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Sinkender Bauproduktionswert des Hoch- und Tiefbaus von Jänner bis Oktober 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum: -5,4%

Wien, 2010-01-29 – In den Berichtsperioden Jänner bis Oktober 2009 erwirtschafteten die österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen nach Berechnungen der Statistik Austria einen Bauproduktionswert von 12,7 Mrd. Euro. Das bedeutete ein Minus von 5,4% im Vorjahresvergleich. Dabei mussten sowohl der Hochbau (6,7 Mrd. Euro bzw. -1,3%) als auch der Tiefbau (5,3 Mrd. Euro bzw. -10,5%) teils massive Produktionsrückgänge hinnehmen. Die Daten des Baunebengewerbes sind hier nicht berücksichtigt.

Tabelle 1: Hoch- und Tiefbau – Wert der technischen Gesamtproduktion
HOCH- UND TIEFBAU 01-10/2009Produktion  
insgesamt in Mio. EURO 1)
Veränderungen zum Vorjahr  
in %
Vorbereitende Baustellenarbeiten629,3-1,6
Abbruch- u. vorbereitende Baustellenarbeiten601,70,3
Test- und Suchbohrung27,6-30,3
Hochbau6.673,1-1,3
Wohnungs- und Siedlungsbau2.726,7-3,4
Industrie- und Ingenieurbau918,726,6
Sonstiger Hochbau1.662,2-8,1
Adaptierungsarbeiten im Hochbau1.365,5-2,8
Tiefbau5.349,9-10,5
Brücken- und Hochstraßenbau303,6-39,3
Tunnelbau563,4-29,4
Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau1.185,3-5,2
Bau von Straßen1.765,5-1,6
Bau von Bahnverkehrsstrecken360,824,8
Wasserbau302,2-11,3
Sonstiger Tiefbau a.n.g.868,9-13,3
Insgesamt12.652,3-5,4

Der Rückgang im Hochbau um 1,3% resultiert aus der negativen Entwicklung der Sparten Sonstiger Hochbau (-8,1%), Wohnungs- und Siedlungsbau (-3,4%) sowie Adaptierungsarbeiten im Hochbau (-2,8%), wogegen die Produktion im Industrie- und Ingenieurbau (+26,6%) einen positiven Trend aufwies. Im Tiefbau zeichneten die Bausparten Brücken- und Hochstraßenbau (-39,3%), Tunnelbau (-29,4%), sonstiger Tiefbau a.n.g. (-13,3%), Wasserbau (-11,3%), Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (-5,2%) sowie Bau von Straßen (-1,6%) für die insgesamt negative Entwicklung (-10,5%) der Gesamtsparte verantwortlich. Belebend wirkte hier nur die Sparte Bau von Bahnverkehrsstrecken (+24,8%).

Öffentlicher Sektor

Der Produktionswert der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in den Berichtsperioden Jänner bis Oktober 2009 mit rund 5,3 Mrd. Euro um 4,8% über jenem des Vorjahresvergleichszeitraums. Mit einem Anteil von 65,1% an der Gesamtinvestitionssumme der öffentlichen Hand im Bauwesen übertraf die Sparte Tiefbau (insgesamt 3,4 Mrd. Euro, -4,5%) die Bausparte Hochbau (insgesamt 1,7 Mrd. Euro und somit ein Anteil von 31,5%). Dabei verzeichnete der Hochbau gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 30,2%.

Zuwächse waren in den Teilsparten Industrie- und Ingenieurbau (+183,6%), Bau von Bahnverkehrsstecken (+23,8%), sonstiger Hochbau (+18,7%), Adaptierungsarbeiten im Hochbau (+9,4%), Brücken- und Hochstraßenbau (+4,2%), sonstiger Tiefbau a.n.g. (+0,8%) sowie Bau von Straßen (+0,3%) zu beobachten, wogegen sich das Produktionsvolumen in den Teilsparten Tunnelbau (-31,2%), Wasserbau (-14,5%), Wohnungs- und Siedlungsbau (-3,9%) sowie Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (-1,6%) mehr oder weniger stark verminderte.

Tabelle 2: Wert der technischen Gesamtproduktion für den öffentlichen Sektor
HOCH- UND TIEFBAU 01-10/2009Öffentliche  
Produktion in Mio. EURO 1)
Veränderungen zum Vorjahr  
in %
Vorbereitende Baustellenarbeiten177,59,9
Abbruch- u. vorbereitende Baustellenarbeiten167,010,4
Test- und Suchbohrung10,52,5
Hochbau1.656,530,2
Wohnungs- und Siedlungsbau357,5-3,9
Industrie- und Ingenieurbau446,4183,6
Sonstiger Hochbau517,218,7
Adaptierungsarbeiten im Hochbau335,39,4
Tiefbau3.416,6-4,5
Brücken- und Hochstraßenbau163,14,2
Tunnelbau405,0-31,2
Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau802,2-1,6
Bau von Straßen1.263,10,3
Bau von Bahnverkehrsstrecken259,223,8
Wasserbau156,4-14,5
Sonstiger Tiefbau a.n.g.367,70,8
Insgesamt5.250,64,8
Tabelle 3: Regionale Verteilung - Wert der technischen Gesamtproduktion
HOCH- UND TIEFBAU 
01-10/2009
Produktion  
insgesamt in Mio. EURO 1)
Veränderungen zum Vorjahr  
in %
Wien3.166,93,0
Burgenland252,50,0
Oberösterreich2.712,2-1,2
Steiermark1.468,7-4,1
Österreich12.652,3-5,4
Niederösterreich2.024,5-9,7
Kärnten851,4-10,4
Vorarlberg407,2-12,7
Salzburg863,7-13,4
Tirol905,1-19,1

Regional betrachtet, konnte nur Wien den Wert der technischen Gesamtproduktion im Vergleich zum Vorjahr steigern (+3,0%); im Burgenland stagnierte er (+0,0%). In allen übrigen Bundesländern verringerte sich die Bautätigkeit im Vorjahresvergleich. So verzeichneten Oberösterreich (-1,2%), die Steiermark (-4,1%), Niederösterreich (-9,7%), Kärnten (-10,4%), Vorarlberg (-12,7%), Salzburg (-13,4%) und Tirol (-19,1%) teilweise massive Rückgänge.

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, in die all jene Unternehmen einbezogen werden, die eine Beschäftigtengrenze (20 und mehr Beschäftigte) und/oder eine Umsatzgrenze (eine Mio. Euro und mehr Umsatzerlöse) überschreiten. Sie repräsentieren rund 90% der Gesamtproduktion.

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