9.247-216/08
Wien, 2008-11-10 – Die vorläufige
Geburtenzahl stieg in Österreich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2008 gegenüber dem gleichen
Vorjahreszeitraum um 2,5% auf 57.657; unter Berücksichtigung des heurigen
Schaltjahres liegt der bereinigte Anstieg bei 2,1%. Die Unehelichenquote
(Anteil der unehelich geborenen Kinder an allen Lebendgeborenen) erhöhte
sich von 38,0% auf 38,7%. Laut Statistik Austria kamen im Jahresverlauf in allen Bundesländern mehr Babys zur Welt.
Am deutlichsten war der Anstieg der Geburtenzahlen von Jänner bis September
2008 in Vorarlberg (+5,0%), gefolgt von Wien (+3,4%), Niederösterreich
(+2,9%) und dem Burgenland (+2,5%). In den Bundesländern Oberösterreich
(+2,4%), Kärnten (+1,9%), Tirol (+1,5%), Salzburg (+1,3%) und der Steiermark
(+1,2%) wurden jeweils unter dem Bundesdurchschnitt liegende Geburtenanstiege
verzeichnet. In Kärnten war im genannten Zeitraum traditionell der
Anteil nicht-ehelich
geborener Kinder mit 52,1% am höchsten, in Wien mit 29,5% am niedrigsten.
| Wohnbundesland | Lebendgeborene
im September 2008 | Jänner-September
2008 |
|---|
| insgesamt | Veränderung
in %1) | ehelich | unehelich | Unehelichenquote2) | insgesamt | Veränderung
in %3) |
|---|
|
Burgenland | 197 | -3,4 | 129 | 68 | 34,5 | 1.683 | 2,5 |
|---|
| Kärnten | 399 | -1,2 | 191 | 208 | 52,1 | 3.500 | 1,9 |
|---|
| Niederösterreich | 1.266 | 14,7 | 830 | 436 | 34,4 | 10.474 | 2,9 |
|---|
| Oberösterreich | 1.259 | 13,0 | 763 | 496 | 39,4 | 10.080 | 2,4 |
|---|
| Salzburg | 434 | 14,5 | 260 | 174 | 40,1 | 3.744 | 1,3 |
|---|
| Steiermark | 943 | 12,3 | 512 | 431 | 45,7 | 7.618 | 1,2 |
|---|
| Tirol | 617 | 7,7 | 365 | 252 | 40,8 | 5.016 | 1,5 |
|---|
| Vorarlberg | 325 | 13,2 | 224 | 101 | 31,1 | 2.867 | 5,0 |
|---|
| Wien | 1.518 | 11,6 | 1.070 | 448 | 29,5 | 12.675 | 3,4 |
|---|
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| September 2008 bzw. Jänner-September 2008 | 6.958 | 11,1 | 4.344 | 2.614 | 37,6 | 57.657 | 2,5 |
|---|
| September
2007 bzw. Jänner - September 2007 | 6.265 | ... | 3.896 | 2.369 | 37,8 | 56.247 | ... |
|---|
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Die vorläufige Zahl der im September 2008 lebend geborenen Kinder war mit 6.958 um 693
oder 11,1% höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres (6.265). Die
Entwicklung der Geburtenzahlen in den Bundesländern war im beobachteten
Monat sehr unterschiedlich, ist allerdings aufgrund der teilweise geringen
Fallzahlen nur bedingt interpretierbar. Die höchste Zunahme an Geburten
wurde mit +14,7% in Niederösterreich registriert, während im Burgenland
mit -3,4% das höchste Geburtenminus verzeichnet wurde.
In den letzten zwölf Monaten (Oktober
2007 – September 2008) war die vorläufige Summe der in Österreich
zur Welt gekommenen Babys mit 76.362 um 803 oder 1,1% höher als in
der vorangegangenen Zwölfmonatsperiode (Oktober 2006 – September
2007: 75.559) und damit erstmals seit fast drei Jahren wieder positiv
im betrachteten Zeitraum. Die Zahl der in Österreich unehelich geborenen
Kinder stieg seit Oktober 2007 von 28.664 auf 29.521, während die der
ehelich Geborenen von 46.895 auf 46.841 sank. Dies erhöhte die Unehelichenquote
im Zwölfmonatsabstand von 37,9% auf 38,7%.
| Methodische Informationen, Definitionen: Die Erhebung und Aufarbeitung
der Geburten erfolgt nach dem Ereignisort auf Basis der monatlichen
Meldungen der rund 1.400 Standesämter, die Veröffentlichung nach dem
Wohnort der Mutter. Geburten von in Österreich wohnhaften Frauen, die
im Ausland stattfinden, sind nicht erfasst. In Österreich stattfindende
Geburten von im Ausland wohnhaften Frauen werden zwar erhoben und aufgearbeitet,
sind aber in den publizierten Daten nicht enthalten. Als ehelich gilt
ein Kind, dessen Eltern zu irgendeinem Zeitpunkt während der Schwangerschaft
verheiratet waren. Vorläufige Ergebnisse informieren über die in bzw.
bis zu einem bestimmten Monat von den Standesämtern übermittelten
Informationen. Endgültige Ergebnisse sind auf Vollständigkeit geprüft
und ordnen die Geburten eines Jahres dem jeweiligen Ereignismonat zu.
Die endgültigen Ergebnisse eines Berichtsjahres werden im Mai des Folgejahres
publiziert. |
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Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Bevölkerung,
Statistik Austria:
Anita Höfner, Tel. (01) 71128-7275 bzw. anita.hoefner@statistik.gv.at
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