Pressemitteilung:
Wien, 2010
Aufgrund des geringen Geburtenniveaus ist internationale
Zuwanderung generell der Motor des Bevölkerungswachstums. Wanderungsgewinne
(Saldo aus internationaler Zu- und Abwanderung) lagen im Durchschnitt
der vergangenen Jahre bei jährlich rund
Im Bundeslandvergleich ist das größte Bevölkerungswachstum
bis 2050 in Wien
Städte und ihre Umlandgebiete, insbesondere der Großraum Wien, werden in Zukunft an Bevölkerung gewinnen, strukturschwache Industrieregionen sowie schwerer erreichbare Bezirke Österreichs werden schrumpfen.
Die relativ stärksten Zuwächse sind im nördlichen und südlichen Wiener Umland zu erwarten: 2030 werden diese beiden Regionen um 21% mehr Bevölkerung zählen als derzeit. Der Suburbanisierungsprozess Wiens reicht bis in das nördliche Burgenland, wo die Bevölkerungszahl bis 2030 um 14% zunehmen wird. Wien selbst wächst im Vergleich dazu bloß um 13%. In der Bundeshauptstadt werden zwar Geburtenbilanz und Wanderungssaldo gegenüber dem Ausland positiv sein, die Stadt hat aber gegenüber ihrem Umland deutliche Binnenwanderungsverluste zu verzeichnen. Auch für die steirischen Landeshauptstadt Graz und ihr Umland wird für die nächsten 20 Jahre ein starkes Bevölkerungswachstum von 15% prognostiziert. Weitere Regionen mit Bevölkerungsgewinnen bis 2030 von über 10% sind Rheintal-Bodensee in Vorarlberg, Linz-Wels in Oberösterreich, Innsbruck (Tirol) und Sankt Pölten (Niederösterreich).
Sowohl der Westen als auch der Osten der Obersteiermark werden auch künftig relativ stark an Bevölkerung verlieren: Geburtendefizite und Binnenwanderungsverluste führen zu einem Rückgang von 8% bis 2030. In Ober- und Unterkärnten sind die Bevölkerungsverluste bis 2030 mit 5% relativ betrachtet etwas geringer als in der Obersteiermark. Im Salzburger Lungau sowie in Osttirol geht die Bevölkerungszahl bis 2030 um 4% zurück.
Der Ausblick auf das Jahr 2050 zeigt im Wesentlichen eine Fortsetzung dieser Trends: Das Wiener Umland wird um über ein Drittel mehr Menschen zählen als heute, während sich in der Obersteiermark, in Ober- und Unterkärnten sowie in Osttirol und im Lungau die Bevölkerungsrückgänge fortsetzen werden.
Weiterführende Informationen: Pressemappe (PDF, 3,5 MB), Bericht (PDF, 11 MB)
Interaktive Karte: Bevölkerungsveränderung
von 2009
Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion
Bevölkerung, Statistik Austria:
Mag. Alexander HANIKA, Tel.:
Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber:
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix Tomaschek
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.:
presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA