Wien, 2010
Generell ist, abgesehen von den Landeshauptstadt-Regionen und Wien, ein West-Ost-Gefälle zu erkennen (s. Kartogramm). Nur zehn der 35 NUTS 3-Regionen lagen über dem Österreichwert, die übrigen 25 Regionen darunter. Unter den zehn Regionen mit dem höchsten Bruttoregionalprodukt sind noch das Außerfern, die Region Innsbruck, das Tiroler Unterland und die beiden Vorarlberger Regionen Bludenz–Bregenzer Wald und Rheintal-Bodenseegebiet zu finden.
Betrachtet man die Entwicklung des BRP je Einwohner
im Beobachtungszeitraum 1995
Die mit Abstand größte Wirtschaftsleistung der NUTS 3-Regionen - gemessen in absoluten Zahlen - hat Wien mit einem regionalen BIP von 72,3 Mrd. Euro im Jahr 2007, das entspricht einem Anteil von 26,7% am Österreichwert von rd. 270,8 Mrd. Euro. Das zweitgrößte Bruttoregionalprodukt erwirtschaftet die Region Linz-Wels mit 22,8 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Anteil von 8,4% des gesamtösterreichischen BIP, Graz erreicht mit einem regionalen BIP von 14,7 Mrd. Euro 5,4%; danach folgen Salzburg und Umgebung (14 Mrd. Euro, Anteil 5,2%) und Wiener Umland Südteil (12 Mrd. Euro, 4,4% Anteil). Die bevölkerungsärmsten Regionen Lungau, Mittelburgenland und Außerfern erreichen jeweils weniger als 0,5% des österreichischen BIP (s. Tabelle 2).
Weiterführende Ergebnisse zum Thema können im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/regionale_gesamtrechnungen/nuts3-regionales_bip_und_hauptaggregate/index.html
| Methodische Informationen, Definitionen: Das Bruttoregionalprodukt (BRP = regionales BIP) wird errechnet, indem das Bruttoinlandsprodukt Österreichs anhand der Bruttowertschöpfungen zu Herstellungspreisen auf die Regionen aufgeteilt wird. Bei den Einwohnerzahlen handelt es sich um Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt. Bei der Betrachtung der regionalen BIP-pro-Kopf-Werte ist generell zu beachten, dass sich das Bruttoregionalprodukt auf den Ort der Leistungserstellung (Arbeitsort) bezieht, während die dazu in Relation gesetzten Einwohnerzahlen auf den Wohnort bezogen sind; d.h. dass regionsüberschreitende Pendlerbewegungen unberücksichtigt bleiben. So stellen z.B. das Burgenland oder Teile Niederösterreichs traditionelle Auspendlerregionen dar. Das österreichische Staatsgebiet wird im Rahmen der territorialen Gliederung der EU für statistische Zwecke in 35 NUTS 3-Regionen aufgeteilt – großteils Gruppen von politischen Bezirken, tw. Gerichtsbezirken. Landeshauptstädte werden meist mit ihren Umlandbezirken zusammengefasst. Die NUTS |
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