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Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung 2008 
163.000 Green Jobs erwirtschaften 10,6% des BIP

29,8 Mrd. Euro Umsatz und 162.986 Beschäftigte in Produktion und Dienstleistung
10,6% des BIP und 4,2% der Erwerbstätigen
Wien, 2010-03-03 – Basierend auf den Vorgaben von EUROSTAT waren im Jahr 2008 im Bereich der umweltorientierten Produktion und Dienstleistung 162.986 Beschäftigte tätig, das sind 4,2% der österreichischen Erwerbstätigen. Das zeigt eine Studie der Bundesanstalt Statistik Österreich, in der erstmalig die Umweltwirtschaft in ihrer Gesamtheit umfassend erhoben wurde.
29,8  Mrd. Euro wurden 2008 in diesem Bereich erwirtschaftet, der Umweltumsatz erreicht damit 10,6% des österreichischen BIP (nominell).
185.145 "Green Jobs" in Produktion, Dienstleistung und Handel
Handel mit Umweltgütern: 22.159 Beschäftigte
Zählt man die in der EUROSTAT-Definition nicht enthaltenen Beschäftigten im Bereich Handel mit Umweltgütern und -technologien (22.159 Personen) hinzu, so kommt man auf insgesamt 185.145 „Green Jobs“ in Österreich (4,7% der österreichischen Erwerbstätigen).
Klassische Umweltschutzaktivitäten führen bei Beschäftigung (57,4%), Ressourcenmanagement zeigt sich umsatzstark (59%)57,4% der Umweltbeschäftigten sind in den klassischen Umweltschutzaktivitäten, wie Abwasser- und Abfallentsorgung oder Luftreinhaltung tätig und erwirtschaften dabei 41% des Umweltumsatzes. 59% des Umsatzes werden von 42,6% der Beschäftigten über das Ressourcenmanagement erbracht, dem beispielsweise die Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien zugeordnet wird.
Schwerpunkt liegt im Dienstleistungsbereich: 40,5% des Umsatzes, 45,2% der BeschäftigtenDer Schwerpunkt der Umweltschutz- und Ressourcenmanagementaktivitäten liegt im Dienstleistungsbereich: 40,5% des Umsatzes entfallen auf Umweltdienstleistungen; 45,2% der Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich.
Umwelttechnologien erbringen 17,7% des Umsatzes, 12,9% der BeschäftigtenIm Umwelttechnologiebereich sind 12,9% der Umweltbeschäftigten tätig; der Anteil des Umsatzes der Technologien am gesamten Umweltumsatz liegt bei 17,7%. Knapp 42% der Beschäftigen sind in der Produktion von Umweltgütern erwerbstätig und erwirtschaften 41,8% des Umweltumsatzes.
Relevante Wirtschaftssektoren: 
Biolandwirtschaft, Maschinenbau, Energieversorgung, Gebäude und Hochbauarbeiten
Die Biolandwirtschaft ist mit einem Anteil von 14,4% der beschäftigungsintensivste Wirtschaftssektor, wobei aus diesem Bereich nur 2,8% der Umweltumsätze stammen. Im Wirtschaftsbereich „Maschinenbau“ (11,7% des Umweltumsatzes; 8,4% der Umweltbeschäftigten) werden vorwiegend Umwelttechnologien wie Abfall- und Abwasserbehandlungsanlagen, Biomassekessel und Wärmepumpen produziert. Die „Energieversorgung“ (Umsatz 18,2%; Beschäftigte 7,8%) betrifft Elektrizität und Wärme aus erneuerbarer Energie. Der Sektor „Gebäude und Hochbauarbeiten“ (8,5% des Umweltumsatzes; 9,7% der Umweltbeschäftigten) beinhaltet den Bau von Niedrigstenergiehäusern und die energetische Gebäudesanierung.
Öffentlicher Sektor erbringt klassische UmweltleistungenDer öffentliche Sektor erbringt etwas über 10% der gesamten Umweltumsätze mit rund 12% der Umweltbeschäftigten. Ein Großteil der Leistungen entfällt auf die klassischen Umweltschutzaktivitäten wie Abwasserbehandlung und Abfallbeseitigung. Auch Forschung und Entwicklung sind hier wichtige Betätigungsfelder.
Management der Energieressourcen dominiert die Umweltwirtschaft:
46% des Umweltumsatzes, 31,9% der Umweltbeschäftigten
Der Umweltbereich „Management der Energieressourcen“ erbrachte mit 31,9% der Beschäftigten (knapp 52.000 Personen) rund 46% des Umsatzes (rund 13,7 Mrd. Euro) der Umweltwirtschaft. Er umfasst verschiedenste Aktivitäten wie die Bereitstellung von erneuerbarer Energie sowie der entsprechenden Technologien, Niedrigstenergiehäuser oder die energetischen Sanierungen.
Methodische Hinweise: Die "Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung 2008" ist ein neues Projekt der Bundesanstalt Statistik Österreich im Auftrag des Bundesministeriums für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und ersetzt die bisherigen Arbeiten zu den "Leistungen der Öko Industrien". Das Pilotprojekt wurde konform den Vorgaben von EUROSTAT (Handbook on Environmental Goods and Services Sector = EGSS) für das Jahr 2008 erstmals umgesetzt und erhebt den Umweltumsatz und die Umweltbeschäftigung für die klassischen Umweltschutzaktivitäten und das Ressourcenmanagement. Die EUROSTAT Definition der Umweltwirtschaft umfasst dabei Güter, Technologien und Dienstleistungen, schließt aber den Handel wegen der Gefahr von Doppelerfassungen explizit aus. Ziel ist, künftig konsistente, detaillierte Daten aus möglichst allen europäischen Staaten zu erhalten um Analysen zu Umsatzwachstum, Beschäftigungspotentialen, Technologieexporten sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich der Umwelt zu ermöglichen. Damit soll dem steigenden Interesse an entsprechenden Umweltdaten auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene begegnet werden.
Die "Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung 2008" ist als Download erhältlich unter http://www.statistik.at/web_de/statistiken/energie_und_umwelt/umwelt/umweltorientierte_produktion_und_dienstleistung/index.html

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria: 
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