraf im Jahr 2010 188.200 Personen; gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Rückgang von 16.000 Personen. Die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen ab 15 Jahren ergab 2010 2.736.700 Personen.

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen betrug 2010 75,1%, jene der Männer 80,9% und der Frauen 69,3%. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern entwickelte sich in den letzten Jahren unterschiedlich. Bei den Männern betrug die Erwerbsquote im Jahr 2000 79,9% und liegt nun geringfügig darüber (80,9%). Bei den Frauen ließ sich hingegen eine Zunahme von 7,5 Prozentpunkten erkennen, welche vor allem auf Frauen mittleren Alters zutraf.

Nach dem Lebensunterhaltskonzept gab es im Jahr 2010 4.166.000 Erwerbspersonen und 2.855.300 Personen ab 15 Jahren mit einem sonstigen Lebensunterhalt. Die Entwicklung innerhalb des letzten Jahrzehntes verlief ähnlich wie nach dem Labour Force-Konzept. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen erhöhte sich von 1.529.900 im Jahr 2000 auf 1.786.000 2010.

Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Bis 2003 zählen als Erwerbstätige Personen mit einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von mindestens 12 Stunden, einschließlich Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis; ab 2004 ausschließlich Selbstzuordnung. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener.

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Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) bzw. Lebensunterhaltskonzept und Geschlecht seit 1995PDFXLSX
Lebensunterhalt der Bevölkerung nach Geschlecht seit 1995PDFXLSX
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Alter 2010HTMLPDFXLSX
Lebensunterhalt der Bevölkerung nach dem Alter 2010HTMLPDFXLSX
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und höchster abgeschlossener Schulbildung 2010HTMLPDFXLSX
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Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour-Force-Konzept) und dem Bundesland, 3. Quartal 2011HTMLPDFXLSX


Erwerbsstatus der Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren 2010


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