Wien, 2007
Bei sog. „Patchwork“- bzw. "Fortsetzungsfamilien" handelt es sich um Familienverbände, in die Elternteile ihre Kinder aus früheren Ehen oder Lebensgemeinschaften in eine neue Beziehung einbringen. Aufgrund der steigenden Scheidungsraten (Gesamtscheidungsrate 2006: 48,9%) gewinnt diese Familienform immer mehr an Bedeutung. Seit Beginn des Jahres 2007 kann der Mikrozensus laufend Daten zur quantitativen Entwicklung dieses Phänomens bereit stellen und trägt damit dem stark gestiegenen Informationsbedarf seitens der Gesellschaft und der Politik Rechnung.
Wie die Ergebnisse des Mikrozensus für das 1. Quartal
2007 zeigen, gibt es in Österreich derzeit rund
Die höchsten Anteile an Patchworkfamilien gibt es mit 12,2% in Wien bzw. in Kärnten (11,6%). Am geringsten ist der Anteil mit 7,2% in Oberösterreich bzw. mit 7,6% in Niederösterreich.
Von den Lebensgemeinschaften mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren sind 29% Patchworkfamilien, von den Ehepaaren mit Kindern dieser Altersgruppe nur 6%. Schränkt man das Alter der Kinder auf unter 15 Jahre ein, sinkt der Anteil der Patchworkfamilien bei Lebensgemeinschaften auf 23%, bei Ehepaaren bleibt es bei 6%.
Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte direkt an Mag. Karin
KLAPFER, Direktion Bevölkerung, Statistik Austria, unter Tel. (01)
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