Wien, 2009
Der ermittelte Einkommensrückgang ist auf folgende Entwicklungen zurückzuführen (Änderungen der Preise und Werte werden im Weiteren - sofern nicht anders angegeben - in nominellen Werten ausgedrückt. Sofern Daten in realen Werten angegeben werden, handelt es sich um mit dem impliziten Preisindex des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu Marktpreisen deflationierte Angaben):
Die landwirtschaftliche Erzeugung erhöhte sich 2008 dem Volumen nach um 3,8% und wertmäßig (gemessen zu Herstellungspreisen) nominell um 5,9%.
In der pflanzlichen Produktion stand einer deutlichen Zunahme des
Produktionsvolumens ein Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber. Der
Wert der Erzeugung pflanzlicher Produkte veränderte sich damit im Vorjahresvergleich
nur geringfügig
Im Unterschied zur pflanzlichen Produktion stiegen in der tierischen Erzeugung
2008 die Preise. Das Produktionsvolumen verringerte sich im Vorjahresvergleich
geringfügig, so dass der Wert des tierischen Aufkommens insgesamt um
11,0% zunahm. In der Schweinehaltung erholten sich die Preise vom Tief
des Vorjahres und glichen Rückgänge beim Erzeugungsvolumen mehr als
aus. Der Wert der Schweineproduktion stieg lt. den vorläufigen Berechnungen
gegenüber 2007 um 10,5%. Der Produktionswert für Rinder nahm infolge
höherer Preise um 5,3% zu. Kräftig erhöhte sich - bei einer leichten
Ausweitung des Produktionsvolumens - auch der Wert der Milcherzeugung
Der Wert der Vorleistungen, die die Landwirtschaft 2008 einsetzte,
erhöhte sich lt. vorläufigen Schätzungen das zweite Jahr in Folge
beträchtlich (gegenüber 2007:
Die vorläufigen Berechnungen und Schätzungen über die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion und des Vorleistungseinsatzes ergeben als Saldo für 2008 eine Stagnation der Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen (–0,3%).
Bei den Abschreibungen für das Anlagevermögen war lt. den vorläufigen Berechnungen ein Anstieg um 3,4% zu verzeichnen.
Bei der Nettowertschöpfung zu Herstellungspreisen, d.h. nach Abzug der Abschreibungen von der Bruttowertschöpfung, errechnet sich ein Rückgang um 4,7%.
Die bei der Ermittlung des Einkommens berücksichtigten Förderungszahlungen
(Gütersubventionen und sonstigen Subventionen) blieben im Vorjahresvergleich
stabil
Aus den genannten Entwicklungen der Einzelposten
der LGR resultierte ein Rückgang des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens um 2,6%. Real betrug der Rückgang 4,8%. Bedingt
durch die weitere Abnahme des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes (gemessen in Jahresarbeitseinheiten:
| Methodische Informationen, Definitionen: Bei den gegenständlichen Einkommensberechnungen handelt es sich um die Ergebnisse der zweiten Vorausschätzung der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) für das Jahr 2008. Der Vorausschätzung liegt die mit Jänner 2009 verfügbare Datenbasis zugrunde. Da bei den meisten Basisstatistiken noch keine endgültigen Jahresdaten zur Verfügung standen bzw. einzelne Datenquellen für 2008 überhaupt noch nicht verfügbar waren, handelt es sich um vorläufige Ergebnisse. Unsicherheiten bestehen u.a. betreffend die Entwicklung der Aufwendungen für Vorleistungen, da zum Zeitpunkt der Erstellung der LGR-Vorausschätzungen Daten zur Preisentwicklung, jedoch keine entsprechenden Angaben über die Entwicklung der Mengen der verschiedenen Vorleistungsposten vorliegen. Verstärkt werden die Unsicherheiten durch seit dem Jahr 2007 sehr hohe Fluktuation der Preise für Agrarerzeugnisse und Vorleistungsgüter. |
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