Pressemitteilung: 9.696-138/10

Erzeugerpreise der Industrie im April 2010 um 2,5% über dem Vorjahresniveau

Wien, 2010-06-18 – Der Index der Erzeugerpreise der Industrie, EPI 2005, verzeichnete nach Berechnungen der Statistik Austria im April 2010 einen Anstieg von 2,5% gegenüber dem Vorjahresmonat und lag somit bei 108,3 Punkten. Bereits im Vormonat März 2010 wurde eine Jahresteuerungsrate von 0,4% festgestellt. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,8%.

Hauptpreistreiber im April 2010 war der Sektor Energie (+7,4% gegenüber Vorjahresmonat)

Wie bereits im letzten Monat hatten die Preisanstiege im Energiesektor den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate. Durchschnittlich gab es hier eine Erhöhung von 7,4% (März 2010: +4,1%, Februar 2010: +1,5%) gegenüber dem Vorjahresmonat. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise wäre der Erzeugerpreisindex im April 2010 lediglich um 1,5% gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen.

Wesentliche Teuerungen registrierten auch die Preise für Vorleistungsgüter, die erstmals seit Jänner 2009 (Jahresveränderungsrate +1,0%) wieder einen Anstieg aufwiesen. Die Jahresteuerung betrug 2,5% gegenüber April 2009. Im März 2010 und Februar 2010 lag die Jahresveränderungsrate für Vorleistungsgüter noch bei -0,6% bzw. -1,6%. Signifikant gestiegen sind im April 2010 die Preise für die Produktgruppen "NE-Metalle und Halbzeug daraus" (+14,4%), "Chemiefasern" (+11,3%) sowie für "Holz, gesägt und gehobelt" (+8,7%). Feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren erhöhten sich um 5,5%, Gießereizeugnisse sowie sonstige Porzellan- und keramische Erzeugnisse um jeweils 3,2%. Weiterhin rückläufig waren die Preise für Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (April 2010: -4,2%, März 2010: -4,6%, Februar 2010: -5,5%) sowie für Futtermittel (April 2010: -1,6%, März 2010: -1,6%, Februar 2010: -2,5%).

Die Preise für Investitionsgüter und Gebrauchsgüter wiesen im April 2010 einen positiven Preistrend auf. Investitionsgüter stiegen im Jahresabstand um 1,6% (März 2010: -0,1%, Februar 2010: +0,4%) und Gebrauchsgüter um 0,9% (März 2010: 0,5%, Februar 2010: 0,3%). Deutliche Preissteigerungen gab es bei Investitionsgütern für Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+5,2%) sowie für sonstige nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen (+4,1%).

Die Preise für Verbrauchsgüter gingen im April 2010 um 1,0% im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Die höchsten Preisrückgänge verzeichneten hier Sportgeräte, die um 12,5% gegenüber dem Vorjahresmonat fielen. Am Lebensmittelsektor wurden unterschiedliche Preistendenzen festgestellt, Obst- und Gemüseerzeugnisse verbilligten sich um 4,2%, haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse um 2,2% sowie Back- und Teigwaren um 0,2%. Preissteigerungen gab es für pflanzliche und tierische Öle und Fette (+3,6%), Getränke (+1,4%) sowie für Milch und Milcherzeugnisse (+1,2%).

Starke Preissteigerung in der Metallerzeugung und -verarbeitung (+3,6%) gegenüber März 2010

Der Anstieg des Index von 0,8% gegenüber März 2010 ist vorwiegend auf die positive Preisentwicklung in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+3,6%) zurückzuführen. NE-Metalle und Halbzeug daraus verteuerten sich um beachtliche 7,2%, sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl um 2,4% sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 2,3% gegenüber dem Vormonat. Dämpfend wirkten sich auf den Erzeugerpreisindex die Preisnachlässe in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-0,4%) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-0,2%) gegenüber dem Vormonat aus.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d.h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005 100,0.

Rückfragen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at 

 

Industrieller Erzeugerpreisindex1) (Gesamtindex) 2005=100
  Basisjahr 2005% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2009Jänner107,50,10,8
 Februar107,3–0,20,6
 März107,0–0,3–0,1
1. Quartal 2009 107,3–1,20,5
 April105,7–1,2–1,6
 Mai106,10,4–1,5
 Juni106,10,0–2,3
2. Quartal 2009 106,0–1,2–1,8
1. Halbjahr 2009 106,6-–0,7
 Juli105,8–0,3–3,2
 August106,20,4–2,7
 September107,10,8–2,4
3. Quartal 106,40,4–2,7
 Oktober106,2–0,8–3,2
 November106,40,2–2,0
 Dezember106,3–0,1–1,0
4. Quartal 2009 106,3–0,1–2,1
Jahresdurchschnitt 2009 106,5-–1,6
2010Jänner106,60,3–0,8
 Februar106,90,3–0,4
 März*)107,40,50,4
1. Quartal*) 107,00,7–0,3
 April*)108,30,82,5

Rückfragen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria: Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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