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Wirtschaftskrise trifft Dienstleistungsunternehmen und Großhandel am stärksten – Konsumnachfrage bleibt mit einem Einzelhandelsplus von 1,1% stabil

Wien, 2010-03-08 – Die österreichischen Dienstleistungsunternehmen hatten nach Berechnungen der Statistik Austria im Jahr 2009 ein Umsatzminus von 4,7% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Bei Betrachtung der einzelnen Quartale im Jahr 2009 konnte gegen Jahresende bereits eine Abschwächung der Umsatzrückgänge beobachtet werden. Während im 4. Quartal 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein nominelles Umsatzminus von 2,7% verbucht wurde, konnte gegenüber dem 3. Quartal 2009 ein Plus von 4,9% erzielt werden.

Für die negative Umsatzentwicklung im Jahr 2009 zeigte sich vor allem der Bereich Verkehr mit -8,6% verantwortlich. Deutliche Rückgänge waren in der Luftfahrt (-15,6%) und im Bereich "Dienstleistungen für den Verkehr, Speditionen" (-9,0%) zu beobachten. Stark rückläufig war auch die Branche "Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen"; der Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2008 betrug 6,8%. Dieses Ergebnis wurde vor allem durch die angespannte Lage am Arbeitsmarkt verursacht. Dies verdeutlicht das Ergebnis im Bereich "Arbeitskräfteüberlassung" mit einem Umsatzminus von 12,7%.

Deutlich geringer waren die Umsatzrückgänge in der Beherbergung und Gastronomie mit lediglich -1,3% im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis spiegelt sich auch im Nächtigungsergebnis wider.

Dienstleistungen und Handel 2009
Ausgewählte BranchenUmsatzveränderungen 
zum Vorjahr  
in % nominell
Dienstleistungen-4,7
Verkehr-8,6
Beherbergung und Gastronomie-1,3
Information und Kommunikation-4,3
Freiberufliche/techn. Dienstleistungen-0,1
Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen-6,8
Handel-5,5
Kfz-Handel und Reparatur-3,0
Großhandel-9,5
Einzelhandel1,1

Bei den handelsnahen Dienstleistungsbereichen erzielte der Großhandel ein Umsatzminus von 9,5% (nominell) und 2,7% (real) gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Kfz-Handel verbuchte einen nominellen Umsatzrückgang von 3,0%. Dies bedeutet ein Minus von 4,4% im Absatzvolumen. Allerdings entwickelte sich der Einzelhandel mit Kraftwagen – bedingt durch die "Verschrottungsprämie" – sowohl nominell (+2,7) als auch real (+1,8) positiv.

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Der österreichische Einzelhandel (ohne Handel mit KFZ) erwirtschaftete für das Jahr 2009 mit einem nominellen Umsatzplus von 1,1% eine Steigerung im Absatzvolumen von 1,4%. Entscheidend war das gute Ergebnis des Einzelhandels mit Nahrungsmitteln.

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Analog zu den Umsatzzahlen entwickelte sich auch die Beschäftigung im Jahr 2009. Wie die Ergebnisse der Konjunkturstatistik Handel und Dienstleistungen zeigen, ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahr 2008 sowohl im Handel (-1,2%) als auch im Dienstleistungsbereich (-2,3%) gesunken.

Methodische Informationen, Definitionen: Für die Berechnung der Umsatzindikatoren und deren Veränderungsraten werden für einen Großteil der Unternehmen die Umsatzsteuervoranmeldungen herangezogen. Die Beschäftigtenindikatoren werden aus den unselbständig Beschäftigten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und den selbständig Beschäftigten des Unternehmensregisters der Statistik Austria ermittelt. Nähere Informationen zur Methodik können auch den Qualitätsberichten – abrufbar unter www.statistik.at – entnommen werden.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Unternehmen, Statistik Austria:  
Erwin Fida, Tel. +43 (1) 71128-7828 bzw. erwin.fida@statistik.gv.at,  
Mag. Elisabeth Gruber, Tel. +43 (1) 71128-7096 bzw. elisabeth.gruber@statistik.gv.at

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