Wohnsitzanalyse

Aufgabe der Wohnsitzanalyse ist, festzustellen, welche Personen mit Hauptwohnsitz am Stichtag 31.10.2011 bei der Volkszählung zu zählen sind und welche Personen von der Zählung auszuschließen sind. Die rechtliche Grundlage für die Wohnsitzanalyse befindet sich in § 5 Abs. 3 – 6 und in § 7 Abs. 2 und 3 Registerzählungsgesetz (RZG).

Prinzipiell gibt es fünf Gründe, warum Personen mit Hauptwohnsitz von der Zählung auszuschließen sind:

  • Die Person ist vor dem Stichtag verstorben, befindet sich zum Stichtag aber immer noch im Zentralen Melderegister (ZMR).
  • Mehrfachzählungen von Personen zum Stichtag; irrtümlich wird eine Person mit zwei oder mehr Hauptwohnsitzen im ZMR angemeldet.
  • Personen, die nach § 7 Abs. 3 der 90-Tage-Regel unterliegen. Der Sinn dieser Regel liegt darin, die Bevölkerungszahl an eine Mindestaufenthalt-Dauer in Österreich zu binden. Personen, die um den Stichtag herum weniger als 90 Tage in Österreich mit Hauptwohnsitz gemeldet waren, gehören nicht zur Wohnbevölkerung.
  • Personen, die nach § 7 Abs. 2 der 180-Tage-Regel unterliegen, werden in einer anderen Gemeinde gezählt. Diese Regel soll den „Wohnsitztourismus“ zum Zählungszeitpunkt verhindern.  Diese Regel bestimmt, dass Personen, die um den Stichtag herum nur 180 Tage in einer Gemeinde gemeldet waren und davor und danach in einer anderen Gemeinde und zwar in der selben, werden nicht in der Gemeinde mit Hauptwohnsitz gezählt, in der sie sich zum Stichtag aufgehalten haben, sondern in der anderen.
  • Nicht mit Hauptwohnsitz anerkannte Klärungsfälle aufgrund § 5 RZG. Personen, die ausschließlich im ZMR und in keinem anderen Verwaltungsregister mit Lebenszeichen vorkommen, werden von der Zählung ausgeschlossen, wenn sie nach einer brieflichen Befragung den Hauptwohnsitz nicht bestätigt haben und zusätzlich von den Gemeinden nicht als irrtümliche Nichtanerkennung belegt werden können („Karteileichen“).