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UNWTO Regional Seminar: Statistik Austria und BMWFJ unterstützen europäische Länder beim Ausbau ihrer Tourismusstatistik

Wien, 2009-06-30 – Tourismus- und Statistikexperten aus europäischen Ländern, vorwiegend aus dem zentral- und südosteuropäischen Raum, treffen einander in den kommenden zwei Tagen in Wien anlässlich eines „Regional Seminars“ der UN Welttourismusorganisation (UNWTO) an der MODUL University Vienna.

Das „Regional Seminar“, organisiert von der Statistik Austria und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), findet im Rahmen eines "Technischen Unterstützungsprogramms" der UNWTO statt: Österreich veranstaltet als Partner der WTO in den Jahren 2008 und 2009 neben dem „Regional Seminar“ vier technische Workshops. Die inhaltlichen Schwerpunkte wurden in Kooperation zwischen UNWTO, Statistik Austria und BMWFJ ausgearbeitet.

Im Rahmen des „Regional Seminars“ werden die in zwei vorhergehenden Workshops erzielten Fortschritte der tourismusstatistischen Systeme der teilnehmenden Länder - Albanien, Bulgarien, Georgien, Kasachstan, Lettland, Litauen, Montenegro, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Slowakei und Türkei - auch weiteren europäischen Ländern präsentiert. Ziel der Workshops ist es eine möglichst hohe Vergleichbarkeit der tourismusstatistischen Ergebnisse zu erreichen. Hilfe dabei sind international akkordierte Konzepte bzw. Empfehlungen der UNTWO, der OECD bzw. EUROSTAT. Nur eine international vergleichbare Tourismusstatistik ermöglicht eine sinnvolle Gegenüberstellung der Bedeutung des Tourismus der einzelnen Länder. Nicht zuletzt dienen tourismusstatistische Informationen auf nationaler wie internationaler Ebene als wichtige Grundlage für tourismuspolitische Entscheidungen sowie für die Bereitstellung von entsprechenden Budgets zur Tourismusentwicklung.

Die UNWTO veröffentlicht für ihre (dzt. 154) Mitgliedsländer neben konzeptionellen bzw. methodologischen Standarddokumentationen auch Daten zur Entwicklung der internationalen Ankünfte im Rahmen der jährlichen Publikation "Statistical Yearbook". So wurden für 2008 nach vorläufigen Ergebnissen weltweit insgesamt 924 Mio. internationale Ankünfte registriert, gegenüber 2007 ein Zuwachs von rund 2%. Europa ist mit einem Anteil von 53% der internationalen Ankünfte die wichtigste Tourismusdestination im internationalen Reiseverkehr, gefolgt von Asien und dem pazifischem Raum mit 20%, Amerika mit 16%, der Mittlere Osten mit 6% und Afrika mit 5%.

Laut UNWTO-Statistik lag Österreich 2007 im europäischen Ranking mit rd. 20,8 Mio. internationalen Ankünften und einem Marktanteil von 4,3% an 8. Stelle, hinter flächen- und einwohnermäßig weit größeren Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Frankreich lag mit 81,9 Mio. internationalen Ankünften an erster Stelle und führt dieses Ranking wie in den vergangenen Jahren an.

Der Vergleich dieser Zahlen ohne Berücksichtigung von länderspezifischen Charakteristika lässt jedoch nur wenig Spielraum für weitere Interpretationen. Setzt man z.B. die Zahl der internationalen Ankünfte in wichtigen europäischen Zielländern in Beziehung zur Einwohnerzahl, so liegt Österreich mit 2,5 Ankünften pro Einwohner an 1. Stelle, während Frankreich nur an 6. Stelle liegt (Tabelle).

Internationale Ankünfte1) in 20 wichtigen europäischen Zielländern
Zielländer2007Bevölkerung2) Ankünfte je Einwohner
Absolutwerte
in Mio.
Marktanteil
in %
Veränderung 07/06 in %Absolutwerte in Mio.
Frankreich81,916,83,863,41,3
Spanien59,012,11,344,51,3
Italien43,78,96,359,10,7
Vereinigtes Königreich30,96,30,760,80,5
Deutschland24,45,03,682,30,3
Ukraine23,14,722,146,20,5
Türkei22,24,617,669,70,3
Österreich20,84,32,58,32,5
Griechenland17,53,69,211,21,6
Polen15,03,1-4,438,10,4
Portugal12,32,59,210,61,2
Niederland11,02,32,516,40,7
Kroatien9,31,97,54,42,1
Ungarn8,61,8-6,710,10,9
Schweiz8,41,77,47,51,1
Irland8,31,74,14,31,9
Belgien7,01,40,710,60,7
Tschechische Republik6,71,43,810,30,6
Schweden5,21,110,59,10,6
Bulgarien5,21,1-0,17,70,7
Sonstige67,313,8...
Europa gesamt488,0100,05,2..

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
Dr. Peter LAIMER, Tel. (01) 71128-7849 bzw. peter.laimer@statistik.gv.at

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