Pressemitteilung: 11.297-108/16

Bevölkerungszahl Österreichs stieg zu Jahresbeginn 2016 auf 8,7 Mio.

Wien, 2016-06-14 – Am 1. Jänner 2016 lebten laut endgültigen Ergebnissen von Statistik Austria insgesamt 8.700.471 Menschen in Österreich, um 115.545 Personen bzw. 1,35% mehr als zu Jahresbeginn 2015. Der Einwohnerzuwachs war damit deutlich höher als im Jahr zuvor (2014: +77.140 Personen bzw. +0,91%). Rund 98% des gesamten Bevölkerungsanstiegs war auf die Zuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen (siehe Pressemitteilung zur internationalen Wanderung 2015). Aber auch die positive Geburtenbilanz trug zum Wachstum bei (siehe Pressemitteilung zur natürlichen Bevölkerungsbewegung 2015).

Stärkstes Bevölkerungswachstum in Eisenstadt, Innsbruck und Wien

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer. In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl im Jahr 2015 mit +2,39% deutlich stärker als im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um 42.889 Personen auf 1,84 Mio. zu Jahresbeginn 2016.

Einen ebenfalls leicht überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs verzeichnete auch der Westen Österreichs: In Vorarlberg stieg die Bevölkerungszahl um 1,47% und in Tirol um 1,42%. In Salzburg entsprach das Wachstum mit +1,34% annähernd dem Bundesdurchschnitt (+1,35%), während alle anderen Bundesländer unterdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten. In Oberösterreich erhöhte sich die Einwohnerzahl um 1,16%, in Niederösterreich um 1,03%, im Burgenland um 0,92%, in der Steiermark um 0,85% und in Kärnten um 0,51% (siehe Tabelle 1).

Auf Ebene der politischen Bezirke (siehe Karte) gab es lediglich zwei Stadtbezirke mit einem stärkeren Bevölkerungswachstum als in Wien: In Eisenstadt erhöhte sich die Bevölkerungszahl im Laufe des Jahres 2016 um 4,11% und in Innsbruck um 3,19%. Die steirische Landeshauptstadt Graz (+2,21%), der Bezirk Bruck an der Leitha (+2,09%) und die Statutarstadt Wiener Neustadt (+1,93%) verzeichneten ebenfalls hohe Zuwächse.

Einen leichten Bevölkerungsrückgang gab es in insgesamt acht politischen Bezirken. Am stärksten fiel dieser in der Kleinstadt Rust aus (-0,93%), gefolgt von den beiden steirischen Bezirken Bruck-Mürzzuschlag (-0,47%) und Murau (-0,35%). Ebenfalls eine geringe Abnahme gab es im niederösterreichischen Bezirk Zwettl, in den drei Kärntner Bezirken Hermagor, Wolfsberg und Spittal an der Drau sowie im südburgenländischen Bezirk Güssing.

Bevölkerungsanstieg in allen Altersgruppen

Am 1. Jänner 2016 lebten in Österreich 1.709.585 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (19,65% der Gesamtbevölkerung), 5.385.919 Personen (61,90%) waren im Haupterwerbsalter von 20 bis unter 65 Jahren und 1.604.967 Menschen (18,45%) waren 65 Jahre oder älter (siehe Tabelle 2). Verglichen mit dem 1. Jänner des Vorjahres erhöhte sich die Zahl der Unter-20-Jährigen um 22.654 Personen, jene der 20- bis 64-Jährigen um 71.852 und die Zahl der Menschen im Pensionsalter stieg um 21.039 Personen an. Die Anteile der genannten Altersgruppen an der Bevölkerung insgesamt blieben dagegen unverändert.

Insgesamt 1.290 Menschen (204 Männer und 1.086 Frauen) waren am 1. Jänner 2016 mindestens 100 Jahre alt. Damit reduzierte sich die Zahl der 100- und Mehrjährigen gegenüber dem Vorjahr um 113 Personen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag mit 42,3 Jahren zu Jahresbeginn 2016 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (siehe Tabelle 2).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Die Statistik des Bevölkerungsstandes für den 1.1.2016 beruht auf den nach bevölkerungsstatistischen Kriterien aufgearbeiteten Daten über Hauptwohnsitzmeldungen im Zentralen Melderegister. In den hier präsentierten endgültigen Ergebnissen sind statistische Bereinigungen auf Basis der für den Finanzausgleich jährlich zu ermittelnden Einwohnerzahl berücksichtigt. Zur Wohnbevölkerung zählen Personen mit einer (den Stichtag einschließenden) Aufenthaltsdauer (Hauptwohnsitzmeldung) von mindestens 90 Tagen.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:  
Mag. Alexander WISBAUER, Tel.: +43 (1) 71128-7202 bzw. alexander.wisbauer@statistik.gv.at  
Dr. Regina FUCHS, Tel.: +43 (1) 71128-7501 bzw. regina.fuchs@statistik.gv.at

 

Tabelle 1: Einwohnerzahl Österreichs am 1.1.2016 im Vergleich zur Einwohnerzahl am 1.1.2015 nach Bundesländern
BundeslandBevölkerungsstandBevölkerungsveränderung
am 1.1.2015am 1.1.2016absolutin %
Österreich8.584.9268.700.471115.5451,35
Burgenland288.356291.0112.6550,92
Kärnten557.641560.4822.8410,51
Niederösterreich1.636.7781.653.69116.9131,03
Oberösterreich1.437.2511.453.94816.6971,16
Salzburg538.575545.8157.2401,34
Steiermark1.221.5701.232.01210.4420,85
Tirol728.826739.13910.3131,42
Vorarlberg378.592384.1475.5551,47
Wien1.797.3371.840.22642.8892,39
Tabelle 2: Bevölkerung nach breiten Altersgruppen und Durchschnittsalter
Stichtaginsgesamt0- bis 19-Jährige20- bis 64-Jährige65- und MehrjährigeDurchschnittsalter in Jahren
abs.in %abs.in %abs.in %
1.1.20158.584.9261.686.93119,655.314.06761,901.583.92818,4542,34
1.1.20168.700.4711.709.58519,655.385.91961,901.604.96718,4542,34

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