Pressemitteilung: 11.708-019/18

Bevölkerungszahl Österreichs stieg zu Jahresbeginn 2018 auf rund 8,82 Mio.

Wien, 2018-02-06 – Am 1. Jänner 2018 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge 8.823.054 Menschen in Österreich, um 50.189 Personen (+0,57%) mehr als zu Jahresbeginn 2017. Die Bevölkerungszunahme war somit 2017 deutlich niedriger als im Jahr zuvor (2016: +72.394 Personen bzw. 0,83%). Etwa 43% des gesamten Wachstums des Jahres 2017 entfielen auf die Bundeshauptstadt Wien. Zu Jahresbeginn 2018 lebten 1.396.356 ausländische Staatsangehörige in Österreich. Der Ausländeranteil lag somit bei 15,8% (gegenüber 15,3% am 1. Jänner 2017).

Stärkstes Bevölkerungswachstum in Wien, leichter Einwohnerrückgang in Kärnten

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer. In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl im Jahr 2017 mit +1,15% deutlich stärker als im Durchschnitt Österreichs.

Einen ebenfalls leicht überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs verzeichnete auch der Westen Österreichs: In Vorarlberg stieg die Bevölkerung um 0,75%, in Tirol um 0,68%, in Salzburg um 0,61% und in Oberösterreich um 0,59%. Unterdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten hingegen Niederösterreich (+0,31%), das Burgenland (+0,26%) und die Steiermark (+0,24%). Das einzige Bundesland mit einem leichten Rückgang der Einwohnerzahl war Kärnten. Hier reduzierte sich die Bevölkerungszahl 2017 um 195 Personen bzw. um 0,03% (siehe Tabelle 1).

Bevölkerungszuwachs in 63 politischen Bezirken, Rückgang in 31 Bezirken

Österreichweit konnten 63 politische Bezirke einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen (siehe Karte). Darunter hatten sogar fünf Bezirke ein größeres Wachstum als Wien: Am stärksten stieg die Einwohnerzahl in Gänserndorf (+1,41%) und Wels-Land (+1,39%), aber auch in Graz-Umgebung (+1,22%), Kufstein (+1,18%) und der Statutarstadt Rust (+1,16%) lag der Zuwachs über dem Niveau der Bundeshauptstadt. In Klagenfurt blieb das Bevölkerungswachstum mit +0,53% zwar leicht unter dem Bundesdurchschnitt, dennoch erreicht die Kärntner Landeshauptstadt damit erstmals die 100.000 Einwohner-Marke. In 31 Bezirken gab es hingegen einen Bevölkerungsrückgang, der am stärksten in den Bezirken Waidhofen an der Thaya (-1,24%), Gmünd (-1,22%), Lilienfeld (-1,21%) und Jennersdorf (-1,05%) ausfiel.

15,8% der Bevölkerung sind ausländische Staatsangehörige

Wie aus den vorläufigen Ergebnissen außerdem hervorgeht, lebten am 1. Jänner 2018 insgesamt 1.396.356 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entspricht 15,8% der Gesamtbevölkerung und einem Plus von 54.426 Personen im Vergleich zum Jahresbeginn 2017.

Fast die Hälfte aller nicht-österreichischen Staatsangehörigen (49,7% bzw. 694.002 Personen) stammte aus Ländern der Europäischen Union – um 38.478 Personen bzw. 5,87% mehr als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der in Österreich lebenden Staatsangehörigen aus Nicht-EU-Staaten erhöhte sich im Laufe des Jahres 2017 um 15.948 Personen (+2,32%) auf 702.354 Personen, was einem Anteil von 50,3% an allen ausländischen Staatsangehörigen in Österreich entspricht (siehe Tabelle 2).

Unter den ausländischen Staatsangehörigen waren die Zuwächse im Jahr 2017 bei Bürgerinnen und Bürgern aus Rumänien (+10.147), Ungarn (+6.590) und Syrien (+6.444) besonders hoch. Aber auch die Zahl der Staatsangehörigen Deutschlands (+5.273) und Kroatiens (+3.356) stieg im vergangenen Jahr deutlich an. Darüber hinaus zählten Bulgarien, Polen, die Slowakei, Italien und Serbien zu den zehn 2017 am stärksten gewachsenen Nationalitäten in Österreich (siehe Tabelle 2).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Die Statistik des Bevölkerungsstandes für den 1.1.2018 beruht auf den nach bevölkerungsstatistischen Kriterien aufgearbeiteten Daten über Hauptwohnsitzmeldungen in Österreich laut dem Zentralen Melderegister. In den hier präsentierten vorläufigen Ergebnissen sind statistische Bereinigungen auf Basis der für den Finanzausgleich jährlich zu ermittelnden Einwohnerzahl bereits berücksichtigt, nicht jedoch eine Mindestaufenthaltsdauer in Österreich von drei Monaten. Endgültige Bevölkerungszahlen für den 1.1.2018 sowie Ergebnisse über die Komponenten der Bevölkerungsveränderung (Geburten, Sterbefälle, Zuzüge, Wegzüge) des Jahres 2017 werden voraussichtlich im Mai 2018 verfügbar sein.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:  
Mag. Alexander WISBAUER, Tel.: +43 (1) 71128-7202 bzw. alexander.wisbauer@statistik.gv.at  
Dr. Regina FUCHS, Tel.: +43 (1) 71128-7501 bzw. regina.fuchs@statistik.gv.at

 

Tabelle 1: Vorläufige Einwohnerzahl Österreichs am 1.1.2018 im Vergleich zur Einwohnerzahl am 1.1.2017 nach Bundesländern
BundeslandBevölkerungsstandBevölkerungsveränderung*)
am 1.1.2017am 1.1.2018*)absolutin %
Österreich8.772.8658.823.05450.1890,57
Burgenland291.942292.6977550,26
Kärnten561.077560.882-195-0,03
Niederösterreich1.665.7531.670.8995.1460,31
Oberösterreich1.465.0451.473.6938.6480,59
Salzburg549.263552.6143.3510,61
Steiermark1.237.2981.240.2993.0010,24
Tirol746.153751.2085.0550,68
Vorarlberg388.752391.6792.9270,75
Wien1.867.5821.889.08321.5011,15
Tabelle 2: Vorläufige Einwohnerzahl Österreichs am 1.1.2018 im Vergleich zur Einwohnerzahl am 1.1.2017 nach Staatsangehörigkeit
BundeslandBevölkerungsstandBevölkerungsveränderung*)
am 1.1.2017am 1.1.2018*)absolutin %
Insgesamt8.772.8658.823.05450.1890,57
  Österreich7.430.9357.426.698-4.237-0,06
  Nicht-Österreich1.341.9301.396.35654.4264,06
    EU-Staaten (27)655.524694.00238.4785,87
    Nicht-EU-Staaten686.406702.35415.9482,32
Top 10 der am stärksten gewachsenen Nationalitäten
    Rumänien92.095102.24210.14711,02
    Ungarn70.58477.1746.5909,34
    Syrien41.67248.1166.44415,46
    Deutschland181.618186.8915.2732,90
    Kroatien73.33476.6903.3564,58
    Bulgarien24.92327.4552.53210,16
    Polen60.07962.1872.1083,51
    Slowakei38.09440.1962.1025,52
    Italien27.29029.1831.8936,94
    Serbien118.454120.3411.8871,59

 

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