Pressemitteilung: 9.726-168/10

Ende April 2010 sinkende Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau: -10,8%

Wien, 2010-07-30 – Ende April 2010 wiesen die österreichischen Bauunternehmen (ohne Baunebengewerbe) nach Berechnung der Statistik Austria Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 6,5 Mrd. Euro auf. Das entsprach einem Rückgang von 10,8% gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau

Im Tiefbau, der mit 50,7% (absolut 3,3 Mrd. Euro) den größten Anteil des gesamten Auftragsvolumens stellte, verminderte sich der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 16,1%. Der rückläufige Trend betraf vor allem die Teilsparten Brücken- und Hochstraßenbau (-43,0%), Sonstiger Tiefbau a.n.g. (-36,0%), Tunnelbau (-24,0%), Rohrleitungs-, Brunnen- und Kläranlagenbau (-22,9%), Kabelnetzleitungstiefbau (-19,3%) sowie Bau von Straßen (-13,2%). Zuwächse bei den Auftragsreserven waren hingegen in den Teilsparten Bau von Bahnverkehrsstrecken (+230,4%) und Wasserbau (+31,5%) zu beobachten (siehe Tabelle 1).

Im Hochbau verminderten sich die Auftragsbestände um 5,2% auf 3,2 Mrd. Euro. Während sie in der Teilsparte Wohnungs- und Siedlungsbau um 7,7% stiegen, gingen sie in den Teilsparten Adaptierungsarbeiten im Hochbau (-18,1%) sowie Industrie-, Ingenieur- und sonstiger Hochbau (-16,1%) zurück.

Regionale Verteilung der Auftragsbestände

In Tirol (+17,5%) und in der Steiermark (+14,9%) erhöhte sich das Auftragsvolumen, alle anderen Bundesländer wiesen rückläufige Auftragsbestände (siehe Tabelle 2) auf: Niederösterreich (-2,2%), Salzburg (-5,4%), Burgenland (-5,6%), Oberösterreich (-12,8%), Vorarlberg (-19,7%), Wien (-23,6%) und Kärnten (-25,3%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, in die all jene Unternehmen einbezogen werden, die eine Beschäftigtengrenze (20 und mehr Beschäftigte) und/oder eine Umsatzgrenze (eine Mio. Euro und mehr Umsatzerlöse) überschreiten. Sie repräsentieren rund 90% der Gesamtproduktion.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Unternehmen, Statistik Austria:  
Leopold MILOTA, Tel.: +43 (1) 71128-7695 bzw. leopold.milota@statistik.gv.at

 

Tabelle 1: Hoch- und Tiefbau – Auftragsbestände
HOCH- UND TIEFBAU am 30.04.2010Auftragsbestände 
in Mio. Euro 1)
Veränderungen zum 
Vorjahr in %
Abbruch- u. vorbereitende Baustellenarbeiten42,4109,3
Hochbau3.182,8-5,2
Wohnungs- und Siedlungsbau1.672,17,7
Adaptierungsarbeiten im Hochbau199,1-18,1
Industrie-, Ingenieur- u. sonstiger Hochbau1.311,6-16,1
Tiefbau3.315,7-16,1
Bau von Straßen1.385,6-13,2
Bau von Bahnverkehrsstrecken168,3230,4
Brücken- u. Hochstraßenbau74,7-43,0
Tunnelbau669,8-24,0
Rohrleitungs-, Brunnen- u. Kläranlagenbau755,2-22,9
Kabelnetzleitungstiefbau175,0-19,3
Wasserbau48,731,5
Sonstiger Tiefbau a.n.g.38,5-36,0
Insgesamt6.540,9-10,8
Tabelle 2: Hoch- und Tiefbau – Regionale Verteilung der Auftragsbestände
HOCH- UND TIEFBAU am 30.04.2010Auftragsbestände 
in Mio. Euro 1)
Veränderungen zum 
Vorjahr in %
Tirol580,017,5
Steiermark725,814,9
Niederösterreich1.001,9-2,2
Salzburg458,0-5,4
Burgenland87,5-5,6
Österreich6.540,9-10,8
Oberösterreich1.345,5-12,8
Vorarlberg199,5-19,7
Wien1.819,5-23,6
Kärnten323,2-25,3

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