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Bauwesen

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Dieses Kapitel stellt Ihnen wichtige Wirtschaftsdaten zum Thema Bauwesen (Abschnitt F der ÖNACE 2003) zur Verfügung und umfasst neben dem Hoch- und Tiefbau auch die vorbereitenden Baustellenarbeiten (45.1), Bauinstallationen, das Ausbau- und Bauhilfsgewerbe sowie die Vermietung von Baumaschinen und –geräten. Sie können sowohl Strukturdaten (wie z.B. Zahl der Unternehmen, Umsätze, Beschäftigte), Kennzahlen (z.B. Umsatz pro Beschäftigten, Wirtschaftswachstum) als auch die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren (Produktionsindex, Arbeitskostenindex, Baupreise, Baukosten,…) im Jahresverlauf ab 1995 abrufen. In der rechten Infobox finden Sie unter „Besondere Hinweise zu den Daten“ weiterführende Erläuterungen sowie Informationen über die Aktualität des verfügbaren Datenmaterials.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Das Bauwesen ist eine sehr traditionelle Säule der heimischen Wirtschaft und bietet rund 262.000 Personen in Österreich einen Arbeitsplatz. Die rund 27.000 Unternehmen sind vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert: Mehr als drei Viertel der Unternehmen (21.383 bzw. 79,3%) beschäftigten 2007 weniger als 10 Personen. Hingegen hatten nur 72 Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte.

Das Wirtschaftswachstum im Bau stieg 2008 um 1,8% und fiel damit im Vergleich zum Vorjahr (2007: +6,8%) weitaus geringer aus. Kräftige Fortschritte innerhalb der letzten Jahre gab es hinsichtlich der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bauwesen. So konnte der Anteil der Unternehmen mit Internet-Breitbandanschluss verdoppelt werden, von 31,5% im Jahr 2003 auf 62,8% im Jahr 2008. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten im Bundesländervergleich), so war die höchste Zahl an Baubetrieben 2007 in Niederösterreich angesiedelt (4.884 Betriebe), in denen Betriebserlöse von 5,5 Mrd. Euro erwirtschaftet wurden; gefolgt von Wien (4.488 Betriebe bzw. 6,9 Mrd. Euro) und Oberösterreich (4.277 Betriebe bzw. 6,9 Mrd. Euro). Das Jahresbruttogehalt je unselbständig Beschäftigten lag 2007 im Bau im Österreichschnitt bei 30.892 Euro, wobei in Wien mit 34.096 Euro der Verdienst am höchsten war.

Innerhalb der 27 EU-Staaten (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) waren 2006 rd. 2,9 Mio. Unternehmen im Bauwesen tätig. Diese beschäftigten ca. 14,1 Mio. Arbeitnehmer und erwirtschafteten gemeinsam Umsatzerlöse im Wert von fast 1.553 Mrd. Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 47,8 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigten lag in Europa bei knapp 27.904 Euro, womit Österreich mit 37.302 Euro über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Auch die weiteren strukturellen Wirtschaftsdaten zeigen, dass dem Bauwesen in Österreich eine gewichtige Rolle zukommt. Die Unternehmen des Bauwesens waren im Jahr 2007 etwa zu je einem Drittel im „Hoch und Tiefbau“ einschließlich „Vorbereitende Baustellenarbeiten“ (34,9%), im „Ausbau- und Bauhilfsgewerbe“ (34,7%) sowie in der „Bauinstallation“ (30,4%) tätig. Insgesamt erzielten diese Umsatzerlöse in der Höhe von 34,0 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 13,6 Mrd. Euro. Die Zahl der Arbeitslosen lt. Labour-Force-Konzept betrug im Jahr 2008 im Bau 12.480 Personen -25,7% gegenüber 2007 (2007:-13,0%) und ist damit im Vergleich zu den Jahren seit 1995 zum zweiten Mal in Folge stark gesunken.

Betrachtet man den bauwirtschaftlichen Konjunkturverlauf im Jahresdurchschnitt zeigt sich folgendes Bild: Nachdem die Bauwirtschaft in den letzten Jahren starke Zuwächse verzeichnen konnte, zeigte das Jahr 2008 ein gemischtes Bild. Zwar ergibt sich für den Umsatzindex noch eine Steigerung von 4,9% gegenüber dem Vorjahr, allerdings zeigte der Produktionsindex für das Bauwesen erstmals seit dem Jahr 2001 mit -0,6% eine negative Tendenz auf. Der Auftragseingangsindex wies 2008 mit 3,8% zwar ein Plus auf, dieses fiel allerdings geringer als im Vorjahr (2007:+6,2%) aus. Die Veränderungsraten des Index der geleisteten Arbeitsstunden und der Index der unselbständig Beschäftigten beliefen sich zuletzt auf 0,6% bzw. -1,0% im Jahresdurchschnitt 2008 gegenüber 2007. Trotz der kontinuierlichen Abnahme der Baukostenindexwerte aufgrund fallender Rohstoffpreise seit September 2008 konnten die Jahreskostensteigerungen insgesamt gesehen nicht mehr kompensiert werden und führten sogar - gleich wie im Jahr 2004 - zur höchsten Jahresveränderungsrate von 5,2% seit der Berechnung der Indizes mit dem Basisjahr 1990.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Tabelle(n):
Bauwesen - ausgewählte Strukturmerkmale 2007 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLS
Bauunternehmen - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen 2007 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLS
Eckdaten im Bauwesen für die EU27, Österreich und Nachbarländer: 2006 und Entwicklung seit 2000HTMLPDFXLS
Eckdaten im Bauwesen nach Bundesländern 2007HTMLPDFXLS
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich 2007 in %HTMLPDFXLS
Entwicklung ausgewählter Bauindizes seit 1995HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Wirtschaftswachstum im Bauwesen (ÖNACE-Abschnitt F) 1995 bis 2008 realGIF
Anteil der Sparten des Bauwesens 2007 an der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten und den UmsatzerlösenGIF
Ausgewählte Indizes für das Bauwesen 1996 bis 2008: Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, AuftragseingangsindexGIF
Entwicklung des Baupreis- und Baukostenindex für die Bausparte Wohnhaus- und Siedlungsbau 1995 bis 2008GIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bauwesen (NACE F) im europäischen VergleichGIF
Weitere Informationen:
Bau - Jahresanalyse 2005PDF