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Wintersaison 2009/10: Mit 62,67 Mio. Nächtigungen weiterhin auf hohem Niveau; mit 14,84 Mio. Inländernächtigungen neuerlich Rekordwert erreicht
Wintersaison 2009/10:
Nächtigungen: -0,4%
Ankünfte: +1,6%
Wien, 2010-05-26 - Für die Wintersaison 2009/10 (November 2009 bis April 2010) wurden der Statistik Austria insgesamt 62,67 Mio. Nächtigungen gemeldet. Übertroffen von den beiden vorangegangenen Wintersaisonen mit 62,90 Mio. Nächtigungen (2008/09) und 63,31 Mio. Nächtigungen (2007/08) wurde damit das dritthöchste Ergebnis seit den ersten statistischen Aufzeichnungen von Nächtigungsdaten im Jahr 1875 erzielt. Gegenüber der Saison 2008/09 bedeutet dies einen leichten Rückgang um 0,4%.
Bei den Ankünften (= Zahl der Gäste) wurden die Ergebnisse der vorangegangenen Wintersaisonen (Winter 2007/08 mit 15,18 Mio., Winter 2008/09 mit 15,12 Mio.) mit 15,37 Mio. übertroffen (+1,6% gegenüber 2008/09); damit erreicht die aktuelle Zahl der Ankünfte ein neues Rekordniveau.
Ausländische Gästenächtigungen: -1,1%Das Minus bei den Ausländernächtigungen (–1,1% auf 47,83 Mio.) konnte durch das Plus bei den Nächtigungen der inländischen Gäste (+2,1%) zu einem Teil kompensiert werden.
Inländische Gästenächtigungen: +2,1%Die Inländernächtigungen erreichten mit 14,84 Mio. Nächtigungen einen neuen Rekordwert, der somit noch um rd. 300.000 Nächtigungen über dem Wert des Winters 2008/09 liegt.
Österreichischer Wintertourismus in den vergangenen fünf Jahrzehnten im Aufwärtstrend:
3,8% durchschnittliches Wachstum pro Jahr
Im Langzeitvergleich nahm die Zahl der Übernachtungen in der Wintersaison seit den 1950er-Jahren kontinuierlich zu, sieht man von kleineren Einbrüchen zu Beginn der 1980er-Jahre und Mitte der 1990er-Jahre ab.
Von der Wintersaison 1959/60 mit rd. 10 Mio. Übernachtungen haben sich die Nächtigungen bis zur Saison 2009/10 nahezu versiebenfacht. Die Nächtigungen der ausländischen Gäste haben sich in diesem Zeitraum verneunfacht (von 5,12 Mio. auf 47,83 Mio.), wobei sich jene der deutschen Gäste um knapp das achtfache erhöht haben (von 3,33 Mio. auf 24,93 Mio.). Der Nächtigungsanteil inländischer Gäste reduzierte sich im selben Zeitraum von 47,1% auf 23,7%.
Rückläufige Aufenthaltsdauer seit Beginn der 1980er Jahre:
Minus 2 Nächtigungen
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat in den letzten 30 Jahren kontinuierlich abgenommen, nämlich von 6,1 im Winter 1979/80 auf nunmehr 4,1 Nächtigungen. Die Aufenthaltsdauer nahm um 2,0 Nächtigungen ab, bei ausländischen Gästen um 2,2 bzw. bei inländischen Gästen um 1,9 Nächtigungen.
Gäste aus Zentral- und Osteuropa:
Winter 2009/10: 6,14 Mio. Nächtigungen
Gegenüber Winter 1999/2000: +174%
Betrachtet man die Entwicklung der Nächtigungen von Gästen aus den zentral- und osteuropäischen Ländern in den vergangenen zehn Jahren, erweist sich die Zunahme – wenn auch noch ausgehend von einem vergleichsweise geringen absoluten Niveau - als überdurchschnittlich hoch: Es gab 2,24 Mio. Nächtigungen in der Saison 1999/00, die auf 6,14 Mio. in der Saison 2009/10 (+173,9%) zunahmen.
Bedeutung der Wintermonate gestiegen:  

Nächtigungsanteil Februar 1960: 4,6%  
Februar 2009: 12,9%
Wie dynamisch die Entwicklung des Wintertourismus in den vergangenen Jahrzehnten war, zeigt ein Vergleich des Saisonverlaufs der Nächtigungen im Jahr 1960 bzw. 2009. Lag der Nächtigungsanteil des Februars gemessen am Kalenderjahr 1960 bei nur 4,6%, war der Februaranteil im Kalenderjahr 2009 bereits 3 Mal so hoch (12,9%).
Die drei wichtigsten Herkunftsmärkte in der Wintersaison 2009/10:
Deutschland: -1,2%
Österreich: +2,1%
Niederlande: -2,5%
Zentral- und Osteuropa:
Tschechien:-0,6%
Polen: -2,6%
Russland: +12,6%
Rumänien: -11,5%
Slowakei: +5,2%
Bulgarien: -11,3%
Ausschlaggebend für den leichten Rückgang bei den Nächtigungen (-0,4%) war die Abnahme bei den Gästenächtigungen aus Deutschland, die um 1,2% auf 24,93 Mio. zurückgingen. Gästenächtigungen aus den Niederlanden, dem drittwichtigsten Herkunftsland nach Deutschland, und Österreich waren um 2,5% auf 5,69 Mio. rückläufig. Auch bei Gästen aus dem Vereinigten Königreich und den USA wurden Rückgänge beobachtet (-7,7% bzw. -4,9%), was einerseits auf den krisenbedingten Kaufkraftverlust, aber auch auf die Abwertung des britischen Pfunds und des US-Dollars gegenüber dem Euro zurückzuführen ist.
Bei Gästen aus zentral- und osteuropäischen Ländern wurde gegenüber der Wintersaison 2008/09 ein Rückgang gemeldet: -0,9%. Im Vergleich zum Winter 2008/09 fielen die Rückgänge bei einzelnen Ländern wie bspw. Bulgarien mit -11,3% teils erheblich aus. Tschechien (-0,6%) bzw. Polen (-2,6%) weisen vergleichsweise geringe relative Rückgänge auf. Die Nächtigungen der russischen und slowakischen Gäste konnten hingegen – nach Zuwächsen im Winter 2008/09 (+0,4% bzw. +21,6%) – weiter zulegen (+12,6% bzw. +5,2%).
Fast die Hälfte der Winternächtigungen im Jänner und Februar
November 2009: -1,8%
Dezember 2009: --2,0%
Jänner 2010: -1,6%
Februar 2010: -1,2%
März 2010: +12,9%
April 2010: -13,0%
Die Nächtigungsanteile der Monate Jänner und Februar an der gesamten Wintersaison 2009/10 mit 22,1% bzw. 25,4% waren - wie in den Vorjahren - am höchsten.
Nach Monaten zeigt sich, dass in allen Wintermonaten – abgesehen vom März mit +12,9% (Osterverschiebung; diesjährig Karwoche zum Teil im März, im Vorjahr zur Gänze im April) – die Nächtigungen rückläufig waren, wobei in den anteilsmäßig wichtigsten Monaten Jänner und Februar die Nächtigungen um -1,6% bzw. -1,2% nachließen.
Nächtigungsanteil der 5-/4-Stern-Betriebe:
1999/2000: 26,1%
2009/10: 34,5%
Nach Unterkunftsarten verzeichneten 5-/4-Stern-Hotels gegenüber der Wintersaison 2008/09 ein leichtes Nächtigungsplus von 2,7%, bedingt auch durch die Nächtigungszunahme in Wien (+8,0%), wo der Anteil an 5-/4-Stern-Betrieben überdurchschnittlich hoch ist. In 3- bzw. 2-/1-Stern-Betrieben wurden Nächtigungsrückgänge gemeldet (-2,3% bzw. -4,7%). Entsprechend dem Trend der vergangenen Jahre betrug in den Privatquartieren die Abnahme 6,8% während in privaten Ferienhäusern bzw. -wohnungen die Anzahl der Nächtigungen unverändert geblieben ist.
Im 10-Jahresvergleich nahm die Bedeutung der Privatquartiere (derzeit 5,6% Nächtigungsanteil) zugunsten der qualitativ höherwertigen gewerblichen Beherbergungsbetriebe ständig ab. So wurden im Winter 1999/2000 in Hotelbetrieben der 5-/4-Stern Kategorie insgesamt 13,62 Mio. Nächtigungen gemeldet, was einem Anteil von 26,1% entsprach; der Anteil der Nächtigungen in Privatquartieren betrug 9,3%, jener in privaten Ferienwohnungen bzw. -häusern 12,4%. In der aktuellen Wintersaison 2009/10 lagen die Anteile bei 5-/4-Stern Hotels bei 34,5%, in Privatquartieren bei 5,6% und in privaten Ferienhäusern bzw. -wohnungen bei rd. 13,9%.
Bundesländerergebnisse:
   Tirol: 25,24 Mio.
   Salzburg: 13,81 Mio.
   Steiermark: 5,00 Mio.
In der aktuellen Wintersaison nahmen in drei Bundesländern - Wien, Burgenland und Steiermark - die Nächtigungen zu (+8,0%, +1,7% und +1,5%), während in den verbleibenden Bundesländern die Rückgänge zwischen -0,8% in Salzburg und -2,8% in Kärnten betrugen.
Abgesehen von Wien und der Steiermark (+7,2% bzw. +0,1%) waren in allen Bundesländern die Nächtigungen der ausländischen Gäste rückläufig, am höchsten in Niederösterreich (-11,8%), am geringsten in Salzburg (-1,2%). Die Inländernächtigungen nahmen in allen Bundesländern zu, am höchsten in Wien mit +10,8%, am geringsten in Tirol bzw. Vorarlberg mit jeweils +0,3%.
Weiterführende Hinweise Ausführliche Tabellen zur Ankunfts- und Nächtigungsstatistik finden Sie unter   
http://www.statistik.at/web_de/statistiken/tourismus/beherbergung/ankuenfte_naechtigungen/index.html
Methodische Informationen:
Die Erhebung der Nächtigungen bzw. Ankünfte im Rahmen der Beherbergungsstatistik der STATISTIK AUSTRIA beruht auf den Ergebnissen der rund 1.600 Berichtsgemeinden und wird in den rund 70.000 gewerblichen wie privaten Beherbergungsbetrieben monatlich durchgeführt. Die Ergebnisse können insbesondere nach 16 Unterkunftsarten und nach 67 Herkunftsländern für den Berichtsmonat, die Winter- bzw. Sommersaison und für das Kalenderjahr bis auf Berichtsgemeindeebene ausgewertet werden. In der Datenbank ISIS stehen diese Daten ab 1972 elektronisch, in Printpublikationen ab 1875 zur Verfügung.
Die vorläufigen Ergebnisse werden monatlich am Ende des 1. Folgemonats via Pressemitteilung veröffentlicht; die endgültigen Daten stehen in der Datenbank ISIS Ende des 2. Folgemonats zur Verfügung.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria: 
Dr. Peter LAIMER, Tel. (01) 71128-7849 bzw. peter.laimer@statistik.gv.at und Mag. (FH) Jürgen WEISS, Tel. (01) 71128-7974 bzw. juergen.weiss@statistik.gv.at

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