| 2009
mehr Urlaubsreisen als noch im Vorjahr: | Wien, 2010 |
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| Österreich
als Reiseziel im Trend: Kurzreisen (1 Hauptreisen (ab 4 Nächtigungen): | Als beliebtestes Reiseziel lag Österreich auch 2009 im Trend. Mehr als die Hälfte der Urlaubsreisen
der österreichischen Bevölkerung wurden 2009 im Inland verbracht (52,4%),
um 13,3% mehr als im Jahr davor. Besonders deutlich nahmen die Kurzreisen
zu, die um 20,6% auf 5,7 Mio. anstiegen. Für Auslandsreisen nahmen sich die Österreicher mehr Zeit - der Großteil (73,0%) dauerte mindestens vier Nächtigungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei In- und Auslandsreisen blieb mit 5,6 Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Urlaubsreisen ins Ausland legten um 9,5% auf 8,2 Mio. zu.. Wie in den vergangenen Jahren waren Italien, Deutschland, Kroatien, Spanien und Griechenland auch 2009 die beliebtesten Ziele österreichischer Reisender. Der Anteil der Fernreisen (Urlaubsreisen außerhalb Europas und der Türkei) war leicht rückläufig und lag bei rund 9,5% (2008: 10,9%). Auch 2009 wurde häufiger im Sommer als im Winter verreist. Hauptreisezeit war das 3. Quartal. |
| Haupturlaubsreiseintensität hat sich seit 1969 mehr als verdoppelt - 1969: 27,5%, 2009: 59,3% | Die Ergebnisse der laufenden Erhebungen, die von Statistik Austria seit 1969 durchgeführt werden, belegen: Die Bedeutung von Reisen hat innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte deutlich zugenommen. 1969 unternahm nur etwas mehr als ein Viertel der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren mindestens eine Haupturlaubsreise (27,5%), im Jahr 2009 waren es bereits 59,3%. |
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| Haupturlaubsreisevolumen
zwischen 1969 und 2009 von 2,4 auf 9,3 Mio. mehr als verdreifacht | Das Reisevolumen von Haupturlaubsreisen hat sich in den letzten 40 Jahren mehr als verdreifacht (1969: 2,4 Mio., 2009: 9,3 Mio.): Die Zahl der Haupturlaubsreisen ins Ausland hat sich ungefähr verfünffacht (1969: 1,1 Mio., 2009: 6,0 Mio.), und die Zahl der inländischen Urlaubsreisen hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt (1969: 1,3 Mio., 2009: 3,3 Mio.). |
| Auslandsdestinationen
werden bei Haupturlauben bevorzugt: Italien mit 20,0% (2009) nach wie vor das beliebteste Urlaubsziel im Ausland | Bis zum Anfang der 1980er Jahre wurde die Mehrzahl der Haupturlaubsreisen
im Inland verbracht (1969: 55,0%); auf Grund des stärkeren Wachstums
der Auslandsreisen hat sich dieser Anteil allerdings im Laufe der Zeit
zugunsten ausländischer Destinationen verschoben. 2009 waren 64,3%
der Haupturlaubsreisen Auslandsreisen. Der Radius, in dem sich die österreichische Bevölkerung bei Haupturlaubsreisen bewegt, ist aber relativ klein: Seit Jahren zieht es jene, die eine Haupturlaubsreise ins Ausland machen, in den näheren Süden. Italien ist seit 40 Jahren das beliebteste Ziel für Haupturlaubsreisen im Ausland (2009: 20,0%). Kroatien folgt 2009 auf dem zweiten Platz mit rund 12,1%, vor Deutschland (8,6%), Spanien und Griechenland mit einem Anteil von 6,7% bzw. 6,4%. |
| Haupturlaube
im Winter gewinnen an Bedeutung - 1969: 12,0%, 2009: 32,0% | Generell verreist die österreichische Bevölkerung mehr im Sommer als im Winter, doch Urlaubsreisen im Winter
gewinnen zunehmend an Bedeutung. Während 1969 nur 12,0% der Haupturlaubsreisen im Winter stattfanden, lag der Anteil im Jahr 2009 schon fast bei einem Drittel (32,0%). Seit einigen Jahren ist die Tendenz zu einer saisonal gleichmäßigeren Verteilung der Reisen beobachtbar (1969: 61,5% der Haupturlaube in den Ferienmonaten Juli und August, 2009: 36,0%). |
| Strand- und Badeaufenthalte verlieren an Bedeutung, Aktivurlaube 2009 mit 21,8% das Haupturlaubsreisemotiv Nr. 1 | Die Hauptmotive für Haupturlaubsreisen im In- und ins Ausland sind seit jeher Strand- und Badeaufenthalte, Aktivurlaube und Erholungsurlaube. Die Bedeutung der Strand- und Badeaufenthalte nimmt aber stetig ab: In zwei Jahrzehnten hat sich dieses Reisemotiv, gemessen an den Hauptreisen, halbiert (1987: 37,9%, 2009: 18,1%). Seit 2006 ist der Anteil der Aktivurlaube (2009: 21,8%) höher als der Anteil der klassischen Strand- und Badeaufenthalte. 2009 wurden auch erstmals mehr Studien-, Besichtigungs- und Städteurlaube (2009: 19,5%) als Strand- und Badeaufenthalte durchgeführt. |
| Pkw auch weiterhin das bevorzugte Anreiseverkehrsmittel (2009: 54,5%) | Seit 1969 ist das wichtigste Transportmittel bei Haupturlaubsreisen
der Pkw
(2009: 54,5%). Zu diesem Zeitpunkt spielte das Flugzeug mit einem Anteil
von 3,4% eine geringe Rolle; bis 2009 hat sich der Anteil allerdings
verachtfacht (2009: 28,7%), was vor allem auf Kosten der Bahn geschah:
Im Jahre 1969 wurde die Bahn noch bei einem Viertel aller Haupturlaubsreisen
genutzt, im Jahr 2009 lag der Anteil nur noch bei 7,8%. Während Flugreisen bei Inlandsurlaubsreisen erwartungsgemäß eine geringe Rolle spielen, werden bei Haupturlaubsreisen ins Ausland seit 1996 mehr Reisen mit dem Flugzeug als mit dem Pkw gemacht (Ausnahme: 2001 und 2002). |
| Bei rd.
einem Viertel der Haupturlaubsreisen wird kostenlos übernachtet
(2009: 23,5%) | In den vergangenen Jahren wurde bei rd. drei Viertel aller
Haupturlaubsreisen in entgeltlichen Unterkünften genächtigt (2009:
76,5%). Hotels und ähnliche Betriebe wurden dabei bevorzugt (2009: 52,4%). Bei fast jeder vierten Haupturlaubsreise wurde aber kostenlos bei Freunden, Bekannten bzw. Verwandten oder im eigenen Zweitwohnsitz genächtigt (2009: 23,5%). |
| Weniger
als ein Drittel der Haupturlaubsreisen wird über Reisebüros
bzw. Reiseveranstalter organisiert (2009: 27,9%) | Der überwiegende Teil der Haupturlaubsreisen wird seit 1969 ohne die Hilfe von Reisebüros bzw. Reiseveranstaltern organisiert (2009: 72,1%). In den 1970ern, 1980ern und 1990ern ist der Anteil der Haupturlaubsreisen, die mit Hilfe von Reiseveranstaltern bzw. Vermittlern organisiert wurden, zwar gestiegen, die Anteile stagnieren seither bei rd. 30%. Die Unterstützung eines Reisebüros bzw. Reiseveranstalters wird bevorzugt bei Haupturlaubsreisen ins Ausland in Anspruch genommen (2009: 39,5%). |
| Kürzere Urlaubsreisen im Trend: 49,7% der Haupturlaubsreisen dauerten 2009 zwischen fünf und sieben Tagen | Während vor 40 Jahren die Hälfte der Haupturlaubsreisen noch zwischen einer und zwei Wochen dauerten, lag der Anteil im Jahr 2009 nur noch bei 35,1%. Dementsprechend ist der Anteil der Haupturlaubsreisen die zwischen fünf und sieben Tage dauern, gestiegen, und zwar von rund 11,7% im Jahr 1969 auf 49,7% im Jahr 2009. |
| Methodische Informationen: Bereits seit 1969 wurden im Rahmen der Mikrozensus Erhebungen (face-to-face)
in dreijährigem Abstand (ab 1998 jährlich) Sonderprogramme über das
Reiseverhalten der österreichischen Bevölkerung durchgeführt. Das
Frageprogramm beschäftigte sich vorwiegend mit "Haupturlaubsreisen"
(= Reisen mit vier oder mehr Nächtigungen) und wurde beginnend mit
der Erhebung 1996 entsprechend den Anforderungen der "Europäischen
Richtlinie zur Tourismusstatistik 1995" angepasst, um Vergleiche
bezüglich Binnen- und Ausreiseverkehr mit anderen EU-Mitgliedstaaten
zu ermöglichen. Zuletzt wurde das Mikrozensus-Sonderprogramm zum Reiseverhalten
der österreichischen Bevölkerung für das Berichtsjahr 2002 durchgeführt.
In den Berichtsjahren 2003 und 2004 wurden im Auftrag von der Statistik
Austria und der OeNB vierteljährliche telefonische Erhebungen von hausexternen
Marktforschungsinstituten durchgeführt. Beginnend mit dem Berichtsjahr
2005 werden die Befragungen von der Statistik Austria selbst im hauseigenen
Telefonstudio realisiert. Die telefonischen Befragungen (CATI) werden vierteljährlich bei rund Die Daten werden diversen Plausibilitätsprüfungen unterzogen und i.d.R. zwei Monate nach dem Berichtsquartal publiziert. |
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