Pressemitteilung:
9.720-162/10
Wien, 2010-07-20 –
Der Index der Erzeugerpreise der Industrie, EPI 2005, erreichte nach
Berechnungen der Statistik Austria im Mai 2010
109,2 Punkte und stieg damit um 2,9% gegenüber dem Vorjahresmonat an.
Bereits in den Monaten April 2010 und März 2010 verzeichneten die industriellen
Erzeugerpreise einen Aufwärtstrend, die Jahresteuerung betrug hier
2,5% bzw. 0,5%. Gegenüber dem Vormonat stieg der Index um 0,8%.
Teuerungen im Bereich Metallerzeugung und
-bearbeitung: +8,8% gegenüber Vorjahresmonat
Hauptpreistreiber im Mai 2010 waren die Vorleistungsgüter,
die im Schnitt um 4,6% gegenüber dem Vorjahresmonat anstiegen. Im April
2010 und März 2010 lag die Jahresveränderungsrate hier noch bei 2,5%
bzw. -0,6%. Nachdem die Preise im Bereich der "Metallerzeugung und
-bearbeitung" im Jahr 2009 um durchschnittlich 10,4% gefallen waren,
wurden im Mai 2010 (+8,8%) und April 2010 (+1,6%) erstmals wieder Teuerungen
beobachtet. "NE-Metalle und Halbzeug daraus" erhöhten sich
um 15,0%; "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" um 8,5%,
sowie "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und
Stahl" um 7,0%.
Weitere nennenswerte Preisanstiege gab es bei den
Vorleistungsgütern für die Produktgruppen "Chemiefasern"
(+17,4%), "Holz, gesägt und gehobelt" (+8,9%) sowie für
"Natursteine, Kies, Sand, Ton und Kaolin" (+5,6%). Preisnachlässe
registrierten hingegen "feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren"
(-10,2%) sowie "Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse" (-3,8%).
Neben den Vorleistungsgütern waren es im Mai 2010
auch die Energiepreise, die den Erzeugerpreisindex
anwachsen ließen, gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen diese um 7,7%
(April 2010: +7,4%, März 2010: +4,1%) an. "Dienstleistungen der
Wärme- und Kälteversorgung" erhöhten sich um 11,6%, "elektrischer
Strom und Dienstleistungen der Stromversorgung" um lediglich 0,3%.
Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise würde die Jahresteuerungsrate
der industriellen Erzeugnisse bei 2,1% liegen.
Eine gegenläufige Preistendenz zwischen Verbrauchsgütern
(Mai 2010: -0,5%, April 2010: -1,0%, März 2010: -0,4%) und Gebrauchsgütern
(Mai 2010: +0,6%, April 2010: +0,9%, März 2010: +0,5%) konnte in den
letzten Monaten beobachtet werden. Seit Mai 2009 gingen die Preise für
Verbrauchsgüter laufend zurück, während die Preise für Gebrauchsgüter
in diesem Zeitraum anstiegen. Starke Preissenkungen verzeichneten bei
den Verbrauchsgütern vor allem "Sportgeräte" (-12,6%), "Leder
und Lederwaren (ohne Lederbekleidung und Schuhe)" (-4,1%) sowie
"Obst- und Gemüseerzeugnisse" (-3,0%). Für die positive Entwicklung
der Gebrauchsgüter war im Mai 2010 vor allem die Erhöhung der Preise
für "Möbel" (+1,1%) verantwortlich.
Kurzfristvergleich der Indexergebnisse
Der Indexanstieg von 0,8% gegenüber dem Vormonat
ist hauptsächlich auf die Teuerungen in der "Metallerzeugung und
-bearbeitung" (+5,4%), "Energieversorgung" (+0,5%) sowie
der Herstellung von "Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+0,6%)
zurückzuführen. Preisnachlässe gegenüber dem Vormonat gab es in
der "Getränkeherstellung" (-2,3%) sowie in der Herstellung
von "Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und
Erden" (-0,2%).
Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen
zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter finden Sie auf unserer Webseite.
Methodische
Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode
wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe
wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl
des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005
100,0.
Gebrauchsgüter: sind langlebige Konsumgüter, wie z.B. Geräte der
Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte oder Möbel.
Verbrauchsgüter: sind kurzlebige Konsumgüter, wie z.B. Lebensmittel
oder Getränke. |
|---|
Rückfragen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter
beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at
| | | Basisjahr
2005 | %
Vormonat/
-periode | %
Vorjahresmonat/
-periode |
|---|
| 2009 | Jänner | 107,5 | 0,1 | 0,8 |
|---|
| | Februar | 107,3 | –0,2 | 0,6 |
|---|
| | März | 107,0 | –0,3 | –0,1 |
|---|
| 1.
Quartal 2009 | | 107,3 | –1,2 | 0,5 |
|---|
| | April | 105,7 | –1,2 | –1,6 |
|---|
| | Mai | 106,1 | 0,4 | –1,5 |
|---|
| | Juni | 106,1 | 0,0 | –2,3 |
|---|
| 2.
Quartal 2009 | | 106,0 | –1,2 | –1,8 |
|---|
| 1.
Halbjahr 2009 | | 106,6 | - | –0,7 |
|---|
| | Juli | 105,8 | –0,3 | –3,2 |
|---|
| | August | 106,2 | 0,4 | –2,7 |
|---|
| | September | 107,1 | 0,8 | –2,4 |
|---|
| 3.
Quartal 2009 | | 106,4 | 0,4 | –2,7 |
|---|
| | Oktober | 106,2 | –0,8 | –3,2 |
|---|
| | November | 106,4 | 0,2 | –2,0 |
|---|
| | Dezember | 106,3 | –0,1 | –1,0 |
|---|
| 4.
Quartal 2009 | | 106,3 | –0,1 | –2,1 |
|---|
| Jahresdurchschnitt
2009 | | 106,5 | - | –1,6 |
|---|
| 2010 | Jänner | 106,6 | 0,3 | –0,8 |
|---|
| | Februar | 106,9 | 0,3 | –0,4 |
|---|
| | März | 107,5 | 0,6 | 0,5 |
|---|
| 1.
Quartal 2010 | | 107,0 | 0,7 | –0,3 |
|---|
| | April*) | 108,3 | 0,7 | 2,5 |
|---|
| | Mai*) | 109,2 | 0,8 | 2,9 |
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