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Wirtschaftsleistung der Regionen Österreichs 2007; Wien und Landeshauptstadt-Regionen beim regionalen BIP pro Kopf nach wie vor an der Spitze

Wien, 2010-01-18 – Wien liegt, gemessen am BIP pro Kopf (regionales Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, nominell), mit einem Wert von 43.300 Euro im Jahr 2007 nach wie vor an der Spitze. Danach folgen die Regionen Linz-Wels (41.900 Euro), Salzburg und Umgebung (40.900 Euro), das Wiener Umland-Südteil (38.700 Euro) und an fünfter Stelle die Region Graz mit 37.900 Euro. Wie aus den Berechnungen der Statistik Austria zu den NUTS 3-Regionen Österreichs weiters hervorgeht, gehören die Gebiete in den nördlichen und südöstlichen Randlagen Österreichs zu den Regionen mit den niedrigsten BIP-pro-Kopf-Werten. Die niedrigsten Werte weisen die nördlichen Regionen Weinviertel mit 16.500 Euro und Mühlviertel mit 18.100 Euro auf. Die südöstlichen Regionen, die an Ungarn bzw. Slowenien grenzen, weisen BIP-pro-Kopf-Werte zwischen 19.100 Euro (Südburgenland) und 21.300 Euro (West- und Südsteiermark, Oststeiermark) auf. Der Österreichwert lag im Jahr 2007 bei einem BIP von 32.600 Euro je Einwohner (s. Tabelle 1).

Generell ist, abgesehen von den Landeshauptstadt-Regionen und Wien, ein West-Ost-Gefälle zu erkennen (s. Kartogramm). Nur zehn der 35 NUTS 3-Regionen lagen über dem Österreichwert, die übrigen 25 Regionen darunter. Unter den zehn Regionen mit dem höchsten Bruttoregionalprodukt sind noch das Außerfern, die Region Innsbruck, das Tiroler Unterland und die beiden Vorarlberger Regionen Bludenz–Bregenzer Wald und Rheintal-Bodenseegebiet zu finden.

Betrachtet man die Entwicklung des BRP je Einwohner im Beobachtungszeitraum 1995-2007, fällt auf, dass der Abstand von Wien zur zweitstärksten Region (Linz-Wels) deutlich kleiner geworden ist. Dies liegt nicht nur an einer knapp überdurchschnittlichen Entwicklung des regionalen BIP in Linz-Wels und einer etwas unter dem Österreichschnitt verlaufenden Entwicklung des regionalen BIP in Wien, sondern insbesondere auch an der Entwicklung der Wohnbevölkerung, die sich in Wien überdurchschnittlich entwickelte, in Linz-Wels dagegen unterdurchschnittlich. Die schwächste Region, das Weinviertel, konnte dagegen trotz eines Rückgangs der Wohnbevölkerung aufgrund seiner schwachen wirtschaftlichen Entwicklung nicht aufholen.

Die mit Abstand größte Wirtschaftsleistung der NUTS 3-Regionen - gemessen in absoluten Zahlen - hat Wien mit einem regionalen BIP von 72,3 Mrd. Euro im Jahr 2007, das entspricht einem Anteil von 26,7% am Österreichwert von rd. 270,8 Mrd. Euro. Das zweitgrößte Bruttoregionalprodukt erwirtschaftet die Region Linz-Wels mit 22,8 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Anteil von 8,4% des gesamtösterreichischen BIP, Graz erreicht mit einem regionalen BIP von 14,7 Mrd. Euro 5,4%; danach folgen Salzburg und Umgebung (14 Mrd. Euro, Anteil 5,2%) und Wiener Umland Südteil (12 Mrd. Euro, 4,4% Anteil). Die bevölkerungsärmsten Regionen Lungau, Mittelburgenland und Außerfern erreichen jeweils weniger als 0,5% des österreichischen BIP (s. Tabelle 2).

Weiterführende Ergebnisse zum Thema können im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/regionale_gesamtrechnungen/nuts3-regionales_bip_und_hauptaggregate/index.html

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Tabelle 1: Regionen mit den höchsten/niedrigsten BIP-Werten je Einwohner 2007
NUTS 3-Region1)Regionales BIP je Einwohner2) in €
Wien
43.300
Linz-Wels41.900
Salzburg und Umgebung40.900
Wiener Umland-Südteil38.700
Graz37.900
Außerfern37.900
Innsbruck36.100
Oststeiermark21.300
West- und Südsteiermark21.300
Mittelburgenland19.400
Südburgenland19.100
Mühlviertel18.100
Weinviertel16.500
Österreich32.600
Tabelle 2: Regionen mit den höchsten/niedrigsten BIP-Werten 2007
NUTS 3-Region1)Regionales BIP
absolut, in Mrd.€Prozentanteil
am
Österreichwert
Wien
72,326,7
Linz-Wels22,88,4
Graz14,75,4
Salzburg und Umgebung14,05,2
Wiener Umland-Südteil9,84,1
Südburgenland1,60,7
Osttirol1,00,4
Außerfern1,00,4
Mittelburgenland0,70,3
Lungau0,40,2
Österreich235,8100,0
Methodische Informationen, Definitionen:
Das Bruttoregionalprodukt (BRP = regionales BIP) wird errechnet, indem das Bruttoinlandsprodukt Österreichs anhand der Bruttowertschöpfungen zu Herstellungspreisen auf die Regionen aufgeteilt wird. Bei den Einwohnerzahlen handelt es sich um Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt. Bei der Betrachtung der regionalen BIP-pro-Kopf-Werte ist generell zu beachten, dass sich das Bruttoregionalprodukt auf den Ort der Leistungserstellung (Arbeitsort) bezieht, während die dazu in Relation gesetzten Einwohnerzahlen auf den Wohnort bezogen sind; d.h. dass regionsüberschreitende Pendlerbewegungen unberücksichtigt bleiben. So stellen z.B. das Burgenland oder Teile Niederösterreichs traditionelle Auspendlerregionen dar.
Das österreichische Staatsgebiet wird im Rahmen der territorialen Gliederung der EU für statistische Zwecke in 35 NUTS 3-Regionen aufgeteilt – großteils Gruppen von politischen Bezirken, tw. Gerichtsbezirken. Landeshauptstädte werden meist mit ihren Umlandbezirken zusammengefasst. Die NUTS-3-Regionen "Weinviertel" und "Mühlviertel" sind noch ausgeprägtere Grenzregionen als die entsprechenden geographischen Regionen (s. Kartogramm).

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
DI Barbara BEIGL, Tel. (01) 71128-7062 bzw. barbara.beigl@statistik.gv.at

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