Pressemitteilung:
Wien, 2010
Die über 65-Jährigen werden zahlenmäßig als einzige Altersgruppe in Zukunft flächendeckend zulegen. Dabei spielt weniger die steigende Lebenserwartung eine Rolle, sondern vielmehr der Übertritt der Baby-Boom-Generation der frühen 1960-er Jahre ins Pensionsalter.
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre
wird nur noch in wenigen Regionen Österreichs steigen. Im Wesentlichen
ist das Wachstum dieser Altersgruppe bis 2030 auf den Großraum Wien
(Wien und Wiener Umland-Süd jeweils
Die Zahl der 20- bis 64-Jährigen wird im Wiener Umland am stärksten steigen, in der Obersteiermark hingegen am deutlichsten zurückgehen. Für das Wiener Umland-Nord wird bis zum Jahr 2030 ein Anstieg der erwerbsfähigen Bevölkerung von 14% vorausgeschätzt, im Wiener Umland-Süd beträgt die Zunahme 13%. Etwas schwächer ist der Anstieg der erwerbsfähigen Bevölkerung in den Städten Graz und Wien, wo er bis zum Jahr 2030 8% bzw. 6% beträgt.
In der westlichen Obersteiermark sinkt das Erwerbspotenzial vor allem abwanderungsbedingt bis 2030 um 17%, in der östlichen um 15%. Auch in den Regionen Liezen, Lungau und Osttirol sowie in Ober- und Unterkärnten werden 2030 um 10% bis 13% weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter stehen als heute.
Bis zum Jahr 2030 werden westösterreichische Regionen
den stärksten absoluten Zuwachs älterer Menschen verzeichnen, bis
2050 kommen auch Regionen im Wiener Umland hinzu. In vielen Regionen
werden dann mehr als doppelt so viele über 65-jährige Menschen leben
wie heute. So wächst die Zahl älterer Menschen im Tiroler Unterland
bis zum Jahr 2030 um zwei Drittel
Bis 2050 wird sich die Zahl der über 65-Jährigen in vielen Regionen Österreichs mehr als verdoppeln. Auf Basis der NUTS 3-Regionen sind dies die Regionen Wiener Umland-Nord, Rheintal-Bodensee, Tiroler Unter- und Oberland, das Mühlviertel, das Wiener Umland-Süd sowie das Nordburgenland. Spitzenreiter auf Bezirksebene ist Graz-Umgebung, wo 2050 um 133% mehr über 65-Jährige Menschen leben werden als noch im Jahr 2009.
Der Anteil der Bevölkerung im Alter von über 65 Jahren liegt derzeit österreichweit noch bei 17,4%. Bis 2030 steigt er auf einen Anteil von 23,6% und bis 2050 schließlich auf 28,0%. In der Bundeshauptstadt verteilt sich der Anteil der über 65-Jährigen derzeit zwischen dem 15. Bezirk in Wien (Rudolfsheim-Fünfhaus) mit 13,3% und dem 13. Bezirk (Hietzing) mit 25,1%. Außerhalb Wiens liegt das Minimum bei 13,4% (Polit. Bezirk Imst), das Maximum bei 24,1% (Leoben). Generell ist der Anteil der über 65-Jährigen im nördlichen Wald- und Weinviertel, im Burgenland, in der Mur-Mürz-Furche sowie in Kärnten am höchsten.
2030 wird der Anteil der über 65-Jährigen außerhalb Wiens zumindest 20% betragen, das Maximum wird für den Bezirk Hermagor mit 32,0% prognostiziert. Nur in Wien wird es aufgrund der Zuwanderung noch einige Bezirke geben, in denen der Anteil der über 65-Jährigen unter 18% liegt. Der Ausblick auf das Jahr 2050 zeigt, dass der Bevölkerungsanteil 65+ in vielen Regionen der Steiermark, Kärntens, des Burgenlandes sowie im westlichen Waldviertel dann mehr als 33% betragen wird. Das Maximum ist mit 37,8% wiederum in Hermagor zu finden. Aber auch zu diesem Zeitpunkt wird der Anteil in einigen Wiener Gemeindebezirken mit weniger als 21% noch vergleichsweise gering sein.
Weiterführende Informationen: Pressemappe (PDF, 3,5 MB), Bericht (PDF, 11 MB)
Interaktive Karte: Bevölkerungsanteil im Alter von 65 und mehr Jahren
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