| Deutlicher Anstieg der Inflation auf 2,2% | Wien, 2008 |
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| „Wohnen, Wasser und Energie“ sowie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ für mehr als die Hälfte der Inflation verantwortlich | Die Ausgabengruppe "Wohnen, Wasser und Energie" ist mit
durchschnittlichen Preissteigerungen von 4,6% für fast 0,8 Prozentpunkte
oder circa 40% der Inflationsrate 2007 verantwortlich. Hauptinflationstreiber
war hier die Instandhaltung von Wohnungen, aber auch Preiserhöhungen
für Haushaltsenergie. An zweiter Stelle zeichnen "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" |
| Hauptpreistreiber:
„Wohnen, Wasser und Energie“ | Die Ausgabengruppe "Wohnen, Wasser und Energie" wies im
Gesamtjahr 2007 relativ konstant durchschnittliche Preissteigerungen
zwischen 4% und 5% auf. Hätten diese Preissteigerungen nicht stattgefunden,
wäre die Jahresinflation um 0,8 Prozentpunkte niedriger ausgefallen. An erster Stelle steht die Instandhaltung von Wohnungen, deren Preise um durchschnittlich 5,4% höher waren als im Jahr zuvor. Verursacht wurde dies vor allem durch Preiserhöhungen beim Material um 7%. Beispielsweise waren Ziegelsteine und Holzverkleidungen um 11% und Zement um 10% teurer als im Jahr 2006. Demgegenüber haben sich die Preise der Dienstleistungen zur Wohnungsinstandhaltung nur um moderate 3% erhöht. Die größten durchschnittlichen Preissteigerungen waren hier bei der Zentralheizung und bei den Zimmermannsarbeiten um jeweils 7% zu verzeichnen. Die Preissteigerungen für Haushaltsenergie Die kräftigen Preissteigerungen der Heizölpreise im vierten Quartal 2007 Feste Brennstoffe zeigen eine gegenläufige Entwicklung: Hier waren im ersten Halbjahr noch hohe Steigerungsraten um 8% (erstes Quartal Der dritte Platz wird von der Ausgabengruppe sonstige Dienstleistungen/Wohnung mit einem Plus von 4,6% eingenommen. Hier weisen die Betriebskosten für Mietwohnungen Demgegenüber stiegen die Preise für Wohnungsmieten im Jahresabstand nur um 2,0%, die Ausgaben für Eigentumswohnungen jedoch um 5,6%. Letztere sind nur im VPI und nicht im HVPI enthalten. |
| Nahrungsmittel heizen Inflation um 0,5 Prozentpunkte an | Die Teuerungen im Nahrungsmittelbereich haben im Verlauf des Jahres
2007 eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren, da
sich die durchschnittlichen Preissteigerungen bei "Nahrungsmittel
und alkoholfreie Getränke" im Verlauf des Jahres 2007 verdoppelt
haben. Im ersten Quartal waren Erhöhungen um durchschnittlich 3% zu
beobachten, im letzen Quartal jedoch Preissteigerungen um durchschnittlich
7%. Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" Hauptverantwortlich waren in dieser Ausgabengruppe Preisanstiege bei Molkereiprodukten und Eiern um durchschnittlich 8%. Erste Erhöhungen fanden im Sommer (Juli und August) statt und wurden durch weitere deutliche Anstiege im Oktober verstärkt. Die durchschnittlichen Teuerungsraten lagen im ersten Quartal bei 4%, und im vierten Quartal bei 15%. Damit waren diese zu Jahresende fast vier Mal so hoch wie zu Jahresbeginn. Etwa die Hälfte der Milchprodukte weist Steigerungsraten über 10% auf. Speisetopfen ist um 14% teurer als im Jahr zuvor, Sauerrahm, Joghurt und Gouda um 12%, Schlagobers um 11% und Vollmilch, Camembert und Emmentaler um 10%. Aber auch Brot und Getreideerzeugnisse zeigten eine ähnliche, wenn auch abgeschwächte Entwicklung. Hier lagen die Teuerungsraten im ersten Quartal bei 3% und im vierten Quartal bei 8%. Damit lag sie etwa drei Mal so hoch wie zu Jahresbeginn. Germknödel (tiefgekühlt) und Salzstäbchen sind um 8% teurer als im Jahr 2006, Teigwaren und Gebäck um 7% und Weizenmehl, Semmel und Weißbrot um 6%. Viele Produkte zeigen auch hier signifikante Preisanstiege im Jahresablauf und weisen im vierten Quartal 2007 eine Steigerung von über 10% auf: Gebäck, Butterkekse, Haselnussschnitten und Germknödel tiefgekühlt. Herausstechend ist die Steigerung um 16% bei Teigwaren im vierten Quartal. Aber auch saisonale Produkte, wie Obst und Gemüse, weisen Preissteigerungen gegenüber dem Jahr 2006 auf. Gemüse wurde um 6% teurer, Obst hingegen nur um 2%. |
| Mikro-Warenkorb 2007 deutlich teurer als 2006 | Der tägliche Einkauf (Mikrowarenkorb, deckt etwa 4% des Ausgabenanteils des VPI-Warenkorbes ab) wurde im Jahr 2007 um durchschnittlich 5,0% teurer und lag in der Preisentwicklung somit deutlich über der allgemeinen VPI-Inflationsrate von 2,2%. Im Jahr 2006 sind die Preise der Produkte des Mikrowarenkorbs nur um durchschnittlich 1,6% angestiegen. Der hohe Wert des Jahres 2007 ist vor allem auf Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen. Bis auf die Position Tageszeitungen enthält der Mikrowarenkorb nur Nahrungsmittel und Getränke. |
| Mini-Warenkorb 2007 leicht über VPI-Inflationsrate | Die durchschnittliche Jahresveränderungsrate des Miniwarenkorbes, der etwa 15% des VPI-Warenkorbes umfasst und die Ausgaben eines wöchentlichen Einkaufs repräsentieren soll, beträgt 2,8% und liegt somit um 0,6 Prozentpunkte über der VPI-Inflationsrate von 2,2%. Dazu trugen hauptsächlich Preissteigerungen im Bereich der Nahrungsmittel bei. Dämpfend wirkten in den ersten neun Monaten die Treibstoffpreise, die erst im letzten Quartal deutlich angezogen haben. |
| Treibstoffe um 2% höher als 2006 | Die Treibstoffpreise haben die Jahresinflationsrate um fast 0,1 Prozentpunkte
erhöht und lagen im Jahr 2007 durchschnittlich um 2% über dem Niveau
von 2006. Die moderate Jahresveränderungsrate bei den Treibstoffpreisen
lässt sich dadurch erklären, dass die Treibstoffpreise besonders
im ersten |
| Preisdämpfer im Jahr 2007 | Auch im Jahr 2007 war ein weiterer Preisverfall bei technischen Geräten
und in wettbewerbsintensiven Sparten zu beobachten. Traditionellerweise
weist die Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung" Preisrückgänge
auf. Im Jahr 2007 lagen die Preise um durchschnittlich 3,3% unter dem
Vorjahresniveau. Weitere bedeutsame Preisrückgänge waren bei Flugtickets
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| HVPI im
Jahr 2007: | Mit 2,2% liegt der Jahresdurchschnitt des HVPI im Jahr 2007 leicht über
dem Inflationsziel der EZB von 2,0%. Nach 1,7% im Jahr 2006 erreicht
der HVPI wieder einen ähnlichen Wert wie im Jahr 2005 (2,1%). Obwohl
die beiden Jahresinflationsraten nach nationalem und europäischem Konzept
gleich hoch sind, kommen unterschiedliche Effekte, durch die unterschiedliche
Abdeckung der beiden Indizes zu tragen. Im VPI sind Ausgaben zum eigentümergenutzten Wohnen beinhaltet. Gerade das Material zur Wohnungsinstandhaltung verteuerte sich im Jahr 2007 überdurchschnittlich und erhöht daher den VPI um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem HVPI. Aber auch Versicherungen, welche im VPI mit dem Bruttokonzept gemessen werden, verursachen weitere 0,1 Prozentpunkte. Diese haben im VPI eine höhere Bedeutung, weil sie mit den Bruttoprämien gewichtet werden. Im HVPI wird nur die Nettoprämie (Bruttoprämie minus Rückzahlungen durch die Versicherungen) berücksichtigt. Andererseits sind im HVPI die Ausgaben von Touristen in Österreich enthalten, die für eine höhere Bedeutung der Bewirtungsdienstleistungen verantwortlich sind. Diese haben sich im Jahr 2007 leicht über dem Durchschnitt entwickelt und erhöhen daher den HVPI um etwas mehr als 0,1 Prozentpunkte. Aber auch die "Nachrichtenübermittlung" hat im HVPI einen preistreibenden Effekt und erhöht die HVPI-Inflationsrate um weitere 0,2 Prozentpunkte. |
| 0,1 Prozentpunkte im Jahr 2007 auf Steuererhöhungen zurückzuführen | Der HVPI-KS ist mit 2,1% um 0,1 Prozentpunkte niedriger als der HVPI.
Im Jänner 2007 wurde der Zuschlag für Ökostromanlagen und der
Kraft-Wärme-Kopplungs-Zuschlag auf den Strom-Arbeitspreis abgeschafft
und im Gegenzug die Zählpunktpauschale eingeführt. Außerdem kam es
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| Inflation für Pensionistenhaushalte im Jahr 2007 um durchschnittlich 0,4 Prozentpunkte höher als Gesamtinflationsrate | Auch der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) liegt mit 2,6%
etwa so hoch wie im Jahr 2005 (2,5%). Damit ist er um 0,4 Prozentpunkte
höher als die allgemeine Inflationsrate. Für ein Drittel der PIPH Inflationsrate von 2,6% sind die Ausgaben für "Wohnen, Wasser und Energie" verantwortlich. An zweiter Stelle erklären die Preissteigerungen bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" ein Fünftel der Inflationsrate. An dritter Stelle steht die Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen". Hauptverantwortlich für die Differenz von 0,4 Prozentpunkten zur allgemeinen Teuerungsrate sind die Gesundheitsdienstleistungen. Die Preissteigerungen bei Pflegeheimen und Spitalskosten erhöhen den PIPH um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem VPI. Naturgemäß haben die Seniorenheime aber auch andere Ausgaben aus der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" eine größere Bedeutung im PIPH. Insgesamt erhöhen sie den PIPH um etwa 0,15 Prozentpunkte. Weitere 0,15 Prozentpunkte sind durch die Verkehrsdienstleistungen verursacht. Aufgrund ihrer geringeren Bedeutung für Pensionistenhaushalte wirken die Preisrückgänge bei Flugtickets im PIPH bei weitem nicht so preisdämpfend wie im VPI und erhöhen daher die durchschnittliche Inflationsrate des PIPH. |
| PKW-Index
im Jahr 2007: | Der Jahresdurchschnitt des PKW-Index, einer Sondergliederung des VPI, ist mit 1,4% deutlich niedriger als die allgemeine Inflationsrate. Erst durch die Preissteigerungen bei Treibstoffen im letzten Quartal erreicht der PKW-Index vergleichbare bzw. deutlich höhere Werte als der VPI. In den ersten neuen Monaten war der PKW-Index aber deutlich niedriger. Das letzte Quartal konnte jedoch die ersten drei Quartale nicht kompensieren. |
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