Wien, 2009
Im Kurzfristvergleich (zum Vormonat) zeigt der Preistrend
bereits das zweite Monat wieder nach oben: September gegenüber August
2009
Veränderungen von September 2009 gegenüber September 2008
Die Preise für Vorleistungsgüter hatten, wie schon im Vormonat, den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate. Sie sanken im Jahresabstand um 5,4% (August 2009: –5,3%, Juli 2009: –5,2%). Vor allem die Preise in der Metallerzeugung und –bearbeitung (September 2009: –16,9%, August 2009: –15,1%, Juli 2009: –15,8%) sowie in der chemischen Industrie (September 2009: –9,5%, August 2009: –11,3%, Juli 2009: –10,0) verzeichneten weiterhin einen rückläufigen Trend. Sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl verbilligten sich um 27,0%, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 22,2% sowie Gießereierzeugnisse um 6,5%. Die höchsten Preisrückgänge bei chemischen Erzeugnissen verzeichneten chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform (–14,7%) sowie Chemiefasern (–9,4%).
Weitere signifikante Preisrückgänge gab es bei Vorleistungsgütern
für Futtermittel (–7,1%), Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (–4,6%),
Kunststoffwaren (–3,9%) sowie für die Produktgruppe "Holz- und
Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (–3,9%). Im Jahresabstand
gestiegen sind hingegen die Erzeugerpreise für feuerfeste keramische
Werkstoffe und Waren
Die Jahresveränderungsrate für Energie lag im September 2009 bei –9,1% (August 2009: –7,0%, Juli 2009: –11,6%). Einen deutlichen Rückgang verzeichneten hier die Preise für Dienstleistungen der Wärme- und Kälteversorgung. Im Jahresvergleich fielen diese um 7,6% gegenüber September 2008. Ohne Berücksichtigung von Energie wäre der gesamte Erzeugerpreisindex lediglich um 1,0% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.
Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im September 2009 um 1,4% unter dem
Vorjahresniveau. Verbilligungen gab es hier vor allem für pflanzliche
und tierische Öle und Fette (–16,2%), haltbar gemachtes Fleisch und
Fleischerzeugnisse (–6,0%), Milch und Milcherzeugnisse (–6,2%),
Leder und Lederwaren (–5,0%) sowie für pharmazeutische Erzeugnisse
(–4,7%). Im Vergleich zum September 2008 erhöhten sich bei den Verbrauchsgütern
besonders die Preise für Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel
sowie Duftstoffe
Im Bereich der Gebrauchsgüter, die insgesamt um 1,3% teurer waren als im
September 2008, gab es vor allem Preissteigerungen für Münzen, Schmuck
und ähnliche Erzeugnisse
Veränderungen von September 2009 gegenüber August 2009
Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich die Erzeugerpreise
im September 2009 vor allem im Bereich der Herstellung von Druckerzeugnissen,
Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern
| Methodische Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d.h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005 100,0. |
|---|
Nähere Informationen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter erhalten
Sie im Ergebnisteil unter http://www.statistik.at/web_de/statistiken/preise/erzeugerpreisindex_sachgueter/index.html. Rückfragen
richten Sie bitte direkt an Mag. Ingrid Vrabec, Direktion Volkswirtschaft,
Statistik Austria, unter Tel. (01) 711 28
Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber:
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix Tomaschek
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.:
e-mail: presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA