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Wien, 2010-05-20 – Der Index der Erzeugerpreise der Industrie,
EPI 2005, erreichte nach Berechnungen der Statistik Austria im März 2010
107,4 Punkte und lag somit um 0,4% über dem Vorjahresniveau. Erstmals
seit Februar 2009 (Jahresveränderungsrate: +0,6%) registrierten die
Erzeugerpreise wieder eine Steigerung. Gegenüber dem Vormonat Februar
2010 erhöhte sich der Index um 0,8%.
Im 1. Quartal 2010 verzeichneten die industriellen Erzeugnisse
einen positiven Preistrend, besonders in den Monaten Jänner 2010 (+0,3%
gegenüber Dezember 2009) und März 2010 (+0,8% gegenüber Februar 2010)
zogen die Erzeugerpreise an. Im Vergleich zum 4. Quartal 2009 stieg der
Index um 0,6%, gegenüber dem 1. Quartal 2009 fiel er um 0,4%.
Energiepreise um 4,1% über Märzniveau 2009
Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate
von 0,4% hatten die Energiepreise, die im Schnitt um 4,1% gegenüber dem Vorjahresmonat
anstiegen. In den Monaten Februar 2010 und Jänner 2010 lag die Jahresteuerungsrate
für Energie bei 1,1% bzw. 0,8%. Ohne Berücksichtigung der Preise für
den Energiesektor wäre der Erzeugerpreisindex im März 2010 um 0,4%
gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.
Dämpfend wirkte sich die Preisentwicklung der Vorleistungsgüter
auf den Erzeugerpreisindex aus, im Jahresabstand sanken diese um 0,6%
(Februar 2010: -1,7%, Jänner 2010: -2,6%). Deutlich zurückgegangen sind
hier die Preise in der Metallerzeugung und –bearbeitung (März 2010:
-6,1%, Februar 2010: -8,2%, Jänner 2010: -11,5%). Roheisen, Stahl und
Ferrolegierungen verbilligten sich um 11,0%, sonstige Erzeugnisse der
ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl um 9,4%. Preisrückgänge gab
es weiters für feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren (-5,2%), Mahl-
und Schälmühlenerzeugnisse (-4,6%) sowie für Anstrichmittel, Druckfarben
und Kitte (-2,7%). Im Jahresvergleich signifikant angestiegen sind die
Preise für die Produktgruppen "chemische Grundstoffe, Düngemittel
und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer
Kautschuk in Primärform" (+12,7%), Chemiefasern (+9,4%) sowie
NE-Metalle und Halbzeug daraus (+7,4%).
Der Preistrend für Verbrauchsgüter (März 2010: -0,4%, Februar 2010: -0,3%, Jänner
2010: -0,9%)
und Investitionsgüter
(März 2010: -0,1%, Februar 2010: -0,8%, Jänner 2010: +0,4) zeigte im März 2010 weiterhin nach unten. Verbilligungen
gab es bei den Verbrauchsgütern vor allem für Sportgeräte (-7,1%),
Leder und Lederwaren (-3,4%) sowie für Obst- und Gemüseerzeugnisse
(-2,6%). Nachdem die Preise für Milch und Milcherzeugnisse im Jahresdurchschnitt
2009 um 5,6% fielen, ist im Jahr 2010 nun wieder eine Entspannung der
Lage in Sicht. Im März 2010 und Februar 2010 erhöhten sich diese um
0,8% bzw. 0,3%. Teuerungen verzeichneten bei den Verbrauchsgütern die
Preise für pflanzliche und tierische Öle und Fette (+9,7%) sowie Getränke
(+3,3%).
Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im März 2010 um 0,5% über dem Vorjahresniveau.
Münzen, Schmuck und ähnliche Erzeugnisse kosteten um 1,7%, Möbel
um 1,1% mehr als im März des Vorjahres.
Erzeugerpreise in der Metallerzeugung und
-verarbeitung um 1,1% über Februar 2010
Der Anstieg von 0,8% gegenüber Februar 2010 ist überwiegend
auf die Erhöhung der Preise in der Metallerzeugung und -bearbeitung
(+1,1%), der Herstellung von Metallerzeugnissen (+1,1%) sowie in Herstellung
von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen
(+0,7%) zurückzuführen. Verbilligungen bzw. stabile Preise gegenüber
dem Vormonat verzeichneten die Bereiche der Herstellung von Glas und
Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (-1,3%) sowie
der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+/- 0,0%).
| | | Basisjahr
2005 | %
Vormonat/
-periode | %
Vorjahresmonat/
-periode |
|---|
| 2009 | Jänner | 107,5 | 0,1 | 0,8 |
|---|
| | Februar | 107,3 | –0,2 | 0,6 |
|---|
| | März | 107,0 | –0,3 | –0,1 |
|---|
| 1.
Quartal 2009 | | 107,3 | –1,2 | 0,5 |
|---|
| | April | 105,7 | –1,2 | –1,6 |
|---|
| | Mai | 106,1 | 0,4 | –1,5 |
|---|
| | Juni | 106,1 | 0,0 | –2,3 |
|---|
| 2.
Quartal 2009 | | 106,0 | –1,2 | –1,8 |
|---|
| 1.
Halbjahr 2009 | | 106,6 | - | –0,7 |
|---|
| | Juli | 105,8 | –0,3 | –3,2 |
|---|
| | August | 106,2 | 0,4 | –2,7 |
|---|
| | September | 107,1 | 0,8 | –2,4 |
|---|
| 3.
Quartal | | 106,4 | 0,4 | –2,7 |
|---|
| | Oktober | 106,2 | –0,8 | –3,2 |
|---|
| | November | 106,4 | 0,2 | –2,0 |
|---|
| | Dezember | 106,3 | –0,1 | –1,0 |
|---|
| 4.
Quartal 2009 | | 106,3 | –0,1 | –2,1 |
|---|
| Jahresdurchschnitt
2009 | | 106,5 | - | –1,6 |
|---|
| 2010 | Jänner | 106,6 | 0,3 | –0,8 |
|---|
| | Februar*) | 106,6 | 0,0 | –0,7 |
|---|
| | März*) | 107,4 | 0,8 | 0,4 |
|---|
| 1.
Quartal*) | | 106,9 | 0,6 | –0,4 |
|---|
|
| Methodische
Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode
wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe
wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d.h. die durchschnittliche Messzahl
des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005
100,0. |
|---|
Nähere Informationen zum Erzeugerpreisindex
für Sachgüter erhalten Sie im Ergebnisteil unter http://www.statistik.at/web_de/statistiken/preise/erzeugerpreisindex_sachgueter/index.html. Rückfragen
richten Sie bitte direkt an Mag. Ingrid Vrabec, Direktion Volkswirtschaft,
Statistik Austria, unter Tel. (01) 711 28-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at
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