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Erzeugerpreise der Industrie im September 2009 um 0,8% gestiegen, –2,4% gegenüber Vorjahresmonat

Wien, 2009-11-19 – Der Index der Erzeugerpreise der Industrie, EPI 2005, erreichte im September 2009 nach Mitteilung der Statistik Austria 107,1 Punkte und lag damit um 2,4% niedriger als im September 2008. Im August 2009 hatte die Jahresveränderungsrate –2,7% betragen, im Juli 2009 –3,2%.

Im Kurzfristvergleich (zum Vormonat) zeigt der Preistrend bereits das zweite Monat wieder nach oben: September gegenüber August 2009 +0,8%, August gegenüber Juli 2009 +0,4%. Im Durchschnitt des dritten Quartals 2009 erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,4% gegenüber dem zweiten Quartal 2009. Die Jahresteuerungsrate des dritten Quartals 2009 sank jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7%.

Veränderungen von September 2009 gegenüber September 2008

Die Preise für Vorleistungsgüter hatten, wie schon im Vormonat, den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate. Sie sanken im Jahresabstand um 5,4% (August 2009: –5,3%, Juli 2009: –5,2%). Vor allem die Preise in der Metallerzeugung und –bearbeitung (September 2009: –16,9%, August 2009: –15,1%, Juli 2009: –15,8%) sowie in der chemischen Industrie (September 2009: –9,5%, August 2009: –11,3%, Juli 2009: –10,0) verzeichneten weiterhin einen rückläufigen Trend. Sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl verbilligten sich um 27,0%, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 22,2% sowie Gießereierzeugnisse um 6,5%. Die höchsten Preisrückgänge bei chemischen Erzeugnissen verzeichneten chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform (–14,7%) sowie Chemiefasern (–9,4%).

Weitere signifikante Preisrückgänge gab es bei Vorleistungsgütern für Futtermittel (–7,1%), Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (–4,6%), Kunststoffwaren (–3,9%) sowie für die Produktgruppe "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (–3,9%). Im Jahresabstand gestiegen sind hingegen die Erzeugerpreise für feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren (+8,3%), Natursteine, Kies, Sand, Ton und Kaolin (+6,9%) sowie für Textilveredelungsleistungen (+3,4%).

Die Jahresveränderungsrate für Energie lag im September 2009 bei –9,1% (August 2009: –7,0%, Juli 2009: –11,6%). Einen deutlichen Rückgang verzeichneten hier die Preise für Dienstleistungen der Wärme- und Kälteversorgung. Im Jahresvergleich fielen diese um 7,6% gegenüber September 2008. Ohne Berücksichtigung von Energie wäre der gesamte Erzeugerpreisindex lediglich um 1,0% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im September 2009 um 1,4% unter dem Vorjahresniveau. Verbilligungen gab es hier vor allem für pflanzliche und tierische Öle und Fette (–16,2%), haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse (–6,0%), Milch und Milcherzeugnisse (–6,2%), Leder und Lederwaren (–5,0%) sowie für pharmazeutische Erzeugnisse (–4,7%). Im Vergleich zum September 2008 erhöhten sich bei den Verbrauchsgütern besonders die Preise für Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel sowie Duftstoffe (+16,4%), Spielwaren (+5,6%) sowie für Bekleidung und Getränke (jeweils +1,6%).

Im Bereich der Gebrauchsgüter, die insgesamt um 1,3% teurer waren als im September 2008, gab es vor allem Preissteigerungen für Münzen, Schmuck und ähnliche Erzeugnisse (+5,6%), Büro- und Ladenmöbel (+3,3%) sowie für Matratzen (+3,1%). Verbilligt haben sich bei den Gebrauchsgütern die Preise für die Geräte der Unterhaltungselektronik (–3,7%) und Haushaltsgeräte (–0,4%).

Veränderungen von September 2009 gegenüber August 2009

Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich die Erzeugerpreise im September 2009 vor allem im Bereich der Herstellung von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern (+0,5%), Maschinenbau (+0,4%) sowie Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+0,3%). Nennenswerte Preissenkungen gab es in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (–0,6) sowie Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (–0,4%).

Industrieller Erzeugerpreisindex1) (Gesamtindex) 2005=100
  Basisjahr 2005% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2008Jänner106,60,93,2
 Februar106,70,13,5
 März107,10,42,9
1. Quartal 2008  106,81,33,2
 April107,40,33,3
 Mai107,70,33,3
 Juni108,60,84,0
2. Quartal 2008 107,91,03,5
1. Halbjahr 2008 107,4-3,4
 Juli109,30,64,3
 August109,2–0,14,2
 September109,70,54,6
3. Quartal 2008 109,41,43,7
 Oktober109,70,04,2
 November108,6–1,02,9
 Dezember107,4–1,11,7
4. Quartal 2008 108,6–0,73,0
Jahresdurchschnitt 2008 108,2-3,5
2009Jänner107,50,10,8
 Februar107,3–0,20,6
 März107,0–0,3–0,1
1. Quartal 2009 107,3–1,20,5
 April105,7–1,2–1,6
 Mai106,10,4–1,5
 Juni106,10,0–2,3
2. Quartal 2009 106,0–1,2–1,8
1. Halbjahr 2009 106,6-–0,7
 Juli105,8–0,3–3,2
 August*)106,20,4–2,7
 September*)107,10,8–2,4
3. Quartal*) 106,40,4–2,7
Methodische Informationen, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d.h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise der Industrie 2005 beträgt im Jahr 2005 100,0.

Nähere Informationen zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter erhalten Sie im Ergebnisteil unter http://www.statistik.at/web_de/statistiken/preise/erzeugerpreisindex_sachgueter/index.html. Rückfragen richten Sie bitte direkt an Mag. Ingrid Vrabec, Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria, unter Tel. (01) 711 28-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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