Wien, 2010
Die häufigste Krebsneuerkrankung bei den Männern ist der Prostatakrebs, im Jahr 2007 mit knapp
Zweithäufigste Lokalisation bei den Krebsneuerkrankungen der Männer
war die Lunge mit knapp
An dritter Stelle der Neuerkrankungen steht mit
rund
Brustkrebs ist mit einem Anteil von 28 Prozent (bzw.
Die zweithäufigste Krebslokalisation war der Darm (gut zwölf Prozent aller Tumore der Frauen im Jahr 2007
bzw. knapp
1,1% der österreichischen Männer leben mit die Diagnose Prostatakrebs, 1,2% der österreichischen Frauen leben mit der Diagnose Brustkrebs
Zum Stichtag
58 Prozent der derzeit lebenden Krebspatientinnen und Krebspatienten leben bereits länger als fünf Jahre mit der Diagnose. Bei Brustkrebs beträgt der Anteil der Personen, die länger als fünf Jahre seit der Diagnose überlebt haben 61 Prozent, bei Prostatakrebs 47 Prozent und bei Darmkrebs 57 Prozent. Am höchsten ist dieser Anteil beim Gebärmutterkrebs mit 72 Prozent. Krebspatientinnen überleben ihre Krebsdiagnose im Durchschnitt wesentlich länger als ihre männlichen Leidensgenossen. Wichtigste Erklärung hierfür ist der bei den Frauen mit Abstand dominierende Brustkrebs mit einer relativ günstigen Überlebensprognose im Vergleich zum immer noch häufiger bei Männern auftretenden Lungenkrebs mit relativ schlechten Überlebenschancen.
Rückgang bei Krebsneuerkrankungen und Krebssterblichkeit
In den letzten zehn Jahren sind Neuerkrankungen und Krebssterblichkeit
gesunken, wenn die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung
berücksichtigt wird (altersstandardisierte Raten). So sank die Neuerkrankungsrate
sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen um jeweils rund 15
Prozent. Auch die Krebssterblichkeit war in den letzten zehn Jahren
rückläufig, bei den Männern stärker
Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, ist, nachdem es in den letzten Jahren deutlich gestiegen war, aktuell wieder auf dem Niveau von 1997. Die Verbreitung von PSA-Tests als Screeningmethode dürfte für einen Großteil der zwischenzeitlichen Zunahme der Neuerkrankungen verantwortlich sein, da im Gegensatz zur Rate der Neuerkrankungen die Sterblichkeit an Prostatakrebs in den letzten zehn Jahren um 22 Prozent zurückging.
Das Erkrankungsrisiko für Darmkrebs ist für die Männer seit 1997 um 25 Prozent zurückgegangen. Die Sterblichkeit an Darmkrebs konnte im gleichen Zeitraum um 23 Prozent gesenkt werden. Die Rate der Neuerkrankungen an Darmkrebs nahm für Frauen um 16 Prozent ab, die Sterblichkeit sank im Vergleichszeitraum um gut ein Drittel.
Die altersstandardisierte Rate der bösartigen Lungentumore ging bei den Männern in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent zurück, stieg für Frauen jedoch um 23 Prozent an. Männer erkranken allerdings noch immer 1,9-mal häufiger an Lungenkrebs als Frauen. Die Sterblichkeit an Lungenkrebs sank bei Männern in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent, erhöhte sich bei den Frauen aber um knapp ein Fünftel. Verantwortlich dafür ist offensichtlich der zunehmenden Nikotinkonsum von Frauen.
Das Brustkrebsrisiko nahm im Vergleich zu 1997 um 14 Prozent ab. Da Brustkrebs durch das vermehrte Screening nicht nur häufiger, sondern auch in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit an Brustkrebs in den letzten zehn Jahren um ein Sechstel zurück.
| Methodische Informationen, Definitionen: Ergebnisse zu den Krebsneuerkrankungen
sowie zur Krebsprävalenz, d.h. der Zahl der derzeit lebenden Krebspatienten,
liefert das Österreichische Krebsregister, das seit 1969 von der Statistik
Austria geführt wird. Basis dafür sind die gesetzlich verpflichtenden
Krebsmeldungen, welche neben Alter, Geschlecht und Wohnort auch wesentliche
Informationen zu den Krebslokalisationen enthalten. Ergebnisse zu den Krebssterbefällen stammen aus der Todesursachenstatistik, in der jeder Todesfall der österreichischen Bevölkerung dokumentiert ist. Erhoben werden neben Alter, Geschlecht und Wohnort auch Todesort und Todeszeitpunkt. Die Todesursachen werden durch einen Totenbeschauarzt angegeben und in der Statistik Austria nach WHO-Richtlinien klassifiziert. Für einen regionalen oder zeitlichen Vergleich der Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) und der Krebssterbefälle eignen sich besonders altersstandardisierte Raten. Diese Maßzahlen berücksichtigen, dass sowohl das Erkrankungs- als auch das Mortalitätsrisiko mit dem Lebensalter stark ansteigen und daher in einer Bevölkerung mit vielen älteren Menschen von vorne herein mehr Neuerkrankungs- und Todesfälle auftreten. Weitere Informationen: Statistik Austria, www.statistik.at > Gesundheitsstatistik > Krebserkrankungen http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/krebserkrankungen/index.html Statistik Austria, www.statistik.at > Gesundheitsstatistik > Todesursachen http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/todesursachen/index.html Statistik Austria (2009), Jahrbuch der Gesundheitsstatistik 2008 http://www.statistik.at/web_de/services/neu/index.html |
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Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte direkt an Dipl. Demographin
Nadine Zielonke oder Mag. Barbara Leitner, Direktion Bevölkerung,
Statistik Austria, unter Tel. (01) 71128
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