Pressemitteilung: 11.727-038/18

Kfz-Bestand nahm 2017 um 1,8% auf 6,77 Mio. zu; Zahl der Pkw stieg auf 4,90 Mio.

Wien, 2018-02-26 – Rund 6,77 Mio. Kraftfahrzeuge (Kfz) waren laut Statistik Austria zum Stichtag 31.12.2017 in Österreich zum Verkehr zugelassen, um 1,8% oder 116.891 Fahrzeuge mehr als ein Jahr zuvor (2016: +1,7%). Auf Personenkraftwagen (Pkw), die anteilsmäßig wichtigste Fahrzeugart (72,3%), entfielen rund 4,90 Mio. Fahrzeuge, um 1,6% mehr als noch zum Vorjahresstichtag.

Bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen wurden 460.174 Fahrzeuge (+0,8%), bei Lastkraftwagen der Kl. N1 (Lkw; bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht) 403.984 (+4,2%), bei Lkw Kl. N2 (3,5 t bis 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht) 11.271 (-2,6%), bei Lkw Kl. N3 (über 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht) 41.653 (+1,6%) und bei Sattelzugfahrzeugen 17.870 (+6,1%) gemeldet. Bei den einspurigen Fahrzeugen waren 518.394 Motorräder (+3,2%) und 275.912 Motorfahrräder (-0,4%) zum Verkehr zugelassen.

Niederösterreich mit dem höchsten Kfz-Bestand

In Niederösterreich waren 1.511.636 Kfz zugelassen, gefolgt von Oberösterreich (1.289.341 Kfz), der Steiermark (1.059.004 Kfz) und Wien (870.133 Kfz); das Burgenland wies mit 279.251 Kfz den geringsten Kraftfahrzeugbestand auf. Zuwächse wurden in allen Bundesländern beobachtet, wobei der Kfz-Bestand in Tirol den höchsten (+2,3%) und in Wien den geringsten Zuwachs (+1,4%) verzeichnete.

Höchste Pkw-Dichte im Burgenland, geringster Motorisierungsgrad in Wien

Mit 659 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner wies das Burgenland den höchsten Motorisierungsgrad aller Bundesländer auf, gefolgt von Niederösterreich (641), Kärnten (632), Oberösterreich (622), der Steiermark (602) und Salzburg (557). Die Bundesländer Vorarlberg (535), Tirol (532) und Wien (371) lagen unter dem österreichweiten Motorisierungsgrad von 555 Pkw pro 1.000 Einwohner bzw. Einwohnerinnen.

Mehr diesel- als benzinbetriebene Pkw, alternative Kraftstoffarten legen bei Pkw zu

Die Zahl der Pkw mit Dieselantrieb nahm um 0,8% auf 2,77 Mio. zu (2016: +1,7%), jene mit Benzinantrieb (inkl. Flex-Fuel) stieg um 2,1% auf rund 2,08 Mio. (2016: +0,9%). Elektro-Pkw verzeichneten eine Zunahme von 61,1% (2016: +80,3%) auf 14.618 Fahrzeuge. Pkw mit kombiniertem Betrieb (Hybrid) entwickelten sich ebenfalls positiv (Benzin/Elektro: +39,3%; Diesel/Elektro: +8,8%). Auch weitere mit alternativen Kraftstoffen betriebene Pkw verzeichneten Zuwächse: +7,7% für bivalenten Betrieb mit Benzin oder Erdgas, +46,2% bzw. +6 Stück für Wasserstoff (Brennstoffzelle). Rückgänge wurden für erdgasbetriebene Pkw (-1,0%) sowie für bivalent mit Benzin oder Flüssiggas betriebene Pkw (-1,8%) beobachtet.

Gemessen am gesamten Pkw-Bestand in den jeweiligen Bundesländern war der höchste Anteil dieselbetriebener Pkw in Tirol zu finden (58,7%), Vorarlberg wies die meisten benzinbetriebenen Pkw (44,8%) und die meisten Elektro-Pkw (0,6%) auf. Wien hatte die höchsten Anteile bei den Hybrid-Pkw (1,0%) und führte auch bei den absoluten Stückzahlen (7.040 Pkw) das Österreich-Ranking an.

Fünftel des Pkw-Bestands entfiel auf VW, über zwei Drittel auf die zehn häufigsten Pkw-Marken

VW war mit einem Anteil von 20,5% am Pkw-Bestand auch 2017 die Nummer eins unter den Pkw-Marken und überschritt erstmals die Millionengrenze (1.004.717 Pkw; +1,2% oder +12.122 Fahrzeuge im Vergleich zu 2016). Es folgten Audi (370.393 Pkw; +1,4%), Opel (308.612 Pkw; -2,1%), Ford (287.974 Pkw; +1,6%), BMW (279.731 Pkw; +4,8%), Skoda (264.662 Pkw; +5,4%), Mercedes (257.008 Pkw; +4,3%), Renault (212.990 Pkw; -0,4%), Peugeot (193.157 Pkw; -1,4%) und Seat (181.199 Pkw; +5,3%).

Von den 4,90 Mio. Pkw wurden 305.268 im Jahr 2017 erstmals zugelassen, unabhängig vom Land der Erstzulassung (in Österreich oder importiert). Mehr als ein Drittel des Pkw-Bestands (39,6% oder 1,94 Mio. Pkw) wurde vor 2008 zugelassen und ist somit älter als zehn Jahre.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Die Kfz-Bestandsstatistik von Statistik Austria ist eine Sekundärstatistik, die auf Basis der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) täglich an Statistik Austria übermittelten Datenfiles erstellt wird. Der VVO erhält die Daten von den durch die Zulassungsbehörden beliehenen Zulassungsstellen der Versicherungen, die für die Zulassung, Abmeldung und Berichtigung von Kraftfahrzeugen und Anhängern verantwortlich sind. Ausgehend vom Kfz-Bestand des Vorjahres werden alle zugelassenen Fahrzeuge – alt wie neu – des Jahres hinzugerechnet und die Abmeldungen in Abzug gebracht, woraus sich der jährliche Bestand ergibt.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
Gerda FISCHER, Tel.: +43 (1) 71128-7566 bzw. gerda.fischer@statistik.gv.at und  
Julia REISEL, Tel.: +43 (1) 71128-7575 bzw. julia.reisel@statistik.gv.at

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