Wien, 2009
Die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern ist Prostatakrebs, im Jahr 2005 mit rund
Zweithäufigste Lokalisation bei den Krebsneuerkrankungen der Männer
war die Lunge mit 14 Prozent. Gut ein Fünftel aller männlichen Krebssterbefälle
(rund
An dritter Stelle der Neuerkrankungen steht mit
rund
Brustkrebs ist mit einem Anteil von
28 Prozent an allen Tumoren der Frauen seit langem die häufigste Krebserkrankung bei Frauen,
Tendenz leicht steigend. Seit 1997 ist allerdings die Zahl der Neuerkrankungen
stabil. 17 Prozent aller weiblichen Krebssterbefälle waren auf Brustkrebs
zurückzuführen. Damit war Brustkrebs auch die mit Abstand häufigste
Krebstodesursache bei Frauen (rund
Die zweithäufigste Krebslokalisation war der Dickdarm (gut acht Prozent aller Tumore der Frauen im Jahr 2005). Darmkrebs verursachte bei Frauen in gleicher Weise wie bei den Männern etwa acht Prozent aller Krebssterbefälle. Auch das Vorsorgeverhalten (Darmspiegelung) entsprach laut den Ergebnissen der Gesundheitsbefragung dem der Männer.
Die bösartigen Neubildungen der Lunge betrafen etwa sieben Prozent der Frauen. Rund 13 Prozent aller Krebssterbefälle bei Frauen waren Sterbefälle aufgrund von Lungenkrebs.
In den letzten zehn Jahren sind Neuerkrankungen und Krebssterblichkeit
gesunken, wenn die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung
berücksichtigt wird (altersstandardisierte Raten). So sank die Neuerkrankungsrate
bei den Männern um sechs Prozent, bei den Frauen um vier Prozent. Auch
die Krebssterblichkeit war in den letzten zehn Jahren rückläufig,
bei den Männern stärker
Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, ist seit 1996 deutlich gestiegen (altersstandardisiert um 15 Prozent). Die Verbreitung von PSA-Tests als Screeningmethode dürfte für einen Großteil der Zunahme der Neuerkrankungen verantwortlich sein, da im Gegensatz zur Rate der Neuerkrankungen die Sterblichkeit an Prostatakrebs in den letzten zehn Jahren um 28 Prozent zurückging.
Das Erkrankungsrisiko für Dickdarmkrebs ist für die Männer seit 1996 um 13 Prozent zurückgegangen. Die Sterblichkeit an Dickdarmkrebs konnte im gleichen Zeitraum um 26 Prozent gesenkt werden.
Die (um den Altersstruktureffekt bereinigte) Rate der bösartigen Lungentumore ging in den vergangenen Jahren um 19 Prozent zurück. Die Sterblichkeit an Lungenkrebs sank bei Männern in den letzten zehn Jahren sogar um 24 Prozent. Männer erkranken allerdings noch immer 2,4-mal häufiger an Lungenkrebs als Frauen.
Das Brustkrebsrisiko sank, nachdem es zwischenzeitlich deutlich angestiegen war, im Jahr 2005 wieder auf das Niveau von vor zehn Jahren. Da Brustkrebs durch das vermehrte Screening nicht nur häufiger, sondern auch in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit an Brustkrebs in den letzten zehn Jahren um knapp ein Fünftel zurück.
Die Rate der Neuerkrankungen an Dickdarmkrebs nahm für Frauen um 12 Prozent ab, die Sterblichkeit sank im Vergleichszeitraum um rund ein Drittel. Dagegen stieg das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken seit 1996 bei den Frauen um 12 Prozent an. Diesem Trend folgt auch die Lungenkrebssterblichkeit, die sich in den letzten zehn Jahren um knapp ein Fünftel erhöhte. Verantwortlich dafür ist offensichtlich der zunehmenden Nikotinkonsum von Frauen.
| Methodische Informationen, Definitionen: Ergebnisse zu den Krebsneuerkrankungen
liefert das Österreichische Krebsregister, das seit 1969 von der Statistik
Austria geführt wird. Basis dafür sind die gesetzlich verpflichtenden
Krebsmeldungen, welche neben Alter, Geschlecht und Wohnort auch wesentliche
Informationen zu den Krebslokalisationen enthalten. Ergebnisse zu den Krebssterbefällen stammen aus der Todesursachenstatistik, in der jeder Todesfall der österreichischen Bevölkerung dokumentiert ist. Erhoben werden neben Alter, Geschlecht und Wohnort auch Todesort und Todeszeitpunkt. Die Todesursachen werden durch einen Totenbeschauarzt angegeben und in der Statistik Austria nach WHO-Richtlinien klassifiziert. Für einen regionalen oder zeitlichen Vergleich der Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) und der Krebssterbefälle eignen sich besonders altersstandardisierte Raten. Diese Maßzahlen berücksichtigen, dass sowohl das Erkrankungs- als auch das Mortalitätsrisiko mit dem Lebensalter stark ansteigen und daher in einer Bevölkerung mit vielen älteren Menschen von vorne herein mehr Neuerkrankungs- und Todesfälle auftreten. Der österreichische Gesundheitssurvey ist eine von Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, Jugend und Familie (BMGFJ) durchgeführte Befragung zum Gesundheitszustand und zum Gesundheitsverhalten bei |
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Rückfragen zu diesem Thema beantworten in der Direktion Bevölkerung,
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