Tourismus – Beherbergungs- und Gaststättenwesen

Zur_interaktiven_DB_button

Zur_interaktiven_DB_button     Hier können Sie alle Daten zu diesem Thema interaktiv abfragen!

zum_online_atlas_button

zum_online_atlas_button     Hier finden Sie den Zugang zu den interaktiven Kartogrammen. 

Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“ PDF, 298KB).

Das Kapitel Tourismus – Beherbergung und Gastronomie beinhaltet zahlreiche Wirtschaftsdaten (wie z.B. Strukturdaten, Kennzahlen und Indizes) im Jahresverlauf, welche gemeinsam einen Überblick über die österreichische Tourismusbranche samt Struktur- und Konjunkturverlauf der heimischen Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe liefern. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Ein Blick auf das Wirtschaftswachstum zeigt, dass die Zuwächse von 2015 (+1,7%) weiter gesteigert werden konnten. Für das Berichtsjahr 2016 ergab sich für den Bereich Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) ein Wachstum von 2,5%. Im Jahr 2015 setzten die 47.317 Beherbergungs- und Gastronomieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitt I) mit knapp über 297.000 Beschäftigten rund 18,0 Mrd. Euro um. Allein in der Gastronomie (ÖNACE 2008: Abteilung 56) waren rund 184.100 Personen im Jahresdurchschnitt tätig, während in der Beherbergung (ÖNACE 2008: Abteilung 55) im Jahresdurchschnitt nur rund 113.100 Personen beschäftigt waren. Die Zahl der Arbeitslosen stieg nach einem Rückgang im Jahr 2015 (-2,5%) im Jahr 2016 deutlich um +23,7%. Von 1995 bis 2006 stiegen die geleisteten Arbeitsstunden von 410,1 Mio. Stunden auf 485,3 Mio. Stunden (+18%) im Jahr 2006. In den folgenden Jahren (2007 -2015)schwankte die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden zwischen 484,8 Mio. Stunden (2007) und 494,4 Mio. Stunden (2008). Mit 506,6 Mio. geleisteten Arbeitsstunden wurde 2016 erstmals die 500 Mio. Stunden-Grenze überschritten.

Während es im Jahr 2009 erstmals seit 2004 zu Umsatzrückgängen im Bereich Beherbergung und Gastronomie kam, ist seit dem Jahr 2010 laut Umsatzindex (ÖNACE 2008: Abschnitt I) ein Aufwärtstrend erkennbar, der für 2015 ein Plus von 3,7% im Vergleich 2014 aufwies. (2011: +4,7%, 2012: +3,7%, 2013: +3,5% bzw. 2014: +3,7% gegenüber dem Vorjahresergebnis).

Die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen „Beherbergung und Gastronomie“ zeigt sich deutlich bei der Betrachtung der Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges in der Gliederung nach Beschäftigtengrößenklassen (siehe: Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen). 86,1% der Unternehmen arbeiten mit weniger als 10 Beschäftigten. Nur 538 Unternehmen (1,1%) der Beherbergung und Gastronomie arbeiteten mit mindestens 50 Beschäftigten, gleichzeitig sind diese Unternehmen für 26,6% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten des gesamten Bereiches im Jahr 2015 verantwortlich.

Gemäß Welttourismusorganisation (UNWTO) liegt Österreich gemessen an den internationalen Ankünften 2016 im Spitzenfeld (Platz 12 von 156 Staaten) und zählt damit zu den erfolgreichsten Reisedestinationen weltweit. Dies wussten im Jahr 2016 knapp 41,5 Millionen Gäste (+5,2% gegenüber dem Vorjahr) zu schätzen, die unser Land besuchten und insgesamt 140,9 Millionen Urlaubstage hier verbrachten.

Insgesamt stehen in den EU-28 Ländern rund 13,5 Millionen Gästebetten in „Hotels und ähnlichen Betrieben“ zur Verfügung, wobei im Jahr 2016 mit rund 2,3 Mio. Betten Italien an der Spitze steht, gefolgt von Spanien mit 1,9 Mio. und Deutschland mit 1,8 Mio.. In Österreich werden in „Hotels und ähnlichen Betrieben“ rund 600.300 Betten angeboten; Österreich liegt damit hinter Griechenland (801.800 Betten) an sechster Stelle.

Die Ausgaben von Frau und Herrn Österreicher im Rahmen von Reisen ins Ausland (ohne Personentransport) betrugen 2016 rund 10,3 Mrd. Euro, und sind somit im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% gestiegen. Die Einnahmen aus dem Einreiseverkehr (ausländische Gäste in Österreich, ohne Personentransport) erreichten 2016 rund 19,0 Mrd. Euro, das gegenüber 2015 einem Plus von 3,4% entspricht. Die direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus (inkl. Dienst- und Geschäftsreisen) beliefen sich 2016 auf rund 19,7 Mrd. Euro; damit stieg die Wertschöpfung des Tourismus seit 2000 (10,6 Mrd. Euro) um insgesamt 84,8% an.

Die Reiseintensität der Österreicherinnen und Österreicher – d.h. der Anteil an der österreichischen Bevölkerung mit mindestens einer Haupturlaubsreise mit mehr als 4 Nächtigungen – lag im Jahr 2016 bei 59,9% und ist somit gegenüber 2015 (58,8%) gestiegen.

Durchschnittlich waren im Jahr 2015 in Österreich 5,5 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe (ÖNACE 2008: Abschnitt I) pro 1.000 Einwohner zu finden (siehe: Branchendaten nach Bundesländern). Die weitaus höchste Zahl an Betrieben pro 1.000 Einwohner wies das Bundesland Tirol mit 13,0 auf, die wenigsten Wien mit 3,7. Die durchschnittlichen jährlichen Löhne und Gehälter pro unselbständig Beschäftigtem lagen 2015 österreichweit in der Beherbergung und Gastronomie bei rund 18.100 Euro. Im Bundesländervergleich lag hierbei Tirol mit rund 22.600 Euro vorne, gefolgt von Vorarlberg mit rund 21.400 Euro und Salzburg mit rund 20.900 Euro. Die Betriebserlöse pro Beschäftigtem insgesamt betrugen rund 60.900 Euro im Österreichschnitt, wobei Tirol mit ca. 77.100 Euro an der Spitze lag und das Burgenland mit rund 49.300 Euro das Schlusslicht bildete.

Innerhalb der EU28 (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) arbeiteten 2014 (ÖNACE 2008: Abschnitt I) rund 10,8 Mio. Beschäftigte in der Beherbergung und Gastronomie und konnten Umsatzerlöse im Wert von rund 540 Mrd. Euro erwirtschaften. Österreich zählt naturgemäß mit seinen rund. 47.500 Unternehmen und einem Anteil von 2,5% innerhalb der EU28-Länder zu den kleineren Ländern und beschäftigt 2,7% aller in dieser Branche tätigen Beschäftigten (291.000 Beschäftigte insgesamt). Mit 19,3% waren in Deutschland, vor dem Vereinigten Königreich (18,9%), Italien (12,0%) und Spanien mit 11,2% mit Abstand die meisten Personen beschäftigt. Österreich verzeichnete 2014 in der Beherbergung und Gastronomie eine durchschnittliche Zahl von 5,6 Unternehmen pro 1.000 Einwohner (EU28-Durchschnitt 3,7 Unternehmen pro 1.000 Einwohner) sowie Umsatzerlöse pro Beschäftigtem von 58.941 Euro, die damit über dem EU28-Durchschnitt von 48.803 Euro liegen. Gemessen am Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem lag Österreich 2014 mit rund 23.100 Euro deutlich über dem Durchschnitt der EU28 von rund 17.000 Euro.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Beherbergung u. Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) - Ausgewählte Strukturmerkmale nach Beschäftigtengrößenklassen
Beherbergung u. Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen
Eckdaten im Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) für die EU27, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten im Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) nach Bundesländern
Eckdaten in der österreichischen Tourismusbranche seit 1998
Entwicklung ausgewählter Indizes im Bereich Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) seit 2005
Ausgewählte Merkmale des Tourismus (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich

Wirtschaftswachstum in Beherbergung u. Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) 1996 bis 2018 real
Betriebserlöse pro Beschäftigtem und Bruttolöhne und -gehälter je unselbständig Beschäftigtem in der Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) 2017 im regionalen Vergleich
Zahl der Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben 2017 je 1.000 Einwohner EU-28
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich 2016


Thomas Hodel Tel. + 43 (1) 71128-7440

Technischer Support STATcube Tel. + 43 (1) 71128-7378


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr