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Erzeugerpreise der Industrie im Dezember 2009 weiterhin rückläufig: -1,0% gegenüber Vorjahresniveau; Jahresdurchschnitt 2009 um 1,6% unter 2008

Wien, 2010-02-19 – Der Index der Erzeugerpreise der Industrie, EPI 2005, erreichte nach Mitteilung der Statistik Austria im Dezember 2009 106,3 Punkte und lag damit um 1,0% unter dem Wert von Dezember 2008. Im November 2009 und Oktober 2009 hatte die Jahresveränderungsrate -2,1% bzw. -3,2% betragen. Gegenüber dem Vormonat blieb der Index unverändert.

In der 2. Jahreshälfte 2009 fielen die Preise am stärksten in den Monaten Juli und Oktober, die Jahresveränderungsrate lag hier jeweils bei -3,2%. Durchschnittlich sanken die Erzeugerpreise im 3. Quartal um 2,7% und im 4. Quartal um 2,1% gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.

Veränderungen im Jahresdurchschnitt 2009 gegenüber 2008

Der Jahresdurchschnitt für das Jahr 2009 betrug 106,5 Punkte und lag damit um 1,6% unter dem Niveau des Jahresdurchschnitts 2008. Seit 2003 (Jahresdurchschnittsveränderung -0,1%) verzeichnete der Erzeugerpreisindex im Jahresdurchschnitt erstmals wieder eine rückläufige Entwicklung. Im Jahr 2008 lag der Jahresdurchschnitt noch um 3,5% und im Jahr 2007 um 2,8% über dem Vorjahresniveau. Hauptverantwortlich für den starken Rückgang im Jahr 2009 waren die Preise für Vorleistungsgüter, die im Schnitt um 3,5% gegenüber 2008 fielen. Besonders signifikant sanken die Preise für sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl (-18,8%), für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-12,8%) sowie für NE-Metalle und Halbzeug daraus (-8,2%). Die Produktgruppen "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" sowie "Chemiefasern" verbilligten sich im Schnitt um -12,7% bzw. -9,4%. Erhebliche Verbilligungen verzeichneten im Jahr 2009 auch die Preise für Energie, diese fielen um 6,8% gegenüber 2008. Die Preise für die Dienstleistungen der Wärme- und Kälteversorgung sanken im Jahresdurchschnitt um 4,0%.

Weitere wesentliche Preisrückgänge verzeichneten im Jahr 2009 Produkte am Lebensmittelsektor, pflanzliche und tierische Öle und Fette fielen durchschnittlich um 14,4%, Futtermittel um 5,7%, Milch und Milcherzeugnisse um 5,6% sowie Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse um 4,3%.

Im Vergleich zum Jahr 2008 stiegen hingegen die Preise für  Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel sowie Duftstoffe (+17,2%), Textilveredelungsleistungen (+5,3%), feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren (+ 5,2%) sowie für Musikinstrumente (+5,1%).

Veränderungen von Dezember 2009 gegenüber Dezember 2008

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate im Dezember 2009 (-1,0%) hatten die Preise für Vorleistungsgüter, diese verbilligten sich im Jahresabstand um 3,8% (November 2009: -4,8%, Oktober 2009: -5,6%). Signifikante Preisrückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die Preise für Metallerzeugnisse (-14,6%), Chemiefasern (-6,3%) sowie für die Produktgruppen "Leistungen der Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung, Mechanikleistungen" (-7,3%), "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-3,6%). Teuerungen gab es hingegen bei den Produktgruppen "Zement, Kalk, gebrannter Gips" (+4,2%), "sonstige Porzellan- und keramische Erzeugnisse" (+3,5%) sowie bei "elektronische Bauelemente und Leiterplatten" (+2,5%).

Die Energiepreise stiegen im Dezember 2009 um 0,4% und verzeichneten erstmals seit November 2008 (Jahresteuerung +4,2%) wieder einen leichten Preisanstieg. Im November 2009 betrug die Jahresveränderungsrate noch -3,9% und im Oktober 2009 -8,1%. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre der Erzeugerpreisindex durchschnittlich um 1,4% gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen.

Einen Preisrückgang gab es im Dezember 2009 auch für Konsumgüter -0,2% (November 2009: -1,3%, Oktober 2009: -1,1%). Hier fielen vor allem die Preise für pharmazeutische Erzeugnisse (-7,4%), Leder und Lederwaren (-5,0%), haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse (-3,6%) sowie für Obst- und Gemüseerzeugnisse (-3,6%). Im Jahresabstand verteuert haben sich die Preise für Spielwaren (+5,7%), Büro- und Ladenmöbel (+3,2%), Getränke (+2,1%) und Bekleidung (+1,3%).

Veränderungen von Dezember 2009 gegenüber November 2009

Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Erzeugerpreise vor allem im Bereich der Getränkeherstellung (+1,2%) sowie der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+0,5%). Preissenkungen gab es in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-1,6%) sowie in der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus (-0,7%).

Industrieller Erzeugerpreisindex1) (Gesamtindex) 2005=100
  Basisjahr 2005% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2008Jänner106,60,93,2
 Februar106,70,13,5
 März107,10,42,9
1. Quartal 2008  106,81,33,2
 April107,40,33,3
 Mai107,70,33,3
 Juni108,60,84,0
2. Quartal 2008 107,91,03,5
1. Halbjahr 2008 107,4-3,4
 Juli109,30,64,3
 August109,2–0,14,2
 September109,70,54,6
3. Quartal 2008 109,41,43,7
 Oktober109,70,04,2
 November108,6–1,02,9
 Dezember107,4–1,11,7
4. Quartal 2008 108,6–0,73,0
Jahresdurchschnitt 2008 108,2-3,5
2009Jänner107,50,10,8
 Februar107,3–0,20,6
 März107,0–0,3–0,1
1. Quartal 2009 107,3–1,20,5
 April105,7–1,2–1,6
 Mai106,10,4–1,5
 Juni106,10,0–2,3
2. Quartal 2009 106,0–1,2–1,8
1. Halbjahr 2009 106,6-–0,7
 Juli105,8–0,3–3,2
 August106,20,4–2,7
 September107,10,8–2,4
3. Quartal 106,40,4–2,7
 Oktober106,2–0,8–3,2
 November*)106,30,1–2,1
 Dezember*)106,30,0–1,0
4. Quartal 2009*) 106,3–0,1–2,1
Jahresdurchschnitt 2009*) 106,5-–1,6
Methodische Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d.h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005 100,0.

Nähere Informationen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter erhalten Sie im Ergebnisteil unter http://www.statistik.at/web_de/statistiken/preise/erzeugerpreisindex_sachgueter/index.html. Rückfragen richten Sie bitte direkt an Mag. Ingrid Vrabec, Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria, unter Tel. (01) 711 28-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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