Pressemitteilung: 9.707-149/10

Produktionsentwicklung im Sachgüterbereich und Bauwesen im März 2010 positiv; Umsätze +6,2%

Wien, 2010-06-30 – Die 60.706 Unternehmen des gesamten Produzierenden Bereiches (Sachgüterbereich und Bauwesen) erzielten im März 2010 mit 859.353 unselbständig Beschäftigten (-1,9%) Umsätze in der Höhe von 19,2 Mrd. Euro (+6,2%). Rund zwei Drittel des Zuwachses bei der Anzahl der Unternehmen (+4,3% im Vergleich zum Vorjahr) sind auf Bestandsveränderungen bei Arbeitsgemeinschaften des Bauwesens zurückzuführen.

Beginnend mit Berichtsmonat Jänner 2010 hat die Statistik Austria eine methodische Anpassung bei der Berechnung der monatlichen Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich vorgenommen, durch die es möglich wird, 100% des Gesamtumsatzes bzw. der Gesamtproduktion Österreichs – im Gegensatz zur bisherigen Ergebnispräsentation von etwa 90% – und damit alle Unternehmen des Produzierenden Bereichs zu erfassen (siehe methodische Hinweise im letzten Absatz).

Der Sachgüterbereich erzielte auf Betriebsebene mit insgesamt 30.355 Einheiten (+2,3%), in denen 621.624 unselbständig Beschäftigte (-3,2%) arbeiteten, einen abgesetzten Produktionswert von 16,3 Mrd. Euro (+4,7%). Im Bauwesen lag die abgesetzte Produktion der 31.017 Betriebe (+6,1%) bei 2,6 Mrd. Euro (+8,5%).

Die zehn wichtigsten Branchen des Sachgüterbereichs entwickelten sich gegenüber dem Vorjahresmonat wie folgt (siehe Tabelle):

Herstellung von Kraftwagen und -teilen: +39,0% (1,0 Mrd. Euro), Herstellung von Holz-, Flecht- Korb- und Korkwaren (ohne Möbel): +16,7% (602,0 Mio. Euro), Metallerzeugung und -bearbeitung: +11,9% (1,2 Mrd. Euro), Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden: +10,5% (529,0 Mio. Euro), Herstellung von Metallerzeugnissen: +6,8% (1,1 Mrd. Euro), Nahrungs- und Futtermitteln: +3,4% (1,2 Mrd. Euro), Maschinenbau: +1,9% (1,5 Mrd. Euro), Energieversorgung: +1,4% (2,8 Mrd. Euro), Herstellung von chemischen Erzeugnissen: -3,1% (559,3 Mio. Euro) sowie Herstellung von elektrischen Ausrüstungen: -20,5% (954,5 Mio. Euro).

Die Betriebe der 14 erhobenen Branchen des Sachgüterbereichs verbuchten Ende März 2010 bei Auftragseingängen von 7,7 Mrd. Euro – dies entsprach einem Anstieg von 33,3% im Vergleich zum Vorjahr – Auftragsbestände in Höhe von 30,8 Mrd. Euro (-3,4%).

Im gesamten Bauwesen (Hoch- und Tiefbau einschließlich Baunebengewerbe) erwirtschafteten die 31.017 Betriebe (+6,1%) mit 238.282 unselbständig Beschäftigten (+1,1%) einen Produktionswert von 2,6 Mrd. Euro (+8,5%). Bedingt durch Aktualisierungen im Unternehmensregister sind ab 2010 rund 1.536 Betriebe (ARGEN) neu enthalten, die auch in der modellbasierten Datenergänzung (MDE) berücksichtigt werden; dadurch erhöht sich die abgesetzte Produktion um rund 132 Mio. Euro. Ohne Einbeziehung dieser ARGEN würde die Veränderung zum Vorjahresmonat bei den Betrieben +0,8% und bei der abgesetzten Produktion +3,8% betragen.

Die Auftragseingänge im Bauwesen lagen Ende März 2010 bei 2,0 Mrd. Euro; das bedeutete ein Plus von 2,0%. Die verfügbaren Auftragsreserven in der Höhe von 8,5 Mrd. Euro lagen zum Monatsende 1,5% unter dem Vorjahresniveau.

Detaillierte Ergebnisse bzw. Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Die gegenständlichen Hauptergebnisse basieren zum einen auf den primärstatistischen Daten der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, in die - wie bisher - all jene Unternehmen einbezogen werden, die eine Beschäftigtengrenze (20 und mehr Beschäftigte) und/oder eine Umsatzgrenze (eine Mio. Euro und mehr Umsatzerlöse) überschreiten und somit rund 90% des Gesamtumsatzes bzw. der Gesamtproduktion repräsentieren, zum anderen auf einem modellbasierten Ansatz zur Datenergänzung (MDE). Letzterer versucht einerseits die Merkmalszusammenhänge der monatlichen Konjunkturerhebung einzubinden, und andererseits die Informationen aus den verschiedenen Verwaltungsquellen effizient zu nutzen. Dadurch soll die Struktur der Grundgesamtheit der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich auf Aktivitätsebene als Kombination aus Primärdaten, Sekundärdaten und Modellrechnung dargestellt werden. Detaillierte methodische Beschreibungen finden sich auf der Webseite der Statistik Austria.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Unternehmen, Statistik Austria:  
Leopold MILOTA, Tel.: +43 (1) 71128-7695 bzw. leopold.milota@statistik.gv.at

 

Tabelle: Ausgewählte Branchen des Sachgüterbereichs – Wert der abgesetzten Produktion
SACHGÜTER 03/2010Produktion insgesamt 
in Mio. Euro
Veränderungen zum 
Vorjahr in %
Sachgüter (insgesamt)16.281,74,7
Darunter
Energieversorgung2.849,51,4
Maschinenbau1.452,31,9
Metallerzeugung und -bearbeitung1.159,911,9
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln1.156,93,4
Herstellung von Metallerzeugnissen1.062,86,8
Herstellung von Kraftwagen und -teilen1.046,339,0
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen954,5-20,5
Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)602,016,7
Herstellung von chemischen Erzeugnissen559,3-3,1
Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden529,010,5

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